Südtirol 10.10. – 18.10.2020

Südtirol 2020 – Anreise St. Ulrich (Samstag – 10. Oktober)

Das Wetter vor Ort: 17 °C, Wolken und etwas Sonnenschein.
Nun geht es doch noch los, trotz der Corona-Krise. Südtirol ist bis heute noch kein Risikogebiet und so mache ich mich um 07:39 in Aschersleben auf die Reise nach St. Ulrich. Hier verbringe ich die ersten vier Tage, um selber einige Hotspots zu fotografieren. Am Mittwoch beginnt dann der Workshop, mit der Fotogruppe. Die Fahrt fängt entspannt (A71/ 73/ 3/ 9/ 99/ 8) an und ab Nürnberg wird es immer voller und der Regen lässt diesmal auch nicht nach. Vor der Grenze noch schnell aufgetankt, eine Plakette für Österreich gekauft und schon geht es nach Österreich rein. Hier wird es endlich entspannt. Dann über den Brenner und nach Südtirol rein. Um 15:45 bin ich am Hotel. Hier schnell eingecheckt und schon gibt es herrlichen Apfelstrudel, so kann der Urlaub beginnen. Was macht man mit dem restlichen Tag noch. Man fährt noch einen Fotospot an, also auf zur Kirche St. Valentin in Seis, ca. 14 km vom Hotel entfernt. Es geht über enge Gebirgsstraßen und dann beginnt die Suche nach der Kirche, die irgendwo auf der Wiese steht. Irgendwann finde ich eine schmale Straße zu einigen Gehöften, als Sackgasse ausgeschildert, fahre dort rein, um endlich an einem kleinen Wanderpfad einzuparken, zum Glück gibt’s keinen Abschlepper. Nach 5 Minuten Fußmarsch stehe ich vor der Kirche und lichte diese, in aller Ruhe ab. Zurück gibt’s noch einen Fotostopp mit Blick auf St. Ulrich. Während ich in Ruhe fotografiere hält ein Rentner neben mir, schaut neugierig (hinter ihm hupt es schon) und fährt langsam weiter. Nach fünf Minuten kommt er zurück und dasselbe Spiel von vorn – auch nicht schlecht.
Schließlich bin ich fertig und fahre ins Hotel zum Essen: Griesknödelsuppe/ gefüllte Kalbsroulade/Kaffeecreme/Grappa. Super lecker.
Schritte: 6580

Foto 1: Kirche St. Valentin

Südtirol 2020 – 1. Tag (Sonntag – 11. Oktober)

Das Wetter: 5°C, grauer Himmel und Dauerregen.
Nach dem Frühstück geht es bei Regen Richtung Bozen. Hier wird das Schloss Maretsch abgelichtet, zum Glück lässt der Regen etwas nach. Danach geht es zur Trostburg, wo ich erst einmal den falschen Weg einschlage, dann die Orientierung wieder finde, zum Auto laufe und zur Burg, über einen schmalen Weg hochfahre (alles richtig gemacht). Oben fotografiere ich in Ruhe einige Motive, zum Glück sind wenig Menschen unterwegs. Zum Schluß geht es Richtung Villnöß, die Kirche St. Johann ablichten, diese steht einsam auf einer Wiese, die aber abgezäunt ist, so mache ich die Bilder vom Fotopoint aus. In den Baumwipfeln ist schon der erste Schnee erkennbar. Danach geht es noch kurz einen Waldweg entlang, einen kleinen Gebirgsfluss zu erkunden.
Gegen 16:30 bin ich wieder im Hotel und genieße ein Stück Kuchen mit einem Glas Savignon Blanc. 19:00 gibt’s noch leckeres Abendessen und danach werden noch Fotos bearbeitet.
Schritte gesamt: 10850

Foto 2: Kirchlein St. Johann im ersten Schnee

Südtirol 2020 – 2. Tag (Montag – 12. Oktober)

Das Wetter: 2°C, blauer Himmel und Sonne pur.
Gegen 08:00 Uhr werde ich munter, weil die Sonne ins Zimmer schein. Nicht zu glauben, kurze Programmänderung heute geht’s auf die Seiser Alm. Vorher wird noch ausgiebig gefrühstückt, anstatt ein gekochtes Ei zu greifen, lange ich in den Korb mit rohen Eiern, zum Glück bleibt der Schaden in Grenzen … und keiner hat‘s gemerkt. Und dann geht‘s los, mit dem Hoteltaxi zur Seilbahn, Fahrkarte gelöst und eine Gondel für mich allein. Oben angekommen …. keine grünen Wiesen sondern alles in einer dicken Schneehülle verpackt. Zum Glück hatte ich meine Winterwanderschuhe an. Nach ca. 5 1/2 Stunden hatte ich ein kleines Gebiet durchwandert und viele Fotos im Kasten bzw. auf der Speicherkarte. Nachdem ich wieder in St. Ulrich angekommen bin, versuchte ich per Handy das Hotel zu erreichen, um den Shuttle zu bestellen. Irgendwas funktionierte nicht, also zum Fahrkartenschalter, den Herren freundlich gefragt o er mal im Hotel anrufen kann, er wählte sogleich die Nummer, gab mir den Hörer und nach 20 Minuten war ich wieder im Hotel, zum Kuchen und Savignon Blanc …. ein tolles Gefühl.
Das Abendessen war auch wieder lecker Fenchelcremesuppe mit Jakobsmuscheln, danach Kalbsfilet mit Schinken und Bratkartoffeln und zum Dessert einen Aprikosenobstler aus Südtirol. Und dann werden noch Bilder bearbeitet.
Schritte gesamt: 13677

Foto 3: Unterwegs auf der Seiser Alm

Südtirol 2020 – 3. Tag (Dienstag – 13. Oktober)

Das Wetter: 2°C, blauer Himmel und Sonne pur.
Gegen 09:00 Uhr Frühstück, heute gibt’s ein selbstgekochtes Ei, aus dem Korb wie gestern.
Gegen 10:00 Aufbruch Richtung Karersee, den möchte ich mit Spiegelung und Bergen ablichten. Gegen 11:00 bin ich vor Ort, parke das Auto und laufe ca. 7 Minuten bis zum See, gefroren … nix mit Spiegelung. Also den See von verschiedenen Seiten so ablichten … ein Foto ist garantiert dabei. Danach geht es über den Sella Pass – 2244 m zurück, eine äußerst kurvenreiche Straße, zum Glück wenig Verkehr, die Fotos von hier oben atemberaubend – wie auf dem Dach der Welt.
Zurück in St. Ulrich noch schnell Sonnencreme gekauft (meine rote Nase von der Seiser Alm) und dann ins Hotel zu Apfelstrudel und Savignon Blanc. Danach bis zum Abendbrot … RUHE!!!
Zum Abendbrot als Hauptgang Tiroler Schweinebauch in Honig glasiert, dazu Schoten und karamellisierten Apfel – himmlisch. Als Dessert ein Pircher Himbeergeist.
Schritte gesamt: 4750 nur

Foto 4: Auf dem Sella Pass

Südtirol 2020 – 4. Tag (Mittwoch – 14. Oktober)

Das Wetter: 2°C, blauer Himmel und Sonne pur.
Gegen 09:10 Uhr Frühstück, heute zum letzten Mal, habe schon entnervt meine Brille gesucht, lag noch im Restaurant. Danach wird bezahlt und ausgecheckt. Da bis zur nächsten Unterkunft in La Vella noch etwas Zeit ist, schaue ich mir Klausen an. Danach geht es weiter zum Kloster Neukirchen bei Brixen. Die Sonne steht ungünstig zum Fotografieren, aber da ich schon mal da bin. Gegen 15:00 komme ich in La Val (Wengen) an und treffe die beiden Fotografen. Das Zimmer schnell bezogen und dann geht es auch schon los einkaufen, ab jetzt ist Selbstverpflegung angesagt. Gegen 17:00 ziehen wir noch auf den Berg, um in der Abendsonne zu fotografieren. Danach sind auch die anderen eingetroffen, kurze Einsatzbesprechung für den nächsten Tag, im Freien bei einer lausigen Kälte (Stalingrad war auch nicht schlimmer) und schon geht es aufs Zimmer, Brote schmieren. Der Abend endet wie immer mit der Bildbearbeitung.
Schritte gesamt: 12598

Foto 5: Blick auf La Val

Südtirol 2020 – 5. Tag (Donnerstag – 15. Oktober)

Das Wetter: 1°C, grauer Himmel, der Regen naht.
Heute ist Selbstverpflegung angesagt. Weißbrot mit Südtiroler Schinkenspeck und Salami. Um 08:00 geht es los, heute kein Sonnenaufgang da alles voller Wolken hängt. Wir sitzen alle mit Masken im Auto, da wir Fahrgemeinschaften gebildet haben … auch mal ein Erlebnis der besonderen Art. Nach ca. einer Stunde sind wir am Ziel, an den Reinbacher Wasserfällen bei Sand in Taufers. Nun haben wir 3 Stunden Zeit um den Wasserfall und den Reinbach abzulichten. Erst unten, später auch oben. Gegen 13:00 geht es zurück ins Hotel, momentan hat es sich noch zugezogen und der erste Regen fängt an. Also Bildbearbeitung und Bildbesprechung in zwei Gruppen, wegen Corona. Danach gibt es Abendbrot, Grießklößchensuppe aus der Büchse … selbst heiß gemacht … ein Renner am Abend, dafür ist das Bier (Hacker Pschorr) süffig.
Schritte gesamt: 6137

Foto 6: Reinbacher Wasserfall

Südtirol 2020 – 6. Tag (Freitag – 16. Oktober)

Das Wetter: 0°C – 11°C, grauer Himmel, mit Wolken, Nebel und sonnigen Abschnitten.
Um 08:00 geht’s los, heute fahre ich. Wir fahren kurz auf den Berg und fotografieren das Panorama wie am ersten Abend. Fantastisches Licht, Wolken, Nebel und Sonnenstrahlen, da steigt die Motivation. Danach geht es Richtung Percha, die Erdpyramiden ablichten. Nach ca. 45 Minuten sind wir vor Ort, wandern durch den Wald, immer bergauf, das ist schon ganz schön anstrengend in unserem Alter (natürlich schleppen wir auch jede Menge Ausrüstung mit). Im Wald schmilzt der Schnee von den Bäumen und tropft uns voll. Dort angekommen, versuchen wir die mystische Stimmung der Pyramiden einzufangen (kegelförmig aufgeschütteter Lehm mit darauf liegenden Felsbrocken). Nach einer Stunde geht es zurück zum Auto und in die Mittagspause. Vorher versuche ich noch zu tanken, der Tankautomat wo ich die DKV Karte reinschiebe und alles genau eingebe, funktioniert nur soweit, bis die Info Einlegeplatte kommt. Damit kommen wir nicht weiter, also weiterfahrt. Nun endlich mal ins Restaurant und lecker essen, Topfenknödel mit Steinpilz/ Pfifferlingen … ist das köstlich. Dann noch einen Espresso hinterher und alles ist gut. Weiter Richtung Ferienwohnung, mit dem nächsten Tankstopp, diesmal ist der Automat defekt (wirklich schade) und man kann an der Kasse bezahlen (so mögen wir das). Mit vollem Tank in die Ferienwohnung und um 16:45 geht es hinauf zum Würzjoch, das leider von einigen Wolken verhüllt ist. Gegen 19:45 sind wir dann wieder in unserer Unterkunft.
Schritte gesamt: 10887

Foto 7: Würzjoch

Südtirol 2020 – 7. Tag (Samstag – 17. Oktober)

Das Wetter: -2°C bis 7°C, wolkig mit sonnigen Abschnitten.
05:00 aufstehen, furchtbar. Um 06:00 geht es los, durch die Dunkelheit (ich bin Beifahrer) bis zum Pass. Dort wollen wir einen kleine See fotografieren der aber zugefroren ist, das Motiv naja. Also konzentrieren wir uns auf die Berge und setzen die ersten Sonnenstrahlen in Szene – fantastisch. Danach geht es noch 5 km weiter, die unendliche Weite der wilden Dolomiten ablichten. Endlich Pause und Erholung bis 14:30. Dann  starten wir zum GiauPass – Rundblick 360° nur Berge. Wo fängt man am besten an, man schafft eh nicht alles und muss bestimmt nochmal hierher. Wir fotografieren hier bis 18:15. Unten auf den Serpentinen sehen wir einen Porsche Autokorso, der sich mit heulenden Motoren hocharbeitet. Begleitet von einem Hubschrauber im Tiefflug der das Ganze filmt. Das Ganze soll wohl ein Heiratsantrag gewesen sein, berichten uns die Leute, als wir wieder am Parkplatz sind. Danach fahren wir zurück zur Wohnung, zwischendurch hält unser Auto noch an einem Restaurant, wo wir uns eine leckere Pizza schmecken lassen, der Grappa ist auch nicht schlecht. Zurück wird noch schnell die Wohnung bezahlt, bevor es morgen wieder nach Hause geht.
Schritte gesamt: 8010

Foto 8: Sonnenaufgang am GiauPass

Südtirol 2020 – 8. Tag (Sonntag – 18. Oktober)

Das Wetter: 2°C , blauer Himmel, Sonne.
Um 08:00 Uhr geht es zum letzten Fotospot. Alle Sachen sind schon im Auto. Wir fotografieren im Ort die kleine Kirche im Gegenlicht. Danach verabschiede ich mich und brause mit dem Auto nach Hause. Gegen 17:00 Uhr bin ich wieder in Aschersleben.

Fazit
Eine wunderschöne Woche in Südtirol. Vom Wetter hatte ich geplant den Herbst in warmen und bunten Farben zu fotografieren. Auf Grund des vielen Schnees, sind es hauptsächlich aber nur Winterbilder geworden. Man kann halt nicht alles haben. Das Essen war im ersten Teil super, in der Ferienwohnung mit Selbstverpflegung etwas einfacher. Hotel ist doch besser, man hat auch weniger Arbeit. Die Stimmung in der Gruppe war gut, die Fotospots ebenfalls. Auf jeden Fall geht’s nochmal hier hin, um dann die Landschaft in einem satten Grün abzulichten.

Lofoten 26.02. – 04.03.2020

Lofoten 2019 – Anreise Bad Nauheim (Dienstag – 25. Februar)

Endlich mal eine Winterreise, Hauptsache diesmal klappt es mit dem Schnee? Um 15:30 Uhr geht es los, gleich von der Firma aus starte ich Richtung Bad Nauheim. Ich kann bei einer netten Mitreisenden übernachten und spare so die Hotel- und Parkgebühren – super. Um 19:00 treffe ich bei Annette ein, bringe meine Sachen in die Wohnung und schon geht es in die Stadt zum Essen. Nach kurzer Überlegung landen wir beim Italiener, wo wir jeweils zwei riesengroße Portionen bekommen, O Gott, das kann man gar nicht schaffen kann. In der Wohnung angekommen, packt Annette noch ihren Koffer, ich gebe dabei ein paar konstruktive Ratschläge – wahrscheinlich umsonst.

Lofoten 2019 – Anreise Reine (Mittwoch – 26. Februar)

Das Wetter: in Deutschland ca. 7°C, bedeckter Himmel – in Reine ca. -3°C, bewölkt und es liegt etwas Schnee.
06:45 geht es aus dem Bett, Annette räumt schon die Wohnung auf. 07:30 geht es dann Richtung Bahnhof, schnell die Fahrkarte gezogen und schon geht es mit der Bahn und der S8 zum Flughafen. Schnell eingecheckt und weiter durch die Schleuse. Dann sitzen wir auch schon bei einer Tasse Kaffee und einem frischem Baguette. Nun treffen auch schon die anderen Fotofreunde ein und alle freuen sich. Pünktlich gegen 12:00 heben wir in Richtung Oslo ab, von dort geht es weiter nach Boé und dann noch einmal mit einer kleinen Propellermaschine nach Leknes auf den Lofoten. Bei den zwei Mietautos stellen wir fest, das Gepäck passt nicht rein – man hat uns die falschen Autos gegeben. Also wird schnell ein drittes Auto organisiert und schon geht es zum Hotel nach Reine (zwischendurch wird noch ein kurzer Stopp in einem Supermarkt eingelegt). Nach ca. einer Stunde Fahrt über eine glatte verschneite Straße treffen wir gegen 20:40 im Hotel ein. Hier genießen wir erst mal unser Abendbrot. Ich esse Fischsuppe, dazu ein lokales Bier – na das ist doch ein guter Start. Dann geht’s in die Hütten. Ich teile mir einen Bungalow mit Carsten und Petra. Mein Zimmer ist unter dem Dach, welches ich über eine kleine steile Treppe erreiche. Zum Bett geht’s nur in gebückter Haltung. Aber alles sauber und warm. Gegen 23:00 rücken wir noch zur Brücke aus, heute leider noch ohne Polarlicht. Aber die Aussicht ist atemberaubend. Kurz nach 01:00 liege ich endlich im Bett.
Schritte gesamt: 7250

Foto 1: Blick auf Reine

Lofoten 2019 – 2. Tag (Donnerstag – 27. Februar)

Das Wetter: ca. -3°C, blauer Himmel, Sonne.
Nach dem Aufstehen entstehen die ersten Fotos gleich hinter dem Bungalow – eine wunderschöne Winterlandschaft. Danach geht es zum ersten Frühstück – eine große Auswahl und sehr lecker. Gegen 10:00 starten wir Richtung Leknes. Zwischendurch halten wir oft an, da es unzählige Motive gibt (Reine – Panorama, Hamnoy – Landschaft, …). In Leknes versuchen wir noch einmal die Autos zu tauschen, das klappt leider nicht, also fahren wir die nächsten Tage mit unseren drei Autos über die Insel. Dann geht es zurück zum Hotel, wo noch die blaue Stunde in Szene gesetzt wird. Zum Abendessen heute Kabeljau, Gemüse und Reis – das kann man sich schmecken lassen. Und es fängt an zu schneien – was für ein Winterzauber. Für heute ist dann erst mal Feierabend.
Schritte gesamt: 6792

Foto 2: Blick auf Hamnoy

Lofoten 2019 – 3. Tag (Freitag – 28. Februar)

Das Wetter: ca. 2°C, grauer Himmel, erst Schneeregen – dann starker Schneefall.
08:00 Frühstück mit Tagesplanung. Gegen 10:00 geht es los, nach 400m der erste Stopp, das herrliche Winterpanorama in Reine. Dann weiter nach Nusfjord und es schneit ohne Ende. Dort fotografieren wir die roten Häuser solange es der Schneefall zulässt. Danach geht es in einen alten Krämerladen wo ich mir eine Waffel mit Erdbeermarmelade und Creme schmecken lasse. Da der Schneefall immer heftiger wird, fahren wir ins Hotel zurück. Vorher geht’s noch in den Coop, wo wir für den Abend einkaufen. Charles lädt ein und Carsten kocht Spaghetti mit Bolognese – lecker. Am späten Abend lässt der Schneefall etwas nach und wir schießen noch ein paar Aufnahmen. Alles ist nun völlig eingeschneit – herrlich dieser Winter. Gegen 00:00 endet der Tag.
Schritte gesamt: 4230

Foto 3: Unterwegs in Nusfjord

Lofoten 2019 – 4. Tag (Samstag – 29. Februar)

Das Wetter: ca. -2°C, grauer Himmel, leichter Schneefall.
Das Hotel und die Bungalows liegen unter einer dicken Schneedecke. Sieht das toll aus. Nach dem Frühstück fahren wir nach Sakrisoya und fotografieren gelbe Häuser. Danach geht es Richtung A, wo zwischendurch der eine oder andere Fotostopp eingelegt wird. Zum Sonnenuntergang stehen wir am Strand von Flakstad und setzen das Abendlich gekonnt in Szene. Nun geht es wieder Richtung Hotel, wir fahren vor. Die anderen folgen etwas verspätet, da es mit dem Kofferraum Probleme gibt. Charles will helfen und fährt sich dabei mit dem Skoda fest. Und wir sind schon mindestens 15 km entfernt. Irgendwann werden sie aber mit einem geliehenen Abschleppseil rausgezogen und schließen wieder auf. Nochmal Glück gehabt. Zum Abendessen geht’s heute ins Bistro, wo ich einen großen Burger mit einem Bier genieße.
Schritte gesamt: 4360

Foto 4: Blick auf A

Lofoten 2019 – 5. Tag (Sonntag – 01. März)

Das Wetter: ca. -2°C, blauer Himmel und Sonne pur.
Heute geht es schon um 09:15 Richtung Leknes und wir haben winterliches Kaiserwetter. Wir fotografieren die Winterlandschaft, wo sich uns immer interessante Motive bieten. Zum Mittag sind wir wieder in Nusfjord, diesmal bei Sonnenschein und die Motive wirken ganz anders. Natürlich lasse ich mir wieder eine lecker knusprige Waffel im alten Dorfkonsum munden. Weiter Richtung Leknes, nördlich davon fotografieren wir eine alte Kirche in Gimsoy. Danach gibt es schon leckere Pizza in Leknes. Und danach ist die erste Polarlichtnacht, die wir in Flakstad fotografieren. Da nur Stufe 3 (9 ist die intensivste) ist, sieht man das Polarlicht nur als einen leichten gelben Nebelschleier. Der Fotoapparat sieht dagegen ein intensiv grünes Licht. Dann geht es noch weiter zur Brücke nach Hamnoy, das letzte Polarlicht für diese Nacht. Gegen 02:00 sind wir wieder im Bungalow.
Schritte gesamt: 5280

Foto 5: Polarlicht bei Hamnoy

Lofoten 2019 – 6. Tag (Montag – 02. März)

Das Wetter: ca. -3°C, blauer Himmel mit ein paar Wolken.
Heute frühstücken wir erst gegen 09:00 und verfolgen über Handy die Entwicklung in Deutschland. Die ersten Hamsterkäufe setzen ein (Klopapier wird knapp) – ist die Welt verrückt. Schnell noch ein paar Dinge im Coop gekauft. Oh, das elektronische Bezahlsystem funktioniert nicht, Bargeld haben wir nicht, also den Korb wieder auspacken. Im nächsten Supermarkt klappt dann aber alles. Nun fahren wir die E10 Richtung Vikten und machen Landschaftsfotografie. Nördlich von Leknes wollen wir einen Berg mit Spiegelung ablichten, aufgrund des Windes bewegt sich das Wasser aber zu stark und so fahren wir weiter zum Strand nach Unstad. Hier nun Langzeitbelichtung mit Abendsonne. – und ein kalter Wind pfeift. Nach dem Abendessen (wieder beim Italiener) werden die Polarlichter erneut in Angriff genommen. Zuerst die Küstenlandschaft von der E10 aus, zuletzt geht es noch nach Sakrisoy. Dann endet auch dieser Tag.
Schritte gesamt: 5280

Foto 6: Landschaft bei Unstad

Lofoten 2019 – 7. Tag (Dienstag – 03. März)

Das Wetter: ca. -1°C, blauer Himmel mit ein paar Wolken.
Start um 09:30 zum Hafenstädtchen Hennigsvaer im Norden der Insel. Wir sind heute nur mit einem Auto unterwegs. Die anderen fotografieren in und um Sakrisoy. Und so steuern wir viele interessante Motive an, halten immer, wenn uns was spannendes ins Auge springt und kommen gegen 11:30 in Hennigsvaer an. Dort bummeln wir am Hafen und durch die Gassen und gelangen schließlich zu einem Café, wo wir uns erst mal aufwärmen und leckeren Kuchen genießen. Gegen 14:30 geht es zurück, wieder mit vielen Stopps, von der malerischen Winterlandschaft kann man gar nicht genug bekommen. Die blaue Stunde fotografieren Roger und ich in Reine. Annette wartet solange geduldig im Auto. Zum Abendessen treffen wir uns dann gemeinsam in Sakrisoy. Danach geht es noch bei starkem Wind hinaus die Polarlichter fotografieren, die heute, an unserem letzten Abend, besonders stark sind. Irgendwann fahren wir dann ins Hotel zurück.
Schritte gesamt: 5810

Bild 7: Landschaft nördlich von Flakstad

Lofoten 2019 – Abreise Reine (Mittwoch – 04. März)

Das Wetter: ca. -2°C, grauer Himmel, kalter Wind.
08:00 das letzte gemeinsame Frühstück. Um 10:00 geht es dann mit gepackten Koffern zum Flughafen nach Leknes. Da es nur ein kleiner Flughafen ist, können wir schnell einchecken und heben pünktlich Richtung Boé ab. Durch den starken Wind werden wir ordentlich durchgeschüttelt. Von Boé geht es weiter Richtung Oslo, wo es erstmal eine kleine Stärkung gibt. Ich kaufe schnell noch eine Flasche Wodka und Aquavit und schon heben wir Richtung Frankfurt ab. Gegen 21:00 landen wir dort, holen unser Gepäck und werden von Elisa nach Bad Nauheim chauffiert – wunderbar. Gegen 23:00 starte ich Richtung Aschersleben und bin gegen 02:00 zu Hause – sehr schön. Nun erst mal ins Bett, das Büro wartet schon.
Schritte gesamt: 4470

Fazit: Endlich mal ein richtiger Winter, dazu das beste Wetter, Sonnenschein, viel Schnee und zwei Tage starker Schneefall. War das super. Eine Woche war da schon viel zu kurz, um alles aufzusaugen. Die Bungalows waren in Ordnung, die Gruppe bestens gelaunt. Das Essen und die Getränke zwar teuer, aber abwechslungsreich und lecker. Motive bis zum Abwinken, dazu die atemberaubende Landschaft mit Berge, gefrorenen Seen, Polarlichtern, Kirchen.
Zum Fotografieren und für einen neuen Besuch bestens geeignet, vielleicht dann mal zu einer anderen Jahreszeit.

Venedig 16.11. – 23.11.2019

Mittwoch vor Reisebeginn überschwemmt ein Hochwasser die gesamte Innenstadt. Die Medien sind aufgrund dieses Ereignisses außer Rand und Band und machen mal wieder alles verrückt. Manfred, unser Reiseleiter ist schon zwei Tage früher vor Ort und schickt uns aktuelle News von der Wasserfront, die alles andere als beunruhigt klingen – die Reise findet statt!

Venedig 2019 – Anreise ab Leipzig (Samstag – 16. November)

Nun geht es ins Hochwasser geplagte Venedig. 07:15 geht es mit dem Auto, bei Nieselregen nach Leipzig. Hier wird erst einmal gefrühstückt, ein Brötchen + Kaffee + O-Saft für einen Schnapperpreis von 10,20 €. Von dort fliege ich 10:45 nach Frankfurt – schon mit einer halben Stunde Verspätung, so dass ich nur noch 30 Minuten bis zum Anschlussflug habe. Aber ich schaffe es, und lande gegen 14:30 in Venedig. Es ist zwar grau, aber angenehm warm, von Regen keine Spur. Und nun beginnt der Spaß – ich bin zwar da, aber mein Koffer nicht. Also zu „Lost & Found“ meinen Koffer suchen. Verschiedene Formulare ausfüllen, dann habe ich Gewissheit, mit der nächsten Maschine landet auch mein Koffer, aber erst am Abend, so dass man diesen mir ins Hotel bringt. Nun mit dem Vaporetto in die Stadt, nach gut einer Stunde bin ich im Hotel. Von Hochwasser keine Spur. Dann geht’s erst mal in den nächsten Supermarkt, ne Zahnbürste und Zahnpasta kaufen. Um 19:00 treffen wir uns alle im Hotel und gehen gemeinsam zum Abendessen. Pasta mit Rotwein – lecker. Zurück im Hotel ist mein Koffer noch nicht da. Also dann am Sonntag.
Schritte gesamt: 8.650.

Venedig 2019 – 1. Tag (Sonntag – 17. November)

Das Wetter: 14°C, bedeckter Himmel und der letzte Tag Hochwasser.
08:30 klingelt das Telefon. Mein Koffer ist am Flughafen, kann mir aber auf Grund des steigenden Wassers heute nicht gebracht werden, ich kann ihn aber selber abholen. So fahre ich nach dem Frühstück zum Flughafen, gegen 11:00 habe ich meinen Koffer wieder. Nun noch schnell ins Hotel und der Tag kann beginnen. Und nun fangen die Probleme an. Aufgrund des heutigen Hochwassers fährt kein Vaporetto mehr zurück in die Stadt. Das bereits gekaufte Ticket wird mir sofort zurückerstattet. Wann die nächste Fähre fährt, kann mir auch keiner sagen. Es ist 11:30 und ich stehe am Flughafen, mit meinem Koffer. Kurze Rücksprache mit dem Reiseleiter und ich gehe zum Busbahnhof, finde den Bus aber irgendwie nicht und beschließe für 40 Euro mit dem Taxi zu fahren. Nach 20 Minuten bin ich schon in Venedig, am Piazzale Roma. Von hier sind es laut Google Maps noch 1,2 km bis zum Hotel. Soo, die ersten 300 m rolle ich meinen Koffer durch die Gassen, bis ich vom Hochwasser eingeschlossen bin. Nun heißt es 1 Stunde warten, bis das Wasser wieder abläuft. Zum Glück habe ich Gummistiefel vom Hotel. Danach trage ich den Koffer (18,6 kg), das Wasser steht mir kurz unterhalb des Stiefelschaftes, die restliche Strecke bis zum Hotel. Um 15:00 habe ich es endlich geschafft. Frische Sachen an und schon geht es los, die Abendstimmung mit dem Hochwasser fotografieren. Die Anderen sind auch schon unterwegs. Zum Abendessen genießen wir gemeinsam die italienische Küche.
Schritte gesamt: 11.400.

Foto 1: Abendstimmung in Venedig

Venedig 2019 – 2. Tag (Montag – 18. November)

Das Wetter: Vormittag blauer Himmel, Sonne, 15°C, Nachmittags bedeckt und leichter Niesel.
Der Wecker klingelt – es ist 05:45. Auf zum Markusplatz, dieser wird in der blauen Stunde abgelichtet, danach geht’s zum Kanal, Gondeln, Bauwerke und den Sonnenaufgang ausgiebig fotografieren. Zum Frühstück sind wir gegen 09:00 wieder im Hotel zurück. Bis 13:30 ist dann Fotobearbeitung. Ich nutze die Zeit und bummele bei herrlichem Sonnenschein durch unzählige Gassen und Brücken und zu fotografieren gibts genug. Ein kleiner Snack zum Mittag mit einem Glas Wein und schon geht es weiter zur Insel Guidecca. Dort spazieren wir immer am Wasser entlang Richtung San Giorgio Maggiore-Kirche. Vom Kirchturm aus, fotografieren wir in der blauen Stunde Venedig von oben. Und 3m über uns läuten die Glocken – ohrenbetäubend. Nach dem Essen sind wir gegen 20:30 im Hotel, wo ich nun noch einige Fotos bearbeite. Und schon ist der Tag vorbei. Schritte gesamt: 12.390.

Foto 2: Blick auf Venedig

Venedig 2019 – 3. Tag (Dienstag – 19. November)

Das Wetter: Vormittag bedeckt und leichter Nieselregen, Nachmittags trocken, 14°C.
Ausschlafen, denn es regnet. Für 13:00 ist die erste Bildbesprechung angesetzt, also noch 2,5 Stunden Zeit, um die Rialtobrücke in s/w abzulichten. Ab und zu bleiben einige Chinesen vor der Kamera stehen, aber irgendwann habe ich die Langzeitbelichtung im Kasten, zurück zum Hotel, zwischendurch noch frischbelegte Baguettes und ein Glas Rotwein. Dann schauen wir uns gemeinsam unsere ersten Resultate an, dazu hat jeder 10 Fotos ausgesucht und wir sind doch ganz zufrieden mit uns. Am Nachmittag gehen wir dann am Kanal Richtung Basilika Santa Maria und fotografieren dort bis es dunkel ist, der Regen treibt uns ins Hotel zurück. Zum Abendessen genieße ich heute venezianische Kalbsleber mit Zwiebel, dazu ein Glas Rotwein – köstlich.
Schritte gesamt: 10.275.

Foto 3: Venedig im Regen

Venedig 2019 – 4. Tag (Mittwoch – 20. November)

Das Wetter: Wolken mit etwas Sonne, 15°C.
10:00 geht’s es mit der Fähre durch die Stadt, dann weiter zu Fuß, die ersten Motive einfangen. Mit der nächste Fähre fahren wir zum Friedhof San Michele, eine kleine Insel vor der Stadt. Hier fangen wir einige Motive ein. Danach geht es weiter zur bunten Insel Burano, hier gibt es eine Fülle von Motiven, die Häuser sind knallbunt, viele Details wie Türen, Fenster, Boote, Menschen lassen sich gut fotografieren. Im Dunkeln geht es dann zum Hotel zurück, den Abend lassen wir bei einer Pizza und Rotwein ausklingen.
Schritte gesamt: 9.570.

Foto 4: In den Gassen von Burano

Venedig 2019 – 5. Tag (Donnerstag – 21. November)

Das Wetter: morgens diesig, danach bewölkt aber trocken, 13°C.
Heute geht es wieder mal früh raus. 06:00 treffen an der Rezeption. Dann spazieren wir ca. 10 Minuten zur Accademia Brücke und fotografieren die Morgenstimmung Richtung Basilika Santa Maria. Danach treffen wir uns zu einem gemütlichen Frühstück in Hotel. Da es erst 13:30 weitergeht, bummele ich noch durch viele kleine verschlungene Gassen und mache Streetfotografie. Am Nachmittag geht es dann ins ehemalige Ghetto von Venedig, viele Details und Menschen fotografieren. Zur Kaffeezeit gibt es verschiedene leckere kleine Törtchen, dazu Prosecco … die Fotos werden immer besser. Der Abend klingt wie immer lecker bei Pasta und Wein aus.
Schritte gesamt: 14.550.

Foto 5: Blick von der Accademia Brücke

Venedig 2019 – 6. Tag (Freitag – 22. November)

Das Wetter: morgens sonnig, danach bewölkt aber trocken, 14°C.
Gegen 08:00 geht es mit der Fähre zum Fischmarkt. Hier genießen wir noch die Ruhe und Leere, es sind erst wenige Menschen unterwegs. Aber ein paar Fotos sind auch im Kasten. Danach gibt es Frühstück im Hotel. Da heute noch einmal Bildbesprechung ist haben wir den Vormittag Zeit. Einige bearbeiten ihre Fotos noch, ich bin schon fertig und fahre zum Markusplatz um Streetfotografie und Langzeitbelichtung zu machen. Nach einem kleinen leckeren Mittagssnack schauen wir uns noch unsere Bilder an, danach geht es zur Rialtobrücke. Zwischendurch gönnen wir uns noch ein Glas Prosecco – das muss nun auch mal sein. An der Rialtobrücke wimmelt es wieder von Touris, hauptsächlich Chinesen, aber das kennen wir ja inzwischen. Trotzdem gelingen uns einige gute Fotos zur blauen Stunde. Danach geht’s zum Hotel zurück, zwischendurch werden noch etliche Aufnahmen geschossen. Zum Abendessen genieße ich gegrillten Fisch mit einem kühlen Weißwein, ein guter Abschluss.
Schritte gesamt: 10.140.

Foto 6: Rialtobrücke

Venedig 2019 – 7. Tag Abreise (Samstag – 23. November)

Das Wetter: morgens wolkig mit etwas Sonne, 12°C.
Heute ist Abreise, aber um 06:00 geht es zu dritt nochmal zum Markusplatz, die Lichtstimmung am Morgen einfangen. Und hier stehen schon viele andere Fotografen, so dass wir uns erst einmal eine günstige Position suchen müssen. Danach geht es noch zum Ufer, Gondeln und die San Giorgio Maggiore-Kirche im Sonnenaufgang, das letzte Mal, abzulichten – fantastisch. Nun ein letztes Mal Frühstück im Hotel und um 10:00 geht es mit dem Vaporetto zum Flieger. Und bis nach Leipzig geht es diesmal pünktlich. Sogar der Koffer ist in Leipzig angekommen. Und um 19:30 bin ich wieder in Aschersleben.
Schritte gesamt: 6645.

Foto 7: Markusplatz

Fazit: Venedig einen Tag im Hochwasser, ansonsten super Wetter von allem etwas – einige Regentropfen, Wolken, Sonnenschein, milde Temperaturen. Hotel, Pasta, Wein bestens. Die Woche verging wieder einmal wie im Flug und war wie immer äußerst intensiv. Fotografieren von früh bis spät. Und der Charme von Venedig, morbide, alt, verfallen mit viel Historie. Zum Fotografieren und für einen neuen Besuch bestens geeignet.

Irland Süden 20.09. – 29.09.2019

Irland 2019 – Anreise Berlin (Freitag – 20. September)

Endlich wieder unterwegs. Ich reise schon zwei Tage früher an, um mir noch in aller Ruhe Dublin anzuschauen. Und um 05:25 geht es dann mit dem Auto Richtung Berlin Tegel. An diesem Freitagmorgen komme ich ohne größeren Stau bis zu meinem gebuchten Parkplatz, um 07:45, durch. Von den angekündigten Streiks der „Future of Fridays“ ist zum Glück um diese Zeit noch nichts zu sehen, die liegen wohl alle noch im Bett – welch ein Glück. Der Flughafen Tegel ist rappelvoll, alle wollen wahrscheinlich wegen der CO2 Steuer schnell nochmal fliegen. Mit einstündiger Verspätung lande ich bei Sonnenschein und 20°C in Dublin, suche meinen Zubringerbus zum Hotel und komme dort gegen 15:00 Uhr an. Schnell die Fototasche gepackt und schon sitze ich in der Tram Richtung City. In den ersten Pub und erst mal ein leckeres Guinness sowie einen Burger – ja so kann der Urlaub beginnen. Und dann ist auch schon Sonnenuntergang und ich lichte am Fluss Liffey noch verschiedene Motive, bei klarem Himmel ab, bis es dunkel ist. Im Hotel gibt es dann noch ein kühles Smithwicks Bier.
Schritte gesamt: 12.000

Foto 1: Ha’penny Bridge über die Liffey

Irland 2019 – 2. Tag: Dublin (Samstag – 21. September)

Das Wetter: 18°C, blauer Himmel und Sonnenschein, ab Nachmittag Wolken und Nieselregen.
Zum Frühstück gibt es das klassische Breakfast (Bohnen Speck, Eier, Würstchen, Toast), na dann werden wir uns das mal die nächsten Tage munden lassen. Der Kaffee ist nicht so der Kracher. Gegen 10:30gehts mit der Tram in die City, vorher werden am Hotel schon die ersten Fotos gemacht – Architektur. In der Stadt erkunde ich das Gebiet rund um die Temple Bar. Es sind schon viele Menschen unterwegs viele schlürfen schon ein Bierchen. Dafür habe ich noch keine Zeit, die vielen Impressionen müssen ja irgendwie festgehalten werden, was sich aber aufgrund der vielen Menschen schwierig gestaltet. Während eines Fotos erwischt mich eine volle Ladung Taubenkacke, so dass die rechte Hälfte meiner Jacke total versaut ist. Also in die nächste Toilette und mit Wasser und Papiertuch ordentlich reinigen. Abendessen gibt es im Restaurant „Bull &Castle“. Da alles ausgebucht ist, sitze ich an der Bar neben einem älteren Amerikaner (der mich die ganze Zeit angenehm vollsabbelt). Ich bestelle Fish oft he Day und bekomme einen schmackhaften Lachs mit Gemüse und leckerem Dip – fantastisch. Dann muss ich auch schon los, da die blaue Stunde wartet. Und so lichte ich die Ha’Penny Bridge, bei leichtem Nieselregen ab. Dann geht’s durch die Gassen zurück zur Tram. Im Hotel lande ich an der Bar und genieße meinen ersten Jameson Whiskey. Schritte gesamt: 13.870

Foto 2: In den Gassen der Temple Bar

Irland 2019 – 3. Tag: Dublin (Sonntag – 22. September)

Das Wetter: 16°C, grauer Himmel und Nieselregen.
Aufgrund der Wetterlage ist heute Langzeitbelichtung angesagt: Samuel Beckett Bridge und Costum House. Ab und zu muss ich auf Grund des Regens unterbrechen, habe dann aber die Bilder im Kasten. Danach ist noch Streetfotografie im Gebiet der Temple Bar angesagt. Café und ein Glas Wein gibt es im Shopping Center von Dublin. Sonntags haben die meisten Geschäfte geöffnet. Um 18:30 ist das Treffen der Fotogruppe in der Lobby. Bernd, den Fotografen kenne ich ja bereits, die anderen lerne ich jetzt kennen – zum Glück alles angenehme Teilnehmer. Es gibt noch eine Vorstellung der Reise und dann endet der Tag mit einem Glas Smithwicks.
Schritte gesamt: 10.750

Foto 3: Custom House

Irland 2019 – 4. Tag: Dublin – Killarney (Montag – 23. September)

Das Wetter: 16°C, grauer Himmel, windig und Regen.
Wir starten mit unserem VW Bus um 09:30 am Hotel und fahren nach Killarney (320 km) in den Südwesten von Irland. Auf halber Strecken lichten wir die Ruine „Rock of Cashel“ ab, müssen aber wegen des Regens bald aufgeben. Nach einer kleinen Stärkung geht es weiter zum Hotel. Hier treffen wir eggen 16:30 ein, beziehen unsere Zimmer (guter Standard) und treffen uns um 19:00 zum Abendessen. Jeden Abend gibt es ein Auswahlmenü mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Zu viert fahren wir nach dem Essen noch ins Zentrum, besuchen dort zwei Pubs mit Livemusik und genießen das irische Bier.
Schritte gesamt: 4225

Foto 4: Kreuz am Rock of Cashel

Irland 2019 – 5. Tag: Killarney (Dienstag – 24. September)

Das Wetter: 17°C, grauer Himmel, windig und Regen.
Start 09:00 zum Torc Wasserfall. Da dieser im Wald liegt, setzt uns der Regen nicht so zu und wir können verschiedene Aufnahmen schießen. Danach geht es zum Aussichtspunkt „Ladies View“, wo man einen herrlichen Ausblick über die irische Landschaft hat, heut leider etwas verregnet und diesig. Trotzdem gelangen uns einige imposante Aufnahmen. Der Regen treibt uns irgendwann ins Auto und wir fahren in eine Pub um uns zu stärken. Leider nimmt der Regen zu, so dass wir gegen 16:00 im Hotel sind und einige Fotos bearbeiten können. Nach dem Essen geht es noch ins Zentrum der Stadt, wo wir einige Nachtaufnahmen machen und dann wieder in einem Pub landen. Schritte gesamt: 4225

Foto 5: Torc Wasserfall

Irland 2019 – 6. Tag: Killarney (Mittwoch – 25. September)

Das Wetter: 17°C, grauer Himmel, windig und Nachmittags Regen.
Start um 09:00, nach ca. 10 Minuten sind wir schon am Ziel und wandern durch einen Park zur Kirchenruine „Muckross Abbey“. Nebenbei bleiben wir immer wieder stehen und fotografieren. Die Ruine selbst bietet auch einige interessante Motive. Danach geht es durch den Nationalpark am Lough Leane (See) entlang bis zur „Old Weir Bridge“ und Motive gibt es hier in Hülle und Fülle. Irgendwann bremst uns der regen aus und wir fahren zur Bildbesprechung ins Hotel. Nicht schlecht was wir bis jetzt fotografiert haben. Abends lässt der regen nach und wir fahren zur Blauen Stunde zum „Rock Castle“ einer alten Burgruine. Danach klingt der Abend im Hotelpub aus. Schritte gesamt: 11400

Foto 6: Blick von der Old Weir Bridge

Irland 2019 – 7. Tag: Ring of Kerry (Donnerstag – 26. September)

Das Wetter: 17°C, grauer Himmel, stürmische Böen, Regenschauer, etwas Sonne.
05:45 Feueralarm im Hotel, die Sirene ist ohrenbetäubend. Kurzer Blick auf den Flur, war Fehlalarm, nach 30 Minuten beruhigt sich alles. Also wieder ins Bett bis 08:00. Heute geht es auf den „Ring of Kerry“ einer imposanten Straße auf einer der vielen Halbinseln. Am „Rossbeigh Strand“ werden die ersten Aufnahmen vom Atlantik geschossen und schon ist die Hose vom Regen klatschnass, also weiter mit dem VW Bus bis nach Glenbeigh eine Brücke fotografieren. Danach geht es weiter der Küste entlang Bray Head auf Valentia Island und zu den Kerry Cliffs. Wahnsinn diese irische Landschaft, dabei die wechselnden Lichtspiele und die starken Regenschauer, die wir immer im Auto abwarten. So vergehen schnell die Stunden. Auf der Rückfahrt schnell noch ein paar Aufnahmen an der St. Finians Bucht und dann gibt es Abendessen in Sneem einem kleinen malerischen irischen Ort. Im Hotelpub werten wir den Tag mit einem Guinness und einem Glas Powers Whisky aus.
Schritte gesamt: 6782

Foto 7: Valentia Island

Irland 2019 – 8. Tag: Slea Head Drive/ Dingle (Freitag – 27. September)

Das Wetter: 17°C, blauer Himmel, windig, Sonnenschein.
Endlich mal kein Regen heute. Der erste Stopp führt uns heute zu einer verfallenen Kirche („Killagha Abbey“). Danach geht’s weiter nach Dingle, wo wir aufgrund der vielen Touristen gleich durchfahren. Weiter geht es über die „Slea Head Drive“, die schönste Panoramastraße Irlands. Der Blick auf die Küste, den Atlantik, die Wellen sind atemberaubend. Und so halten wir auch immer wieder an, um die schönsten Motive in Szene zu setzen. Der motivreichste Ort ist der „Clogher Head“ mit dem Clougher Beach, Sybil Point, Three Sisters, … Auf der Rückfahrt halten wir noch am 5 km Sandstrand von „Inch Beach“. Hier spiegelt sich fantastisch die Sonne am wassergefluteten Strand und ich muss einige Male vor den Wellen Reißaus nehmen. Nach dem letzten abendessen im Hotel fahren wir noch zu dritt in die Stadt und genießen noch einmal die irischen Pubs mit ihrer Livemusik und natürlich auch dem irischen Bier.
Schritte gesamt: 6810

Foto 8: Blick auf den Atlantik

Irland 2019 – 9. Tag: Killarney – Dublin (Samstag – 28. September)

Das Wetter: 17°C, grauer Himmel, windig und Nachmittags Regen.
Und schon sind die schönen und erlebnisreichen tage vorbei. Um 10:00 geht es zurück nach Dublin. Hier treffen wir gegen 14:30 ein, beziehen unsere Zimmer und machen uns um 17:00 auf in die Stadt. Im Szeneviertel der Temple Bar machen wir Stopp in einigen gutgefüllten Pubs, genießen noch einmal das Bier und die tolle Atmosphäre. Abendessen gönne ich mir ein Filetsteak und dann stehen wir noch bei strömendem Regen an der Tramhaltestelle – und weit und breit nix zum Unterstellen. Im Hotel geht’s zum letzten Mal an die Bar und dann heißt es Abschied nehmen von der tollen Truppe.
Schritte gesamt: 5170.

Foto 9: In den Gassen von Dublin

Irland 2019 – 10. Tag: Abreise (Sonntag – 29. September)

Das Wetter: 15°C, grauer Himmel und Regen.
Der Wecker klingelt, es ist 03:00. Mit dem Bus geht es 03:30 zum Flughafen. Da die reise am Hotel beginnt ist noch freie Platzauswahl. Nach 30 Minuten ist der Bus komplett voll. Nach einer Stunde erreichen wir den Flughafen, ich hole meine Bordkarte, gebe den Koffer ab und begebe mich durch die Kontrolle. Und werde erwischt!. Habe ich doch vergessen mein Taschenmesser aus dem Rucksack zu nehmen und in den Koffer zu packen. Pech gehabt, nun ist es weg. Schnell noch einen Kaffee, dann zum Flieger der pünktlich 06:45 startet und noch 15 Minuten früher in Tegel landet. Mit dem Auto geht es dann bei strömendem Regen (wie immer) über die Autobahn nach Aschersleben.
Schritte gesamt: 2093.

Fazit

Dublin und Irland Süden, typisches Wetter von allem etwas – Regen, Wolken, Wind, Sonnenschein. Hotel, Essen, Pubs, Bier und Whisky bestens. Die Woche verging wie im Flug und war äußerst intensiv. Die Gruppe hat sich gut verstanden und ergänzt, wenn nicht fotografiert wurde, wurde gelacht, gealbert und ab und zu mal ein Bierchen getrunken. Die Landschaft atemberaubend und abwechslungsreich (Wälder, Wasserfälle, alte Burgen und Kirchen, Seen, schroffe Atlantikküste, grüne Wiesen, … und und und … und ein paar tolle Fotos sind auch wieder auf der Festplatte.

Lissabon 28.09. – 05.10.2018

Lissabon 2018 – Anreise Frankfurt/ Main (Donnerstag – 27. September)

So, auf zur nächsten Foto- und Erkundungsreise. Es ist 14:30 in Hettstedt und es geht gleich von Arbeit auf die A38/ A7 und A5 Richtung Frankfurt/ Main. Je näher ich Frankfurt komme so dichter und zähflüssiger wird der Verkehr. Gegen 17:30 bin ich am Comforthotel in Kelstersbach angekommen. Das Auto im Parkhaus abgestellt, dann eingecheckt, den Abend im Brauhaus gegessen & getrunken und der Tag war schon dahin.
Das Wetter (in Deutschland): nachmittags 24°C, blauer Himmel und Sonne pur.

Lissabon 2018 – 1. Tag: Anreise Lissabon (Freitag – 28. September)

Es ist 05:45 und der Wecker klingelt. Also raus, den Koffer geschnappt und mit dem Zubringerbus 06:30 Richtung Flughafen. Hier eingecheckt, die Reisegruppe getroffen und erst mal ein kleines Frühstück genossen. Die Reise wird organisiert und durchgeführt von Charles & Roger, zwei professionelle Fototrainer aus Frankfurt. Eine Einweisung und Vorstellung der Reise erfolgte bereits einige Wochen vorher, so dass sich schon mal alle beschnuppern konnten.
Das Wetter (in Deutschland): früh 16°C, blauer Himmel und Sonne pur.
In den ausgebuchten Lufthansaflieger rein und schon die erste Verspätung, weil die Koffer wieder ausgeladen werden mussten (einige Passagiere waren nicht eingetroffen). Schließlich ging es 09:45, also 30 Minuten später Richtung Lissabon. Wir landeten knapp 3 Stunden später, holten unsere Koffer und warteten auf unseren Reisebus, der irgendwo stand, aber nicht dort wo er stehen sollte. Nach einiger Zeit, fand uns schließlich der Busfahrer doch noch und brachte uns ins nahegelegene Novotel.
Das Wetter (in Lissabon): Nachmittags 31°C, blauer Himmel, Sonnenschein.
Leider konnten wir nicht einchecken, da totaler Stromausfall war und so überbrückten wir die neuerliche Pause mit einem frisch gezapften Bier an der Bar, woraus unser Lieblingsort für die nächsten Abende wurde. Letztendlich konnten wir irgendwann dann einchecken, gingen aufs Zimmer, bereiteten die Ausrüstung vor und trafen uns gegen 16:00 in der Rezeption. Nun suchten wir die Metro, kämpften mit dem Fahrkartenschalter um ein 24h Ticket und fuhren dann Richtung Belém.
Bevor wir aber mit dem fotografieren anfingen, gab es erstmal ein Bier sowie ein leckeres mit Pudding gefülltes Törtchen (Pasteis de Nata) in einem nahegelegenen Café, mmh war das köstlich.
Gegen 21:00 gab es dann endlich Abendessen, ich genoss gegrillten Lachs mit Spinat – lecker. Mit dem Taxi zum Hotel zurück, sehr günstig, wieder an der Bar noch ein kühles Bierchen getrunken und gegen Mitternacht fiel ich erschöpft ins Bett.
Schritte gesamt: 10.000.

Foto 1: Torre de Belém

Lissabon 2018 – 2. Tag: Lissabon (Samstag – 29. September)

Das Wetter: 28°C, blauer Himmel und Sonne pur.
Gestern spät ins Bett und heute schon wieder früh raus, 6.00 Uhr Start vom Hotel zur Vasco da Gama Brücke, den Sonnenaufgang (07:30) fotografieren. Wir ließen uns sicherheitshalber zur Brücke, mit dem Taxi fahren (da es ja so günstig ist, die Hälfte wie in Deutschland – wenn überhaupt). Hier angekommen fotografieren wir die Brücke aus verschiedenen Positionen, mit verschiedenem Licht. Gegen ca.08.30 Uhr Rückweg zum Hotel mit ausgiebigem Frühstück. Danach Bildbesprechung, Fotoplanung und Ideen für den Nachmittag/ Abend.
12.30 Uhr Start nach Lissabon Stadtteil Bairro Alto. Wir bummeln durch die Altstadt, machen Streetfotografie und fotografieren die alte Trambahn Bica.
Hier oben haben wir auch einen herrlichen Blick über die Stadt, mit einem leckeren Schinkensandwich und einem kühlen Bier regenerieren wir uns erst einmal. Danach bummeln wir weiter durch die Stadt und gelangen schließlich zur Santa Catarina Aussicht, wo hier die gleichnamige Kathedrale in der blauen Stunde abgelichtet wird. Zwischendurch versuchen wir immer noch die alte Trambahn zu fotografieren, was aber aufgrund der vielen Autos und Menschen gar nicht so einfach ist. Zum Abendessen schnell einen kleinen Snack. Am späten Abend geht es durch schmale Gassen zurück, wo wir alle paar Meter einen Stopp einlegen. Überall wimmelt es von Menschen, wird Musik gespielt, gefeiert und gelacht – und wir mittendrin. An einer Ecke steht auf einmal eine Frau und verkauft portugiesischen Likörschnaps – pro Glas für einen Euro. Da muss ich nicht lange überlegen und schmeiße die erste Runde – weich und fruchtig lecker. Und weil man auf einem Bein nicht stehen kann, konsumieren wir auch gleich noch ein zweites Glas hinterher. Danach geht’s gemütlichen Schrittes zur Metro, die um diese Zeit rappel voll ist und dann sind wir auch schon kurz nach Mitternacht zurück im Hotel – heute noch ohne Barbesuch.
Schritte gesamt: 17228.

Foto 2: Die alte Trambahn

Lissabon 2018 – 3. Tag: Lissabon/ Sintra (Sonntag – 30. September)

Das Wetter: 28°C, blauer Himmel und Sonne pur.
09:00 Uhr Start mit dem Bus Richtung Sintra, zum Schloss Quinta da Regaleira. Kurz vor unserem Ziel halten wir bei einem Lidl an und versorgen uns erst einmal mit Wasser und Snacks. Dann geht es auch schon in den Park, der schon voller Menschen ist. Als erstes wollen wir das Labyrinth fotografieren – aber erst einmal finden. So irren wir doch die ersten 30 Minuten etwas ziellos durch den Park, gelangen dann aber doch zu unserem Ziel. Das enge Labyrinth ist voller Menschen, so dass es schwierig wird, hier gute Fotos zu schießen. Wir fotografieren von oben nach unten und von unten nach oben. Nach diesem anspruchsvollen Spot, haben wir nun noch bis 14:00 Zeit in der Parkanlage. Die ich nutze um verschiedene Skulpturen und den Palazzo abzulichten. Weiter mit dem Bus Richtung Praia da Ursa mit Zwischenstopp zum Mittagessen. Ich gönne mir frische „Sardinien“ mit einem Glas Weißwein. Die anderen lassen es sich auch schmecken. Am Praia da Ursa angekommen beginnt ein 30 minütiger schwieriger Abstieg zum Strand, über Geröll, Klippen, Steine, Felsen – man muss höllisch aufpassen, dass man nicht wegrutscht. Aber irgendwann stehen wir am Strand und lassen erst einmal die tolle Landschaft auf uns wirken. Und dann geht es auch schon los mit den ersten Langzeitbelichtungen. Ich bin mit Roger am Wasser, die Kamera auf ein Stativ, Graufilter aufgeschraubt und die ersten Aufnahmen geschossen, bis uns eine Welle voll erwischt – bis zum Knie total nass und die Schuhe voll Wasser. Das Wasser kam so plötzlich und unvorhergesehen, dass ich gerade noch die Kamera hochreißen und flüchten kann. Zum Glück hat die Kamera nichts abgekommen, nur das Stativ. Also eine nächsthöhere Position suchen. Wir warten noch auf den Sonnenuntergang, der plötzlich nicht stattfindet, da es sich auf einmal bewölkt.
Also weiterfotografieren ohne Sonne, solange es geht, der Himmel sieht jetzt sehr dramatisch aus. Und Annette macht mit ihrem Handy ganz entspannt super Fotos. Wozu braucht man eigentlich die teure Ausrüstung? Bevor es dunkel wird, treten wir den Rückweg an und sind erschöpft nach ca. 30 Minuten wieder am Bus. Gegen 20.00 Uhr fahren wir dann zum Hotel. Hier schnell die Sachen aufs Zimmer, die noch nassen Schuhe aus und dann noch einen Hamburger essen mit einem Glas Rotwein, noch ein paar Bilder schauen und schon ist es wieder Mitternacht.
Schritte gesamt: 12015.

Foto 3: Strand von Praia da Urs

Lissabon 2018 – 4. Tag: Lissabon (Montag – 01. Oktober)

Das Wetter: 30°C, blauer Himmel und Sonne pur. Und wieder früh aus dem Bett, gegen 06.00 Uhr Abfahrt zum Sonnenaufgang am Torre de Belém. Zu viert wieder ein Taxi geschnappt und nach 20 Minuten sind wir am Ziel. Taxifahren ist echt billig in Lisboa. Für die Fahrt haben wir 10 Euro gezahlt. Nun stehen wir noch ca. 1 Stunde am Torre de Belém, um diese Zeit menschenleer und warten auf den Sonnenaufgang. Und dann geht’s los. Die Bilder sind schnell geschossen und wieder mit dem Taxi zurück ins Hotel zum Frühstück. Nun sollte eigentlich bis 15:30 Pause sein, aber kurze Programmänderung … und das Bett muss warten. Wir fahren heute schon zur Metrostation Olaias, wegen der einzigartig architektonischen Gestaltung. Zum Glück ist hier nicht so viel Publikumsverkehr. Und schon fangen wir an. Stative aufgebaut und die Innenarchitektur abgelichtet. Nach ca. 15 Minuten kommt die Security und verbietet uns das Fotografieren. Roger fängt erst mal an zu diskutieren und hält uns so den Rücken frei für weitere Fotos. Ich setze mich dann einfach mal ab und fotografiere etwas abseits. Als ich nach einiger Zeit zur Gruppe zurückkehrte, erblickte ich schon von weiten zwei Polizisten, die mit Charles & Roger diskutierten. Ich stellte mich dann mal (in einigem Abstand) dazu und beobachtete die Szene. Die Polizisten hatten wohl Verständnis für uns Fotoenthusiasten, forderten uns aber auf, das fotografieren zu unterlassen, was wir dann auch taten (die Fotos hatten wir eh schon im Kasten). Und so traten wir frohgelaunt den Rückweg zum Hotel an, gönnten uns eine Stunde Pause und dann ging es mit dem Taxi Richtung Maat Museum. Hier, am Wasser war nur Sonne und es was knacke heiß. Eine halbe Stunde fotografiert und man musste sich erst mal ein schattiges Plätzchen suchen. Also musste ein Café her. Martina beschloss ein Taxi anzuhalten obwohl das nächste Café nur Luftlinie 400 m entfernt war. Ohne Probleme chauffierte uns der Fahrer auch dorthin. Allerdings fuhren wir aufgrund der Einbahnstraße nun einmal um den Block und stiegen nach 3 Minuten wieder aus dem Taxi. Das Taxameter sprang dabei gar nicht weiter. Rein ins Café, ein Sandwich bestellt und ein kaltes Tonicwater – aah sehr erfrischend. Nun zum Sonnenuntergang zur Vasco da Gama Brücke und weiter fotografiert. Gegen 21:00 wanderten wir zum ehemaligen Expo Gelände. Nun war es auch Zeit für eine kleine Stärkung, in einer Sandwitsch Bar mit Selbstbedienung. Super leckere Sandwiches. Ich holte gleich mal 6 halbe Liter Bier und musste dafür ganze 9 Euro löhnen – was war das toll, da schmeckt das Bier gleich nochmal so gut. Da mir Karina ein paar Fototipps hinsichtlich des Expo Gelände gab, setzte ich diese nun in Bilder um. Alle anderen fotografierten inzwischen den Bahnhof, so dass ich in Ruhe das Expo Gelände für mich entdecken konnte. Gegen 00:30 trafen wir uns am Bahnhof, fuhren mit dem Taxi ins Hotel und trafen zwei Minuten vor 01:00 an der Hotelbar ein (2 Minuten vor Schluss) und nahmen noch den Tagesabsacker. Gegen 02:00 fiel ich endlich, etwas erschöpft, ins Bett.
Schritte gesamt: 1457

Foto 4: Vasco da Gama Brücke

Lissabon 2018 – 5. Tag: Lissabon/ Costa da Caparica (Dienstag – 02. Oktober)

Das Wetter: 32°C, blauer Himmel und Sonne pur. Heute mal ausschlafen (trotzdem bin ich 07:30 munter) und dann ab 11.00 Uhr Bustour zu den nächsten Foto Spots. Zuerst geht’s zur Christusfigur, von der wir Lisboa sowie die Brücke 25. April wunderschön vor uns liegen haben und dementsprechend ablichten können. Weiter geht’s zum Strand zur Costa da Caparica. Hier besetzen wir eine Strandbar und genießen bis 17:30 das Wetter, machen Porträt- und Peoplefotografie und relaxen ein bisschen. Durch Zufall gelingt mir eine Strandaufnahme im Gegenlicht, die ich eigentlich löschen wollte, vorher aber Charles zeige. Dieser war begeistert und meinte „Bild des Tages“. Naja, hab ich dann halt nicht gelöscht. Nun zum Sonnenuntergang nach Almada. Der Sonnenuntergang ist heute aufgrund einiger Wolken sehr dramatisch. Danach wandern wir am Wasser entlang und machen noch verschiedene Aufnahmen. Und hier kommt nun endlich auch mal meine Taschenlampe ins Spiel. Die eingesetzt wird, um ein altes Autowrack, das in einem verlassenen Gebäude steht, lichttechnisch in Szene zu setzen. Wir haben vier Fotoapparate aufgebaut und leuchten mit zwei Handys und meiner Taschenlampe das Auto bzw. das Graffiti dahinter an. Dabei entstehen eindrucksvolle Bilder. Nun geht’s noch zum Essen in ein Fischrestaurant (Tintenfisch mit Bohnen-Reis-Tomate – himmlisch, dazu ein Bier und zum Abschluss einen roten portugiesischen Schnaps – ach ist das toll). Gegen 23.30 Uhr Rückfahrt, mit der letzten Fähre Ligacao – Cacilhas nach Cais de Sodrè in Lissabon. Um Mitternacht sitzen wir im Hotel, wie immer beim Absacker und wieder wird das Programm umgestrickt. Donnerstag komplett neues Programm (was sich bestimmt auch noch wieder mal ändern wird – aber gut müssen wir halt durch). Und dann bestelle ich auch noch six big beer – der sogenannte Tageskracher!!! Nun ist die Fotowelt in Ordnung.
Gegen 02:00 ist dann endlich Nachtruhe.
Schritte gesamt: 9179.

Foto 5: Die Fischer von Almada

Lissabon 2018 – 6. Tag: Lissabon (Mittwoch – 03. Oktober)

Das Wetter: 28°C, blauer Himmel und Sonne pur.
Nach dem gemeinsamen Frühstück geht es mit dem Taxi zum Bahnhof, denn heute fahren wir mit dem Zug. Allerdings müssen wir für die Fahrkarten, auf Grund der vielen Menschen, etwas länger anstehen. Aber irgendwann stehen wir doch im Zug und fahren Richtung Cascais, einem Fischerdorf mit Chic. Hier bummeln wir durch die schmalen Gassen, den Fischerhafen und genießen die Atmosphäre, die wir natürlich auch mit unseren Fotos geschickt in Szene setzen. Irgendwann habe ich Hunger auf Kuchen und so finden wir ein Café mit einem riesigen Kuchenangebot. Ich gönne mir drei Stück davon, jeder im Geschmack unübertroffen – himmlisch jetzt fühlt man sich mal wie im Urlaub. Aber irgendwann müssen wir auch weiter. An der alten Stadtfestung vorbei geht es weiter Richtung Farol Santa Marta, einem alten Leuchtturm. Hier bauen wir unsere Stative auf und warten auf den Sonnenuntergang sowie die blaue Stunde, die wir malerisch festhalten. Störend wirken hier allerdings die grellen Lichter, die den Leuchtturm anstrahlen, dasselbe gilt auch für das altehrwürdige Schloss gegenüber (Flakscheinwerfer sind auch nicht heller). Das Abendessen ist heute nicht ganz so super, dafür die Stimmung aber umso ausgelassener. Am Bahnhof stürmen wir zu sechst noch einen Fotoautomaten für Passfotos, quetschen uns dort rein und lassen uns noch ablichten, was für ein Wahnsinn. Mit dem letzten Zug geht es 23.30 Uhr zurück nach Lissabon und wie immer endet der Abend an der Bar, gegen 01:30 Uhr.
Schritte gesamt: 9668.

Foto 6: Am Leuchtturm

Lissabon 2018 – 7. Tag: Lissabon (Donnerstag – 04. Oktober)

Das Wetter: 30°C, blauer Himmel und Sonne pur. Der Wecker klingelt und es ist erst 07:00. Ohne großes Frühstück geht es los in die Altstadt, die wir bei Sonnenaufgang ablichten wollen. Danach ist Erholungspause mit Peoplefotografie auf dem Platz Portas de Sol. Zwischendurch ein Glas Wein (Prosecco gab es leider nicht) und alles wird gleich noch viel bunter. Gegen 13:00 Uhr gehen wir weiter durch die Alststadt. Und auf einmal sind alle weg – auch gut, so kann ich mal zwang- und ziellos durch die Gassen bummeln. Gegen 14:00 beschließe ich mit dem fotografieren aufzuhören und nur noch zu relaxen. Am Praca do Comércio treffe ich schließlich Martina und Isabell und wir machen es uns erst mal in der Fußgängerzone bei einem Glas Madeira bequem. Irgendwann treffen auch die anderen ein und es geht Richtung Sonnenuntergang. Da ich ja schon wie gesagt um 14:00 mit dem fotografieren aufgehört habe, fahre ich mit dem Taxi ins Hotel zurück und genieße erst mal mein Bett. Gegen 21:00 Uhr geht’s ins Restaurant, (die anderen fotografieren noch) und ich gönne mir einen weiteren Madeira – einfach köstlich. Dann wird ein Tisch für unser letztes gemeinsames Abendessen organisiert und kurz nach 22:00 treffen nun endlich auch die Anderen ein. Heute esse ich das Tagesgericht, Fischfilet mit Kartoffelbrei und Zucchinischeiben – ein Gedicht, nicht nur die Zubereitung sondern auch wie das Essen angerichtet ist.
… und danach ist noch gemütliches Beisammensein. Einige bereiten sich schon wieder auf den Sonnenaufgang vor, für mich ist ja schon wie erwähnt seit 14:00 Feierabend. Und so genießt der harte Kern bis 02:30 noch eine Gin Verkostung, die Roger spontan organisiert – einfach genial und gelacht wird auch noch viel.
Schritte gesamt: 9723.

Foto 7: Altstadt

Lissabon 2018 – 8. Tag: Lissabon (Freitag – 05. Oktober)

Das Wetter: 28°C, blauer Himmel und Sonne pur.
Heute ist Abreise, wie schnell doch die Zeit vergeht. Ein letztes gemeinsames Frühstück, dann wird der Koffer gepackt und wir warten noch zwei Stunden in der Lobby auf den Bus. Die Zeit überbrücken wir, indem wir uns noch einige Fotos anschauen. Und dann starten wir auch schon Richtung Flughafen, vorher verabschieden wir uns noch von Charles und Karina, die noch eine Woche die Sonne in Portugal genießen. Am Flughafen schnell eingecheckt, dann noch ein kleiner Check und schon sitzen wir im Flieger Richtung Frankfurt. Hier gibt es noch eine kurze Durchsage, dass sich 16 Fotografen an Bord befinden, an denen kein Alkohol ausgeschenkt werden darf. Martina gab bei Einstieg den Hinweis an die Bordcrew, die den Spaß dann auch mitmachte. Alle im Flieger lachten erst mal los. Gegen 21:15 landen wir in Frankfurt, verabschiedeten uns voneinander und dann fuhr ich mit dem Taxi für 26 Euro (ca. 8 km) zum Parkhaus – deutsche Preise halt. Über die Autobahnen ging es dann zügig nach Aschersleben, wo ich 00:45 eintraf.
Schritte gesamt: 4660.
Lissabon und Umgebung, super Wetter manchmal schon etwas zu warm.
Hotel, Essen, Bar (mit six big Beer) und vor allem die preiswerten Taxis bestens.
Die Woche verging wie im Flug und war äußerst intensiv. Das Team und die Teamleitung passten super zueinander (schönes arbeiten). Wenn nicht fotografiert wurde, wurde gelacht, gealbert und getrunken (… und das nicht zu wenig).
… und ein paar tolle Fotos sind auch noch entstanden.


Äolische Inseln – Italien 26.05. – 02.06.2018

Äolische Inseln 2018 – Anreise Berlin/ Catania (Freitag – 25. Mai)

So, jetzt geht’s los. Es ist 09:50 in Aschersleben und der Flieger geht um 16:00 ab Schönefeld.
Das Wetter (in Deutschland): vormittags 25°C, blauer Himmel und Sonne pur.
Die ersten Baustellen lief alles problemlos, mal wieder über Egeln Nord (wie ganz früher) gefahren, dann vor Magdeburg eine Baustelle, auf der A2 von der Elbbrücke bis Lostau, die nächste. Hinter Raststätte Ziesar warens dann 7 km Baustelle und nicht zu vergessen die A10 Michendorf. Und dann ging der Schlamassel los vor Ludwigsfelde West bis hinter Ludwigsfelde Ost ging es nur sehr zäh vorwärts. Ich war dann gegen 12:50 am P3 (Flughafen Berlin-Brandenburg). Rein ins Parkhaus, die unteren zwei Etagen voll, ich bog dann zur Auffahrt zur Ebene 3, dann da, auf halber Höhe ein Auto und kam nicht weiter. Ich wurde dann nett gefragt, ob ich das Auto abschleppen könnte. Konnte ich nicht, hatte kein Abschleppseil. Wäre mir außerdem auch zu gefährlich gewesen. Gab dann den Tipp, den Parkhauswächter zu kontaktieren. Wie komme ich aber nun auf Ebene 3 um mein Auto zu parken? Kurz überlegt und dann die Abfahrt schnell hochgefahren, das Auto abgestellt und mit dem Shuttle nach Schönefeld rüber. Dann die üblichen Formalitäten und gegen 16:30 ging es Richtung Catania (mit Ryanair). Meinen Fotorucksack musste ich aber als Handgepäck noch dazu buchen. Gegen 19:00 Uhr landeten wir, Koffer geschnappt und mit dem Taxi ins Hotel.
Das Wetter (in Catania): Abends 25°C, blauer Himmel, Sonne und ein paar Wolken. Dann noch schnell in die nächste Trattoria und Spaghetti mit Muscheln und Shrimps gegessen, dazu ein kühles Glas Weißwein – einfach lecker.
Schritt gesamt: 3706

Äolische Inseln 2018 – 1. Tag: Catania (Samstag – 26. Mai)

Das Wetter: 28°C, blauer Himmel und Sonne pur.
Nach dem Frühstück ging es ca. 09:30 durch das historische Zentrum von Catania. Hier wurden bis zum Mittag einige Motive weggeschossen. Den schönsten Blick über die Stadt hat man von der Kuppel des „Museo Diocesano“. Eintritt kostet 3 Euro – erschwinglich. Wenn man dann noch die großen Straßen verlässt und immer tiefer in die Gassen abtaucht, kann man auch „Lost Places“ fotografieren. Danach ging es in eine Trattoria auf einem kleinen Platz wo es leckeren Mozzarella mit Tomaten, Schinken und Rucola gab. Dazu einen viertel Liter Rotwein und alles wurde noch wärmer. Anschließend noch über den Fischmarkt, sehr interessant und vielfältig, kann man nicht beschreiben muss man gesehen haben. Danach bummelte ich noch durch einen Park der Villa Bellini und dann wurde im Hotel sich für den Abend fertiggemacht. Hier traf ich dann auch die anderen Fotoenthusiasten der Fotoreise. Nach dem gemeinsamen kennenlernen gingen wir noch in die Trattoria „IL Maggese“ wo ich zwei gegrillte lokale Fische aß (selber ausgesucht), dazu ein Glas Weißwein und ein Stück Waldbeeren Biskuitrolle. Das war dann auch schon der erste Tag.
Schritte insgesamt: 13864

Foto 1: Blick von der Kuppel des „Museo Diocesano“

Äolische Inseln 2018 – 2. Tag: Lipari (Sonntag – 27. Mai)

Das Wetter: 26°C, leicht bewölkt mit Sonnenschein.
Nach einem gemeinsamen Frühstück im Hotel CataniaTown starteten wir mit einem Zubringer Richtung Milazzo. Im Hafen angekommen warteten wir auf unser Tragflächenboot und starteten gegen 12:15 Richtung Lipari. Nach gut einer Stunde dort angekommen ging es per Fuß, in ca. 20 Minuten zum Hotel. Das Gepäck brachte ein Hotelshuttle vorher dorthin. Zwischendurch versorgten wir uns noch mit Wasser und einem kleinen Imbiß. Nach einer kurzen Pause, trafen wir uns gegen 16:00 in der Lobby, wo uns unser Fotograf mit einem kleinen Vortrag und genügend Fotos über die Äolischen Inseln vertraut machte. Gegen Abend, mit der leichten Kameraausrüstung ausgestattet, ging es in den alten Hafen von Lipari, wo wir in der Goldenen Stunde, die ersten Aufnahmen schossen. Ein gemütliches Abendessen rundete den warmen Tag ab. Pizza „Parma“ dazu ein Glas Rotwein und zum Dessert einen Grappa – ein Genuss.
Schritte insgesamt: 7789

Foto 2: Im Hafen von Lipari

Äolische Inseln 2018 – 3. Tag: Lipari (Montag – 28. Mai)

Das Wetter: 26°C, leichter Dunst, blauer Himmel mit Sonnenschein.
Nach dem Frühstück, ging es 09:00 mit einem kleinen Reisebus entlang der Insel. Nach einigen ersten Missverständnissen zwischen Fahrer und Fotografen erreichten wir nach ca. 45 Minuten unseren ersten Fotopoint. Dieser brachte uns einen herrlichen Panoramablick auf das Hafenstädtchen Lipari. Motive gab es genug und wir gingen ans Werk. Danach ging es weiter zu einem alten verlassenen Bimssteinwerk. Hier fotografierten wir Lost Places. Die Werkhallen und Büros, die ich betrat (der ganze Komplex war übrigens gesperrt), sah so aus, als ab alle Beschäftigten alles stehen und liegen gelassen haben, um kurz mal Pause zu machen. Die Lagerhallen waren noch voller Säcke mit Bimsstein. Die Ordner standen noch so in den Regalen, als wenn sie noch gebraucht würden. Das Werk steht seit 2007 still. Danach ging ich erst mal zu einem kleinen Imbiss und trank frischgepresste Zitrone mit Sprudel und Salz – ein herrlicher Durstlöscher. Die Mittagspause nahmen wir in einem kleinen Restaurant in Acquacalda. Wir saßen an einem hellen Kiesstrand, im Schatten und genossen die angenehme Meeresbrise. Da kann man sich auch mal ein Glas Chardonnay gönnen. Zum Essen gab es dann Pasta Norma (Spaghetti mit Tomaten, Auberginen und Zucchini) – wirklich köstlich bei dieser Anstrengung.  Nun ging es noch zu zwei weiteren Hotspots, zum einen eine kleine Kirche auf einem Berg und nochmals zu einem Panoramablick auf die Insel Vulcano. Gegen 17:00 trafen wir im Hotel ein. Schnell unter die Dusche, dann ein paar Bilder bearbeitet und gegen 18:30 startete ich in den Hafen, um die blaue Stunde zu fotografieren. Auf dem Weg dorthin aß ich noch einen kleinen Teller mit Salami, Schinken und verschiedenen Käsesorten, dazu ein Glas Rotwein, der wunderbar zum Weichkäse harmonierte. Dann zum Hafen noch schnell ein paar Fotos in der Goldenen Stunde und dann in der blauen Stunde. Obwohl mit den Booten auf dem Wasser – nicht gerade günstig. Auf dem Weg zum Hotel fotografierte ich noch ein paar Gassen und damit endete der Tag.
Schritte insgesamt: 12942

Foto 3: Panoramablick auf Lipari

Äolische Inseln 2018 – 4. Tag: Vulcano (Dienstag – 29. Mai)

Das Wetter: 25°C, leichter Dunst, teilweise bewölkt mit wenig Sonnenschein.
Gegen 08:00 stärkten wir uns ordentlich am Frühstücksbuffet, denn wir hatten heute einen anstrengenden Tag vor uns. Danach fuhr uns der Hottelshuttle zum Hafen, wo wir die Fähre Richtung Vulcano nahmen. Nach einer Viertelstunde gelangten wir dort an und uns stieg sofort ein fauliger Eiergeruch (H2S) in die Nase. In diesem Moment brannte auch schon die Sonne in den kleinen Hafen von Vulcano. Also fingen wir sofort mit dem Aufstieg zum Vulkan (ca. 3 km einfach) an. Die ersten 15 Minuten konnten wir noch eine Asphaltstraße benutzen, dann ging es aber auf den Berg, wo sich feinkörniges Lavageröll und viel Staub angesammelt hatte. Der Anstieg war mehr oder weniger beschwerlich, ab und zu musste man auch schon einen größeren Schritt machen, um weiterzukommen. Und zwischendurch wurden viele Fotos geschossen und die Sonne brannte ab und zu mal). Nach ca. 1,5 Stunden gelangten wir am Kraterrand an, wendeten uns nach links kamen hier aber nicht weit, weil Schwefeldämpfe uns den Weg versperrten. Also umrundeten wir den Vulkan rechtsseitig bis zur Hälfte und stiegen dann langsam wieder bergab. Hier oben wehte zum Glück ein erfrischendes Lüftchen. Ständig begegneten uns Menschen beim Auf- oder Abstieg und wir mussten ab und zu warten, um das nächste Foto zu schießen. Gegen 12:15 kamen wir wieder im kleinen Örtchen an, hier könnte ich mir erst mal ein kühles Bierchen und 3 Stück lecker gebackenen Gebäck – ein herrlich erfrischender und gourmethafter Genuss. Danach ging es mit der Fähre zurück. Auf dem Weg ins Hotel aß ich noch einen Eisbecher (waren leider nur zwei Kugeln und eine Waffel (ist in Deutschland schmackhafter!). Im Hotel angekommen schnell ein paar Fotos bearbeitet und dann ging es für eine Stunde aufs Bett. Gegen 17:30 startete ich meine Fototour durch die engen Gassen und auf die alte Burg. Hier konnte ich von oben den alten Hafen und viele minimalistische Fotos in den Gassen verwirklichen. Gegen 20:00 Uhr trafen wir uns zum Abendessen ins „La Conchiglia“ am Hafen. Wir genossen die schöne Aussicht in den Hafen, der uns dann aber durch eine Fähre versperrt wurde (ca. 5 m hinter uns). Ich aß einheimischen Fisch (gekocht) mit Tomate, Kapern, Kräutern und Knoblauch, dazu einen Roséwein und als Dessert eine Creme mit Brannteigröllchen. Und als Abschluss eine Grappa Chardonnay. Das Essen war richtig portioniert, frisch und auf den Punkt zubereitet – ein wahrhaft kulinarischer Genuss. Zurück zum Hotel bummelten wir noch die die nächtlichen Gassen und nun sitze ich noch am PC uns schreibe diese Zeilen.
Schritte insgesamt: 20253

Foto 3: Blick in den Krater von Vulcano

Äolische Inseln 2018 – 5. Tag: Panarea & Stromboli (Mittwoch – 30. Mai)

Das Wetter: 26°C, blauer Himmel, die Sonne knallt.
Um 12:00 pflügten wir mit einem kleinen Motorboot für 25 Leute durch das Tyrrhenische Meer Richtung Panerea. Zwischendurch legten wir einen kurzen Badestopp ein und einige wagemutige stürzten sich ins Meer. Danach ging es zu einem längeren Fotostopp auf die Insel. Hier fotografierten wir Häuser, Gassen und viele minimalistische Motive. Kurz vor der Weiterfahrt nach Stromboli gönnte ich mir noch eine Espresso und ein Stück Schokoeistorte – wieder mal ein köstlicher Genuss bei diesen Temperaturen. Gegen 15:00 starteten wir dann wieder und landeten ca. 40 Minuten später auf der noch aktiven Vulkaninsel Stromboli. Viele Fischerboote, der schwarze Lavastrand und die vielen weißen Häuser wollten nun auch noch in Szene gesetzt werden. Zum Abendessen aßen wir in einer gemütlichen Pizzeria hoch über dem Meer, wo auch die Jacht von Modezar Armani vor Anker lag. Hier aß eine leckere Pizza mit Anchovis, Käse und Tomaten, dazu ein Glas Rotwein und zum Dessert ein saftiges Küchlein getränkt in Birnengeist – sehr mediterran. Und auf einmal erschien der Modezar persönlich im Restaurant und nahm schräg gegenüber von uns Platz. Leider hatten wir keine Zeit mehr für ihn, dann der Sonnenuntergang wartete bereits. Also wieder rauf auf unser kleines Boot und Richtung Sonnenuntergang und vom Meer am Vulkan entlang, wo wir einige kleine Eruptionen beobachten konnten, Lava war an diesem Tag leider nicht dabei. Mit Vollgas jagten wir dann Richtung Lipari zurück, der Motor dröhnte nur so und wir landeten gegen 22:30 im Hafen an.
Schritte insgesamt: 12871

Foto 4: In den Gassen von Panarea

Äölische Inseln 2018 – 6. Tag: Salina (Donnerstag – 31. Mai)

Das Wetter: 26°C, blauer Himmel, die Sonne knallt.
Diesmal nahmen wir eine Autofähre und legten 09:00 ab. Gemächlich fuhren wir über das Meer und gelangten nach 45 Minuten in den malerischen Hafen von Salina. Hier erwartete uns unser heutiger Fahrdienst und schon ging es los zu einem kleinen Leuchtturm. Danach fotografierten wir einige Panoramen und dann gelangten wir zum Örtchen Pollara, in dem auch der Film „Il Postino“ gedreht wurde. Auf dem Rückweg zur Fähre schauten wir uns noch eine Kapernfarm an, deckten uns mit einigen Köstlichkeiten ein und fuhren dann mit der Fähre nach Lipari zurück. Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel ging es mit dem Taxi zur alten Sternenwarte mit fantastischem Blick auf die Insel Vulcano. Hier nutzten wir die Goldene- und Blaue Stunde um verschiedene Motive in Szene zu setzen. Da sich langsam der Hunger bemerkbar machte ging es danach noch in ein kleines Restaurant, um eine Kleinigkeit zu essen. Ich gönnte mir sizilianische Spaghetti mit Fisch des Tages, dazu ein kühles Glas Weißwein und dann neigte sich der Tag auch schon dem Ende.
Schritte insgesamt: 15028

Foto 5: Leuchtturm auf Salina

Äolische Inseln 2018 – 7. Tag: Abreise Lipari/ Catania (Freitag – 01. Juni)

Das Wetter: 26°C, blauer Himmel, die Sonne knallt.
Wie immer trafen wir uns gegen 08:00 Uhr zum Frühstück. Danach wurden die Sachen gepackt und ausgecheckt. Da wir bis zum frühen Nachmittag noch Zeit hatten, bummelten wir ein letztes Mal durch die malerischen Gassen von Lipari. Um 13:00 trafen wir uns wieder im Hotel, wo wir uns mit einer Diashow die schönsten Impressionen unserer Fototour anschauten. Danach fuhren wir mit dem Hotelshuttle zum Hafen und warteten auf unsere Fähre nach Milazzo. Mit einer halbstündigen Verspätung kamen wir dort 16:00 an. Hier nahm uns unser Taxi an Bord und wir fuhren nach Catania und checkten für eine letzte Nacht im Hotel ein. Zum Abschluß trafen wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen, danach ging es noch auf einen Absacker in eine belebte Straßenkneipe. Damit endete die Fotoreise auf die Äolischen Inseln.
Schritte insgesamt: 7996

Foto 5: In den Gassen von Catania


Äolische Inseln 2018 – 8. Tag: Abreise Catania/ Berlin (Samstag – 02. Juni)

Das Wetter: 25°C, blauer Himmel, die Sonne knallt.
Um 10:30 holte mich ein Taxi am Hotel ab und brachte mich zum Flughafen. Hier checkte ich ein und wartete dann in der großen Abflughalle auf meinen Flug mit EasyJet. Viele Menschen waren unterwegs, es war warm und ordentlich laut. Gegen 13:30 gingen wir in den Flieger, dessen Abflug sich aber um 60 Minuten verspätete, ändern kann man dann auch nichts mehr. Gegen 17:30 landete ich in Tegel, nahm mir für 65 Euro ein Taxi nach Schönefeld, stieg in mein Auto und fuhr nach Adlershof wo ich mir erst mal einen leckeren Döner gönnte. Dann fuhr ich entspannt über die Autobahn und alle Baustellen nach Aschersleben, wo ich gegen 21:30 eintraf.
Schritte insgesamt: 4528
Catania und Äolische Inseln, super Wetter manchmal schon etwas zu warm. Hotel, Essen, Lage, Meer bestens. Man konnte, wenn wir nicht fotografierten, das mediterrane Flair vollauf genießen. Die Leute, ob Fototruppe oder Italiener waren alle sehr nett. Die Natur abwechslungsreich und interessant. Und ein paar tolle Fotos sind auch noch entstanden.


Sankt Petersburg 27.01. – 02.02.2018

Sankt Petersburg 2018 – Anreise Berlin (Freitag – 26. Januar)

Gegen 16:30 ging es in Aschersleben los. Die Reiseroute führte mich über Egeln/ Magdeburg auf die A2, Richtung Berlin. Ich konnte entspannt anreisen, auch die Baustelle rund um Michendorf war nicht allzu stark frequentiert. Gegen 19:00 landete ich in Berlin/ Adlershof und checkte im Dorint ein. Das Zimmer hatte ich für 57,00 € mit Frühstück, sehr günstig, im Internet reserviert. Danach ging es um die Ecke zum Griechen. Hier war ich mit Gyros und einem Bier dabei. Danach noch ins Hotel einen Absacker und ca. 23:30 endete der Tag.

Sankt Petersburg 2018 – 1. Tag: Anreise Sankt Petersburg (Samstag – 27. Januar)

Um 07:30 Frühstück im Hotel, auschecken und dann zu Fuß mit Koffer und Fotorucksack zur S-Bahn Adlershof. Hier ein Kurzticket für 1.70 € gelöst und drei Stationen bis zum Flughafen Schönefeld gefahren. Kurz nach 09:00 am Terminal A angekommen und auch gleich eingecheckt. Es war leer und das Wichtigste, auch der richtige Flughafen (siehe Sankt Petersburg 2017). Ich flog mit AEROFLOT, hatte einen Fensterplatz in einer freien Reihe. Um 10:55 ging es los in Berlin und mit Zeitverschiebung (2 Stunden) landete ich pünktlich 15:10 in Sankt Petersburg und kein Schnee in Sicht. Durch die Passkontrolle (ca. 20 Minuten), den Koffer geholt und das erste Geld getauscht (innerhalb des Flughafen zu einem sehr ungünstigen Kurs 1:53 – sollte man nicht machen). Danach ging es in die Ankunftshalle, wo ich mir von den ersten Rubel erst mal einen Latte Macchiato leistete. Dort wartete ich noch bis 17:30 auf meine Begleiterin aus München und dann wurde nochmal Geld für 1:69 getauscht – wesentlich besser diesmal. Da ich keine Lust hatte, mit Bus und Metro zum Hotel zu gelangen, sprach ich  einen Taxifahrer an, der sofort Interesse zeigte und so fuhren wir für 2800 Rubel zum Hotel (sehr teuer). Im Radisson Sonya, Liteyny 5/19 checkten wir ein. Das Hotel hatten wir über booking.com günstig geschossen. Zimmer und Ausstattung waren sehr gut. Personal nett und freundlich. Halb acht stiefelten wir ca. 1 km über den Liteyny Prospekt zum Essen. Irgendwann fanden wir eine Fastfoodkette russischer Art: „Tolstiy-fraer“ und genehmigten uns dort Hamburger/ Toasts und Pommes. Dazu ein leckeres Bier und zum Schluss einen Wodka, hatten zwar zwei bestellt, der Kellner verstand uns wohl aber nicht so richtig, also Wodka geteilt, zurück zum Hotel und dann noch jeder ein Bier sowie jeder einen Wodka (immer 5 cl) und danach endlich Nachtruhe. Und morgen gehts los.

Foto 1: Radisson Sonya, Liteyny 5/19

Sankt Petersburg 2018 – 2. Tag: Panzerkreuzer Aurora (Sonntag – 28. Januar)

Wetter: ein grauer und leicht windiger Tag, mit Temperaturen um den Gefrierpunkt, spät abends leichter Schneefall.
Zurückgelegte Strecke: ca. 9,5 km
Am Sonntag trafen wir uns um 09:00 zum Frühstück im Hotel. Mussten aber noch für 700 Rubel (ca. 10 €) das Frühstücksbuffet buchen. Wir wollten dies dann auf unser Zimmer buchen lassen, was der Frühstücksdirektor aber nicht so richtig verstehen wollte oder konnte, setzten uns dann aber nach einigem hin und her durch. Für das Geld gab es eine richtig gute Auswahl. Danach trafen wir uns 10:30 an der Rezeption und zogen, warm verpackt, in den grauen und kalten Tag. Wir spazierten mit unserer kompletten Fotoausrüstung Richtung Newaufer und schossen aus verschiedenen Positionen den eingefrorenen Panzerkreuzer Aurora. So drehten wir eine Runde über die Liteiny Brücke, die Sampson Brücke und weiter zur Trotzki Brücke. Danach ging es an der Erlöser Kirche vorbei, die leider teilweise verhüllt war, weiter zum Restaurant „Frikadelki“. Hier gab es herrlichen Bortschsch und danach noch einen Cappu sowie einen Windbeutel. Anschließend zogen wir über den Newski Prospekt Richtung Kunstkammer und dann, am Newaufer zurück, zur Liteiny Brücke, von wo wir die Aurora in der Blauen Stunde ablichteten. Gegen 18:00 trafen wir wieder am Hotel ein. Hier gab es zum Abendbrot ein leckeres Filetsteak mit Bacon ummantelt. Dazu wie immer Bier und genügend Wodka. Somit endete unsere erste Fototour in der winterlichen Kälte.

Foto 2: Panzerkreuzer Aurora in der zugefrorenen Newa

Sankt Petersburg 2018 – 3. Tag: Newskij Prospekt & Newa (Montag – 29. Januar)

Wetter: ein grauer und leicht windiger Tag, mit Temperaturen um -3°C, dazu leichter bis starker Schneefall.
Zurückgelegte Strecke: ca. 10 km
Start 07:30, heute ohne Frühstück, da wir zur „Blauen Stunde“ fotografieren wollen. Erst mal zur nächsten Metrostation „Tschernyschewskaja“ (ca. 1 km). Dort für 45 Rubel ein Ticket gekauft und durch den Einlass per Rolltreppe in die Tiefen Sankt Petersburgs. Hier war es mächtig warm, so dass wir gleich ins Schwitzen kamen und die Jacken aufrissen. Dann ging es eine Station weiter zur „Majakowskaja“. Hier stiegen wir um und warteten kurz auf die nächste Metro zum „Newski Prospekt“. Der Bahnsteig war hier etwas ungewöhnlich für unsere Verhältnisse. Die Gleise waren durch eine Mauer abgetrennt, in der Türen eingelassen waren, die nur aufgingen wenn dahinter die Metro hielt und deren Türen aufgingen. So konnte man die Metro nur durch diese Türen betreten. Alle 2,5 m war dann so eine Tür in der Wand eingelassen, vor der die Reisenden warteten. Am Newskij angekommen fuhren wir wieder mit der Rolltreppe ans Tageslicht und standen schon vor der Kasaner Kathedrale. Da es über Nacht weiter geschneit hatte, war jetzt alles mit Schnee bedeckt. Wir stellten unsere Aufrüstung auf, gegen 08:30 begann die „Blaue Stunde“ und schossen die ersten Aufnahmen. Danach wechselten wir die Kameraposition, wurden von einer Putzfrau und einer japanischen Reisegruppe immer wieder mal unterbrochen, hatten aber schließlich nach 45 Minuten unsere Bilder im Kasten. Jetzt gings erst mal ins „Schokoladnitza“ zum Frühstück, welches sich gleich neben der Kathedrale befand. Es gab Rührei, Toast, Kaffee und O-Saft. Endlich waren wir gestärkt und wieder aufgewärmt. Nun ging es über den Newskij zur Admiralität, wo gerade ein Baum gefällt wurde, also weiter zum „Ehernen Reiter“ den wir mit der Isaak Kathedrale im Hintergrund ablichteten. Nun begann es auch wieder kräftiger zu schneien und unsere japanischen Reisebegleiter traten auch wieder vermehrt ins Bild – da hilft nur Kälte, Schnee und Ausdauer. Mit den richtigen Wintersachen kein Problem. Schnell noch ein paar Fotos vom Newaufer und schon war wieder Mittagszeit, die wir im gemütlichen Restaurant „Gosti“ verbrachten. Hier ließ ich mir eine Fischsuppe mir Lachs munden. Danach noch ein Abstecher zum Winterpalais und über die Newa, um eine Fotoeinstellung für den nächsten Abend auszuprobieren (Rostrasäule mit Kunstkammer), dann einen Kaffee zwischendurch und dann zur „Blauen Stunde“ zurück zum „Ehernen Reiter“ und zur Isaak Kathedrale. Auf dem Rückweg zum Hotel fotografierten wir noch etliche Motive von der Kunstkammer, der Peter-Paul-Festung u.ä. Die Überquerung an Kreuzungen gestaltete sich manchmal etwas problematisch. Einige Male konnten wir die Straße nicht geradeaus überqueren (keine Ampel), sondern mussten erst links rüber, dann geradeaus über die nächste Fahrbahn, um dann wiederum die linke Ampel zu nehmen um wieder die Route fortsetzen zu können. Aber, auch daran gewöhnt man sich. 19:30 trafen wir uns dann wieder vor dem Hotel und gingen ins Restaurant „Georgia“, wo es leckeres Kalbschaschlik gab. Das ganze wurde natürlich mit Bier und Wodka abgeschmeckt und anschließend an der Hotelbar fortgesetzt.

Foto 3: Peter-und-Paul-Festung mit Newa

Nationalpark Rondane 04.09. – 11.09.2017

Rondane 2017 – Anreise Berlin (Sonntag – 03. September)

Gegen 15:40 ging es in Aschersleben los. Ich fuhr über Egeln/ Magdeburg auf die A2 Richtung Berlin. Es klappte alles problemlos bis nach Berlin/ Adlershof. Hier parkte ich mein Auto, checkte im Airporthotel ein und verbrachte einen ruhigen Sonntagabend beim Griechen. Auf Alkohol musste ich leider verzichten. Grund waren leichte Zahnprobleme, die ich mit Antibiotika in Schach hielt.

Rondane 2017 – Anreise Norwegen (Montag – 04. September)

Gegen 04:30 wurde ich durch laute Geräusche vor meinem Fenster geweckt. Ein LKW parkte davor und wechselte die Wäsche für das Hotel aus. Die Wäschewagen machten durch das schieben schön quietschende Geräusche. Das ganze dauerte ca. bis 05:45. Dann dauerte es auch nicht mehr lange und der Wecker klingelte 06:30. Schnell fertiggemacht, den Koffer gepackt und um 07:15 ging es Richtung Flughafen. Natürlich nach Schönefeld, das Ticket hatte ich ja diesmal selber gebucht. Mit Koffer und Fotorucksack zur S-Bahn Adlershof, dort angekommen war ich das erste Mal klitschnass von den schweren Gepäckstücken. Am Flughafen angekommen, zum Einchecken an den Schalter, die Bordkarte erhalten, den Koffer aufgegeben (19,2 kg) und schon ging es durch die Sicherheitskontrolle. Liebe Mitleser, diesmal funktionierte alles reibungslos, auch der Flug startete pünktlich. Davor gab es noch ein kurzes Frühstück. Nach 90 Minuten in Oslo gelandet, den Koffer geschnappt, Geld getauscht und die anderen Fotofreunde der Reise getroffen. Das Wetter nass grau, Regen, windig, ca. 12°C. Nachdem wir unser Auto geholt hatten, ging es auch schon los Richtung Nationalpark, oft durch strömenden Regen. Für die Strecke brauchten wir ca. 4 Stunden mit einer Kaffeepause bei McDonalds zwischendurch. Die Fahrt war entspannend, ruhiger und gleichmäßiger Verkehr ohne Stau und Drängelei. Am Höyfjellshotel bei Otta angekommen checkten wir gegen 17:30 ein, bezogen unsere Zimmer und trafen uns zum Abendbrot gegen 19:00 im Restaurant. Am ersten Abend gab es Salat, Schweinefleisch mit Gemüse und Kartoffeln und zum Abschluss Eis. Danach saßen wir noch einige Zeit am Kamin und genossen die Wärme

Rondane 2017 – 2. Tag (Dienstag – 05. September)

Das Wetter: morgens 8°C, grauer Himmel und stetiger Nieselregen. Nach der ersten erholsamen Nacht ging es gegen 08:00 zum Frühstück. Hier erwartete uns eine große Auswahl an Wurst, Käse, Fisch, Fischsalaten, frischem Brot usw. Für unseren heutigen Ausflug bereitete sich jeder noch ein Lunchpaket vom Frühstücksbuffet vor. Danach ging es zur Tour Besprechung. Hier erläuterte uns unser Reiseleiter und Fotograf Bernd, was wir in den nächsten Tagen so erwarten und fotografieren werden und zeigte uns als kleinen Vorgeschmack schon mal ein paar erste Fotos vom Nationalpark. Gegen 11:00 starteten wir in den Tag, zu einem Wasserfall ganz in der Nähe (ca. 1,5 km vom Hotel entfernt).
Das Wetter: mittags 8°C, grauer Himmel und stetiger Nieselregen. Hier angekommen schossen wir die ersten Bilder entlang des Wasserfalls Ulavossen. Da die Lichtstimmung nicht ganz so meinem Geschmack entsprach, wanderte ich den Wasserfall entlang bis zu einer kleinen Brücke und ging dann rechts entlang, auf der Straße, zum Hotel zurück. Hier gegen 14:15 angekommen trocknete ich meine Sachen und trank in der Lobby noch einen leckeren Cappuccino. Gegen 15:00 Uhr kamen die anderen, wärmten sich auch kurz auf und gegen 16:00 Uhr starteten wir mit dem Auto auf die Hochebene.
Das Wetter: nachmittags 8°C, grauer Himmel, ein frischer Wind und stetiger Nieselregen. Den Fotoapparat ließ ich im Auto. So wanderten wir ca. eine Stunde auf der Hochebene entlang eines Wasserfalls und schauten uns schon mal das eine oder andere Fotomotiv an, für später.Danach, ordentlich durchgepustet und durchnässt ging es ins Hotel, Sachen aufwärmen, duschen und zum Abendbrot fertigmachen. Zwischendurch noch die paar Fotos vom Vormittag hochgeladen.
Unser Menü am heutigen Abend: frischer Salat mit Lachsschinken dazu ein kleines Glas Kartoffel-Kürbiscremesuppe, als Hauptgang Hühnchen mit Kartoffelstampf und grünem Spargel und als Nachtisch Schokomousse. Jetzt sitzen wir noch am Kamin und bearbeiten Fotos und ich bin für das Feuer zuständig.

Foto 1: Blick vom Ulavossen auf unser Hotel

Rondane 2017 – 3. Tag (Mittwoch – 06. September)

Das Wetter: morgens 9°C, grauer Himmel und nasskalt. Gegen 08:30 zum Frühstück. Hier erstmal gestärkt und für den Tag ein Lunchpaket zusammengestellt. Danach aufgrund der schlechten Wetterlage noch etwas Theorie bis 12:00 (Bildgestaltung, Aufnahmetechniken). Gegen 13:00 geht es dann endlich los – fotografieren am See, aber das Wetter!
Das Wetter: mittags 9°C, grauer Himmel, mittlere Regenschauer mit Windböen. Also noch warten bis 15:30, der Regen lässt tatsächlich etwas nach. Schnell ins Auto und nach ca. 20 Minuten sind wir schon am Ziel. Wir fotografieren an zwei Seen (Koltjönna und Furusjön), die Landschaft, Boote und Bäume, nebenbei leichter Regen mit kurzen Unterbrechungen. Die Schuhe sind durchnässt, also gehe ich auf das Hochplateau zurück und fotografiere noch ein paar Bäume und Wege bevor es zum zweiten See geht. Gegen 18:30 fahren wir zum Hotel zurück, natürlich im Regen.
Unser Menü am heutigen Abend: frischer Salat mit Lachsröllchen dazu ein kleines Glas Gemüsecremesuppe, als Hauptgang Filetsteak an Pfeffersauce (scharf) mit grünem Spargel und als Nachtisch Heidelbeersorbet und immer noch kein Alkohol. Jetzt sitzen wir noch am Kamin und bearbeiten Fotos und nebenbei kümmere ich mich um das Feuer. Und draußen – regnet es!

Foto 2: Boot am Koltjönnasee

Rondane 2017 – 4. Tag (Donnerstag – 07. September)

Das Wetter: morgens 9°C, grauer Himmel und Dauerregen. Das Wetter könnte besser sein. Gegen 08:30 zum Frühstück. Hier erstmal gestärkt und für den Tag das Lunchpaket geschnürt. Vielleicht geht es ja doch noch los? Jetzt sitzen wir am warmen Kamin und bearbeiten Fotos für unsere Fotobesprechung, die gegen 12:00 Uhr starten soll. Heute Nachmittag soll der Regen nachlassen und dann wollen wir noch mal losziehen und unser Glück versuchen. 
Das Wetter: mittags 10°C, grauer Himmel und ganz vereinzelt Regen. Also geht es ca. 14:00 mit dem Auto auf die Hochebene und auf einmal lässt der Regen doch tatsächlich nach. Das Teleobjektiv auf die Kamera und schon geht’s in die Landschaftsfotografie. Ein bunter Teppich aus Pflanzen, Moosen und Gräsern erwartet uns, im Hintergrund Berge in Wolken eingehüllt. Dann runter zum Fluss und den ersten kleinen Wasserfall fotografiert. Beim Anschrauben des Graufilters auf das Objektiv rutscht mir dieser aus der Hand, zerspringt in das Glas und den Ring und rollt mit stetig wachsender Geschwindigkeit Richtung Abgrund und versinkt letztendlich im Fluss. Pech gehabt und keine Chance diesen im Hechtsprung aufzuhalten, dann wäre ich auch im Fluss gelandet. Dann nimmt man halt den nächsten Graufilter (etwas stärker, jetzt mit 25s Belichtungszeit). Inzwischen regnet es auch wieder etwas stärker und man ist ständig am Regentropfen wischen auf dem Filterglas. Nach ca. 30 Minuten geht es weiter Richtung Wasserfall Storulfossen. Um die Kamera eine Zippertüte. Zwischendurch immer wieder Fotos von der bunten Hochebene gemacht, der Regen nimmt auch zu. Die Wanderschuhe sind durchgeweicht, die Hose bis zum Knie, der Rest ist trocken. Und da ich über meine Wandersocken Frühstückstüten gezogen habe, sind zwar die Schuhe nass, aber die Socken und Füssen trocken. Gegen 16:30 beschließen wir aufgrund des Regens die Wanderung abzubrechen und zum Auto zurückzukehren. Zwei Teilnehmer ziehen weiter zum Wasserfall. Auf dem Rückweg werden noch weitere Fotos geschossen, der Regen lässt plötzlich nach, wir bauen die Stative auf, um noch einige Langzeitbelichtungen auszuführen und als alles eingestellt ist, fängt es wieder stärker an zu regnen. Nun zügig zum Auto und zum Hotel, wo wir gegen 18:00 eintreffen. Schnell die Klamotten aus und zum Trocknen ausgebreitet und dann unter die warme Dusche. Unser Menü am heutigen Abend: Lachsröllchen mit Frischkäse, Pilzrahmsuppe, als Hauptgang Lachsfilet mit Reis und Gemüse und als Nachtisch warmes Rhabarberküchlein mit Vanilleeis und immer noch kein Alkohol (der letzte Tag). Danach noch von Bernd ein Vortrag über die Gestaltung von Fotobüchern. Und draußen (wie immer) – regnet es!
Morgen früh wollen wir uns 05:45 in der Lobby treffen und dann den Sonnenaufgang fotografieren. Na mal sehen.

Foto 3: Auf der hernstlichen Hochebene

Rondane 2017 – 5. Tag (Freitag – 08. September)

05:15 Aufstehen zum Sonnenaufgang, 05:45 treffen in der Lobby.
Das Wetter: frühmorgens 8°C, grauer Himmel und leichter Nieselregen. Der Sonnenaufgang fällt heute aus. Also wieder zurück ins Bett. Gegen 08:30 zum Frühstück. Hier gut gestärkt und für den Tag das Lunchpaket geschnürt. Heute wollen wir ca. 15 km wandern und dabei fotografieren.
Das Wetter: morgens 9°C, grauer Himmel und zurzeit trocken. Lt. Wetter App könnte es so bleiben. Um 10:00 Abfahrt vom Hotel zur Hochebene, von dort wandern wir dann ca. 6,5 km Richtung Rondvassbu, von abgelegenen Hütten, die als Hotel betrieben werden, diese liegen an einem Bergsee und zwischen hohen Bergschluchten. Unterwegs legen wir viele Fotostopps ein, um Flusslandschaften, Landschaften, Berge, Brücken und kleinere Wasserfälle zu fotografieren. Gegen 14:30 sind wir an den Hütten und machen erst mal eine kleine Pause. Hier genehmige ich mit erst einmal eine frischgebackene Waffel und das erste BIER in diesem Urlaub. Und das schmeckt lecker! Danach geht es noch einmal dieselbe Entfernung zurück. Wir treffen dann gegen 18:30 am Auto ein und fahren zum Hotel zurück. Mit dem Wetter haben wir heute mal Glück gehabt, zwar stark bewölkt den ganzen Tag, dafür aber kein Regen. Das Hotel ist heute knacke voll, am Wochenende unternehmen viele Norweger Ausflüge oder gehen abends essen. Aber wir haben ja unseren Tisch. Unser Menü am heutigen Abend: Ziegenkäse mit Honig, als Hauptgang Wildgulasch mit Kartoffelstampf und als Dessert Eis. Und dazu nochmal ein Bier. Danach sitzen wir noch gemütlich am Kamin und genießen die wohlige Wärme. Und morgen können wir länger schlafen.

Foto 4: Wanderung Richtung Rondvassbu

Rondane 2017 – 6. Tag (Samstag – 09. September)

Ich werde durch ein starkes rauschen munter – es regnet mal wieder.
Das Wetter: morgens 10°C, grauer Himmel und Dauerregen. Heute wird später gefrühstückt, es ist ja Samstag und das Wetter lädt momentan nicht zum Fotografieren ein. Im Frühstücksraum angekommen – Ausnahmezustand. Viele Norweger, die das Wochenende im Nationalpark verbringen wollen, sind schon beim Frühstück. Der Geräuschpegel ist wie in der Bahnhofsmitropa. Danach ist Bildbearbeitung angesagt.
Das Wetter: mittags 12°C, grauer Himmel mit Aufheiterungen und trocken. Gegen Mittag hört es auf zu regnen und wir können endlich starten. Die Gruppe teilt sich heute, einige gehen Richtung Hochebene, einige fahren zum See runter, ich steige unterwegs aus und fotografiere rechts und links der Straße entlang, buntgefärbte Bäume, kleine Seen mit Spiegelungen, bunte Pflanzen, Boote und vieles mehr. Und auch der Himmel und das Licht werden etwas besser. Gegen 17:00 im Hotel zurück und als Entspannung erst mal ein kleines Bierchen. 17:50 treffen wir uns schon zum Abendbrot, da wir noch zum Sonnenuntergang einen Wasserfall fotografieren wollen. Unser Menü am heutigen Abend: Blumenkohlcremesüppchen, als Hauptgang gefülltes Hähnchenfilet, mit Gemüse und als Dessert Apfelküchlein mit Eis. Um 19:00 Uhr geht’s dann los auf die Hochebene und von dort aus dann 1,5 km entlang an farbenfroh gefärbten Birken zum Wasserfall Storulfossen. Hier sind wir auf die Minute, um den Wasserfall mit einer tollen Wolkenstimmung einzufangen. Zuerst von oben und dann kraxeln unser Reiseleiter eine Teilnehmerin und ich noch einen steilen steinigen Wag nach unten, um von dort aus noch einige Langzeitbelichtungen einzufangen. Danach geht’s zum Hotel zurück, an den Kamin, wo es noch ein frisch gezapftes Bierchen und einen norwegischen Aquavit gibt. Und so endet der Tag gegen Mitternacht.

Foto 5: Wasserfall Storulfossen

Rondane 2017 – 7. Tag (Sonntag – 10. September)

Das Wetter: morgens 10°C, grauer Himmel und trocken. Heute ist es wieder ruhig beim Frühstück, das wir uns gegen 08:30 schmecken lassen. Eis, Würstchen, Bohnen und frisches Brot dazu. Um 10:00 fahren wir ins Nachbartal Grimsdalen ca. 1 Autostunde entfernt, um dort den bunt gefärbten Herbst zu fotografieren. In Dovre wird noch schnell ein Fotostopp an einer alten Kirche eingelegt und dann geht es weiter auf die Hochebene von Grimsdalen. Der Himmel reißt auf, wir haben Sonnenschein, Wärme, blauen Himmel und dazwischen ein paar Wolken. Endlich, am vorletzten Tag, fängt der Urlaub an. Auf der Hochebene fotografieren wir einige Motive und weiter geht s auch schon zum nächsten Fotostopp, wo uns ein weiter Blick ins Land erst mal innehalten lässt. Weiter zu einem kleinen Tal und danach machen wir eine kleine Pause in der Grimsdalhütte, von der wir wieder weit ins Land schauen können. Das Wetter ist fantastisch heute. In der Hütte gibt es eine warme knusprige Waffel und dazu ein Bier. Danach geht es auf den Rückweg, noch ein Fotostopp um ein Birkenwäldchen zu fotografieren und gegen 17:45 sind wir am Hotel zurück. Wir treffen uns zu unserem letzten gemeinsamen Abendbrot. Unser Menü heute: Pilzcremesuppe, als Hauptgang Klopse mit Gemüse und Kartoffelspalten und als Dessert Heidelbeersorbet. Danach geht’s auf Zimmer, um noch einige Fotos für die Diashow zu bearbeiten und schon mal einige Sachen in den Koffer zu werfen. Danach gehts um 20:30 in der Lobby weiter, wir übergeben unsere Fotos und schauen uns dann in einer Diashow die Highlights der Woche an. Trotz des Wetters hat jeder doch den Nationalpark in vielen unterschiedlichen Motiven abgelichtet. Zum Abschluss treffen wir uns nochmals am Kamin, der heute nicht brennt, da das Hotel fast leer ist. Schnell zur Rezeption und das Feuer organisiert und schon genießen wir die wohlige Wärme bei einem letzten Glas Bier (10 Euro) und lassen die Reise nochmals Revue passieren. Gegen 23:00 endet dann der Tag, da wir am nächsten morgen früh raus müssen.

Foto 6: Blick von der Grimsdalhütte ins Land

Rondane 2017 – Abreise (Montag – 11. September)

Das Wetter: frühmorgens 10°C, grauer Himmel und Regen.
Wir treffen uns um 05:30 an der Rezeption, das Hotel schläft noch. Schnell einen heißen Kaffee getrunken unser Lunchpaket genommen und gegen 06:00 starten wir mit unserem Gepäck Richtung Oslo. Und so fahren wir bei Regen durch den morgen. Nach 2 Stunden Rast bei McDonalds, mit einem Cappuccino und einer Apfeltasche und gegen 10:00, nach einem Tankstopp sind wir wieder am Flughafen geben das Auto ab und bewegen uns Richtung Abflughalle. Am Autohaus gehe ich gleich in den Fahrstuhl und alle hinterher. Wir drücken den Knopf, die Tür geht auf und wir sind immer noch auf der gleichen Ebene. Den nächsten Knopf gedrückt, die Tür geht auf und wieder ein Parkdeck. Bis wir feststelle, der Fahrstuhl ist nur für das Parkhaus ausgelegt. Nach einem lauten Lachen, alle raus und zu Fuß die nächste Rolltreppe hoch in die Abflughalle. Hier verabschieden wir uns voneinander, da einige noch in Oslo bleiben und der Rest zu verschiedenen Flugzeiten abfliegt. Ich checke am Automaten schnell ein, gebe meinen Koffer ab und gehe durch den Sicherheitscheck. Dann wird noch das restliche Geld ausgegeben und 13:30 hebt die Maschine Richtung Berlin ab. Der Flug ist ruhig und wir landen gegen 14:00 in Schönefeld. Mit dem Gepäck zum Taxistand, in Adlershof angekommen, den Koffer verladen. Dann gibt’s noch ein Stück Kuchen und ein Döner wird noch für zuhause eingepackt. Gegen 15:15 geht’s auf die Autobahn Richtung Heimat. Der erste Stau im Bereich Michendorf, die A2 voll gesperrt, also über die A9 nach Aschersleben. Nach 3 Stunden bin ich zuhause.

Sankt Petersburg 01.07. – 06.07.2017

Sankt Petersburg 2017 – Anreise Berlin (30. Juni)

Gegen 15:30 ging es in Aschersleben los. Ich fuhr über Egeln/ Magdeburg auf die A2 Richtung Berlin. Hinter mir war die A2 gesperrt, so dass ich entspannt über die A2 und alle Baustellen bis nach Berlin/ Adlershof fahren konnte. Hier parkte ich mein Auto, checkte im Dorint Hotel ein und verbrachte einen ruhigen Freitagabend beim Griechen und an der Hotelbar.

Sankt Petersburg 2017 – 1. Tag: Anreise Sankt Petersburg (01. Juli)

Um 07:00 Frühstück im Hotel, auschecken und dann zu Fuß mit Koffer und Fotorucksack zur S-Bahn Adlershof. Hier ein Kurzticket für 1.70 € gelöst und drei Stationen bis zum Flughafen Schönefeld gefahren. Kurz nach 08:00 am Terminal A angekommen. Der Flug stand noch nicht am Bildschirm, so dass ich in aller Ruhe noch die Menschen am Flughafen beobachten konnte.
Kurz vor halb neun erspähte ich einen Flughafenmitarbeiter, den ich kurzerhand noch dem Schalter zum Einchecken fragte. Ein kurzer Hinweis von ihm und ich stand am Schalter, vor mir erst ein paar Mitreisende. Danach kamen auch schon immer mehr Flugreisende zum Schalter. Gegen 08:30 kam das Personal, fuhr den Rechner hoch und Sankt Petersburg war endlich ausgewiesen. Schnell noch ein Blick auf mein Flugticket und ich musste doch erstaunt feststellen, dass weder Airline, Flugnummer und Flugzeit stimmten. Inzwischen begann das Einchecken. Ein nunmehr intensiver Blick auf mein Flugticket sagte mir, dass mein Flug nicht von Schönefeld sondern von Tegel stattfinden sollte. Dies bestätigte mir auch der Flughafenmitarbeiter auf Nachfrage.
Schnell meinen Koffer geschnappt und zum nächsten Taxistand. Der Taxifahrer meinte nur entspannt: „Kein Problem, schaffen wir“. Abfahrt mit dem Taxi 08:45 in Schönefeld, Abflug ab Tegel 09:55. Gegen 09:12 kamen wir am Terminal C an, ich zahlte schnell die Rechnung 60,00 € mit Trinkgeld und schon ging es zum Abflugschalter. Ein paar Leute standen noch vor mir und schon konnte ich einchecken – nochmal geschafft. Dann gabs auch gleich einen Gutschein über 8,00 €, da der Flieger Verspätung hatte (voraussichtlicher Abflug 12:45). Auf einmal hatte man wieder viel Zeit, also ganz gemütlich durch den Sicherheitscheck, die Passkontrolle und dann erst mal den Gutschein eingelöst. Gegen 13:00 gab es den zweiten Gutschein über 15,00 €, diesen auch noch eingelöst und dann ging es gegen 16:00 endlich nach Sankt Petersburg. Zwischendurch hatte ich noch unseren Reiseveranstalter und einen Mitreisenden getroffen. Wir landeten gegen 18:00 (19:00 russische Zeit), gingen durch die Passkontrolle und warteten noch ca. 45 Minuten auf unsere Koffer. Dann ging es mit dem Taxi zum Hotel, hier checkten wir in einem Mittelklassehotel ein und gingen zum Abendessen, um die anderen Teilnehmer kennenzulernen. Ich aß eine Lammsuppe und trank ein kühles Bierchen dazu – herrlich. Gegen 11:00 bis 01:00 spazierten wir noch durch die Stadt (Newskij Prospekt/ Erlöserkirche/ Newa/ Winterpalais), der Regen hatte aufgehört und wir machten die ersten Aufnahmen (allerdings ohne Stativ). Auf dem Rückweg fuhren wir noch eine Station umsonst mit dem Trolleybus, da der Fahrer keinen 1000 Rubelschein wechseln konnte.
Am Hotel angekommen tranken wir noch einen Absacker und dann gings um 02:30 ins Bett.

Foto 1: Blick vom Newskij Prospekt auf die Fontanka

Sankt Petersburg 2017 – 3. Tag: 2. Stadtführung (02. Juli)

Am Sonntag trafen wir uns nach dem Frühstück gegen 12:00 in der Hotellobby. Hier lernten wir auch unseren Stadtführer kennen, der uns in den nächsten 5 Stunden durch die Stadt führte und diese ausführlich erklärte, allerdings auf Englisch, so dass man nach wenigen Sätzen nicht mehr hinhörte sondern sich Fotomotive suchte. Das Wetter war um die 20°C, bewölkt mit einigen Sonnenstrahlen. Wir schlenderten an der Fontanka entlang, über den Newskij Prospekt, gingen am Ingenieursschloß vorbei, durch einen Park zum Russischen Museum, danach zur Erlöserkirche und von hier aus wanderten wir über das Marsfeld zur Trotzki Brücke. An der Peter-Paul-Festung angelangt, aßen wir gegen 15:30 erst einmal einen Hotdog und gingen dann über die Dvortsoviy Brücke zurück zum Winterpalais. Kurz vorher verabschiedete sich unser Stadtführer und ließ uns im Zentrum von Sankt Petersburg stehen. Auch unser Reiseveranstalter und Fotograf verließen uns hier, so dass wir die Planung für den restlichen Tag selbst in die Hand nahmen. Zurück zum Hotel aßen wir 19:30 Abendbrot. Heute gab es frisches Fladenbrot mit einer Hühnerfleisch Gemüsefüllung, dazu ein kühles Bierchen. Gegen 22:30 fuhren wir mit dem Bus Richtung Zentrum und fotografierten u.a. die Erlöserkirche, die Newa mit den hochgeklappten Brücken, die Peter-Paul-Festung, den Winterpalais, es war wolkenloser Himmel und die Lichtstimmung war perfekt. In der Stadt tobte das Nachtleben und wir waren mittendrin. Gegen 01:00 fuhren wir mit dem Taxi zum Hotel, nahmen noch einen Absacker und waren gegen 02:30 im Bett.

Foto 2: Newa und Eremitage

Sankt Petersburg 2017 – 3. Tag: Modelshooting (03. Juli)

Am Montag starteten wir schon um 11:00 vom Hotel mit einem Taxi Richtung Hafengebiet. Hier hatte unser Fotograf eine alte verlassene Villa gemietet, wo ein Fotoshooting mit zwei russischen Models stattfinden sollte. Wir meldeten uns beim Pförtner, gingen eine alte Treppe hinauf und standen schon in der verlassenen, seit vielen Jahren schon nicht mehr bewohnten Villa. Die Räume, die wir nun betraten ließen den Glanz längst vergangener Zeiten erahnen. Alle Räume waren mit Kronleuchtern geschmückt, die Decken getäfelt, die Wände mit Stuck und Dekor reichlich verziert. Die erste Stunde hatten wir nun Zeit die einzelnen Räume sowie Details zu fotografieren. In der Zwischenzeit kamen auch unsere zwei Models mit ihren Make-Up Artists und Fashionstylist an, wurden geschminkt und zogen verschiedene Kleider an. Gegen 13:00 Uhr ging es dann los. Wir bildeten zwei Gruppen und lichteten die Models in den Räumen in unterschiedlichen Posen ab. Gegen 18:00 verließen wir die alte Villa und fuhren zu unserem Hotel zurück. Gegen 19:30 trafen wir uns zum Essen in einem Steakrestaurant, ich ließ mir ein Filetsteak mit gegrillten Paprikas und Pommes munden. Das Steak war zart und auf den Punkt zubereitet. Dazu gab es ein Bierchen und einen Wodka. Danach ging es wieder auf Fototour zur Blauen Stunde (wie immer organisierten wir den Abend selbständig). Zuerst fotografierten wir wiederum die Erlöserkirche, wo uns ein kurzer und kräftiger Regenschauer überraschte. Schnell flüchteten wir in einen Hauseingang und setzten dann unsere Tour Richtung Marsfeld und Trotzki Brücke fort. Gegen 01:00 machten wir uns auf den Heimweg. Da kein Bus mehr fuhr, versuchten wir ein Taxi zu organisieren. Schließlich hielt neben uns ein alter klappriger Lada, die Beifahrertür flog auf und die laute Musik machte die Verständigung schwer. Ein junger Typ fragte uns wo wir hinwollten und nachdem wir uns einigermaßen verständigt hatten, fuhren wir mit lauter Musik, für 250 Rubel zum Hotel. Zwischendurch meinte er noch ob die Musik gut sei, daraufhin wünschte ich mir russische Rockmusik und mein Wunsch wurde mir erfüllt. Am Hotel gab es dann wie in jeder Nacht noch einen Absacker und dann ging es auch schon wieder gegen 02:30 Uhr ins Bett.


Foto 3: Erlöserkirche in der blauen Stunde

Sankt Petersburg 2017 – 4. Tag: 2. Stadtführung (04. Juli)

Am Dienstag trafen wir uns nach dem Frühstück gegen 12:00 in der Hotellobby. Heute nun geht es zu unserer nächsten Stadtführung (als Fototour kann man dies leider nicht bezeichnen). Zuerst geht es über ein paar Hinterhöfe, die ausführlich in Englisch erklärt werden. Ein paar Fotos entstehen dann auch dort, man ist ja schließlich zum Fotografieren in der Stadt. Dann geht es am Fluss Fontanka entlang zum Lomonossow Platz. Hier schnell das Puschkin Theater abgelichtet und schon bewegen wir uns Richtung der Märkte. Kurz vorher kommt es zu einem heftigen Disput zwischen der Reiseleitung und dem Fotografen auf der einen Seite sowie der Reisegruppe auf der anderen Seite. Hintergrund ist die weitere Planung des letzten Tages. Laut Ablaufplan sollte noch die Dostojewski Tour sowie eine Fahrrad Tour in der Reiseleistung enthalten sein. Da dies unser Stadtführer wohl nicht auf den Schirm hatte wurde nun als Option eine nächtliche zweistündige Bootsfahrt für 50,00 € angeboten, von der man auch gut mit Stativ fotografieren kann (sagte man uns). Wie das geht bzw. ging hat sich mir aber nicht richtig erschlossen (es wurde dann mit kleiner Blendenzahl und hoher ISO fotografiert, erfuhren wir am nächsten Tag). Nach ein paar heftigen Diskussionen wurde dann die Bootsfahrt kostenlos angeboten und die zwei anderen Tagestouren gestrichen. Eine Teilnehmerin und ich entschieden uns dann nicht für die Bootsfahrt. Wir machten dann dafür lieber Langzeitbelichtungen vom Land aus. Nachdem sich alle wieder beruhigt hatten, ging es in ein Kaufhaus, wo wir in der oberen Etage eine Galerie fotografierten. Dann über die Straße auf den ersten Markt, wo alles was das Herz begehrte angeboten wurde. Den Fotoapparat unter die Jacke, da hier nicht fotografiert werden sollte und man sich auch vor Diebstahl schützen musste. Danach ging es durch einige weitere Straßen über einen großen Lebensmittelmarkt (Obst, Gemüse, Fleisch, …). Hier schossen wir noch schnell einige Fotos, bevor es dann Richtung Neu Holland (kleine Insel im Zentrum) ging. Hier konnten wir uns endlich stärken. Danach schlenderten wir, nun ohne Stadtführer und Reiseleitung entspannt an der Newa entlang, besichtigten von außen die Isaak Kathedrale und fuhren mit dem Taxi zum Hotel. Hier zahlten wir den höchsten Preis, nämlich 1850 Rubel. Im Hotel die Fotoausrüstung gepackt und schon ging es weiter, erst mal ins Frikadelki (Nähe Erlöserkirche), wo wie in einem Self Service Restaurant zu Abend aßen, modern eingerichtet und viele leckere, frisch zubereitete Speisen. Nach dem Essen lösten wir ein Ticket und bewunderten die Wand- und Deckengemälde in der Erlöserkirche. Unsere Stative mussten wir abgeben und so fotografierten wir die Deckengemälde, in Mitte der Kirche, auf dem Rücken liegend. Danach ging es über das Marsfeld, an der Newa entlang Richtung Börse, wo wir mit Stativ viele Langzeitbelichtungen und Detailaufnahmen schossen (Peter-Paul-Festung, Rostra Säulen, Börse, Eremitage, …). Hier entstanden mit die schönsten Fotos der Reise. Nach 01:00 suchten wir uns ein Taxi, fuhren Richtung Hotel (diesmal nur für 500 Rubel) und suchten uns noch eine Bar, der Absacker wollte ja noch weggetrunken werden. Wir bestellten zwei Bier, verstanden „German Bier“ und dann mal Prost. Igitt, war es doch kein „German Bier“ sondern „Cherry Bier“. Das Bier stehen gelassen, zwei neue bestellt (belgisches diesmal und der Barkeeper schaute etwas erstaunt) und dazu einen Wodka – ganz lecker! Gegen 03:00 war dann auch dieser Tag geschafft und man freute sich schon auf den nächsten Tag.

Foto 4: Peter-Paul-Festung

Sankt Petersburg 2017 – 5.+6. Tag: Stadtbummel und Rückflug (05.+06. Juli)

Mittwoch, der letzte Tag in Sankt Petersburg. Der heutige Tag steht zur freien Verfügung. Da ich vorher schon in meinen Reiseführer geschaut habe, steht die Tagestour auch schnell fest. Zu fünft schlendern wir durch Sankt Petersburg. Treffpunkt ist gegen 11:00 in der Lobby und schon geht’s los Richtung Metro.        Als erstes müssen wir mit unseren Fotorucksäcken durch die Kontrolle (wie am Flughafen). Dann ein Ticket für 45 Rubel gekauft und schon geht es die Rolltreppe abwärts in den Untergrund, die Fahrt wollte kein Ende nehmen. Wir fahren mit der Linie 1 Richtung Süden und steigen an folgenden Stationen aus. Puschkin – Baltischer – Narwskaja – Kirow – Awtowo (schönste). Diese wurden in den 1950er Jahren erbaut und haben noch den Charme des Monumentalen aus der Stalinzeit. Auf der Narwskaja verbot uns eine resolute Bahnmitarbeiterin das Fotografieren, dafür ließ man uns auf den anderen Stationen in Ruhe gewähren. Nachdem wir fertig waren, fuhren wir zurück zur Tschernyschewskaja und dann ging es mit der Rolltreppe wieder ans Tageslicht.
Oben angekommen fragte ich ein russisches Mütterchen wo denn der Smolny sei, es erfolgte eine lange Erklärung in Russisch, wobei ich zu mindestens die Richtung verstand und dass es ein langer Weg sei. Aber, wir hatten ja genügend Zeit und schlenderten also durch den Taurischen Garten zum Smolny. Hier überraschte uns ein kurzer aber kräftiger Regenschauer, so dass wir schnell noch einen Kaffee tranken. Nun schauten wir uns noch die Fotos von einem Teilnehmer auf seiner Kamera an, die dieser während der nächtlichen Bootsfahrt geschossen hatte. Naja??? Und schon waren wir durch die nächsten Straßen am Smolny angelangt. Eine eher große Parkanlage, mittendrin der Smolny und davor eine Leninstatue. Dies abgelichtet, hinein durfte man nicht und dann weiter zum Smolnykloster mit einer wunderschönen weiß blauen Kirche. Diese in Langzeitbelichtung fotografiert, wegen der Wolken (natürlich mit Stativ). Dabei verloren wir drei unserer Fotofreunde und so machten wir uns nur noch zu zweit auf den Rückweg. Da wir nicht den langen Weg zur Metro laufen wollten, beschlossen wir mit dem Bus zu fahren. Aber mit welcher Linie denn? Direkt am Smolnykloster befand sich ein Infostand, während wir noch überlegten hier mal nachzufragen, ging auf einmal die Tür auf und eine junge Frau fragte nach, wonach wir suchten.         Auf unsere Frage, diesmal in Englisch, erklärte Sie uns, dass wir mit der Linie 76 (kleiner Bus) direkt bis zur Metro fahren können. Wir also zur nächsten, nein es war die übernächste Busstation hin und warteten dort geduldig auf die 76. Der nunmehr dritte Bus war auch schon wieder die 136, wir also rein und welch ein Zufall, saß dort doch schon die junge Frau vom Infostand. Auch gut, so konnte Sie uns wenigstens nach drei Stationen aus dem Bus leiten, so dass wir nur noch einen kurzen Weg bis zur Metro hatten. Zwischendurch kamen wir noch an einem urigen russischen Restaurant vorbei und aßen schnell noch eine Soljanka. Dann ging es mit der Metro zurück zum Hotel. Hier gegen 18:00 angekommen war erst mal zwei Stunden Ruhe. Gegen 20:30 traf sich die gesamte Gruppe mit Veranstalter und Fotograf in einem Fischrestaurant zum Essen. Nachdem wir alle anwesend waren und bestellt hatten, ich aß Pasta mit frischem Fisch, sehr lecker zubereitet, zog unser Fotograf Fazit und malte die Reise in einem wunderbaren Licht. Daraufhin kam es zu einem lauten Disput zwischen einer Teilnehmerin und dem Veranstalter und dem Fotografen. Hatte ich bis dahin auch noch nicht so erlebt. Gegen 22:30 zogen wir dann wieder, wie jeden Abend, zu zweit, das letzte Mal durch das nächtlich beleuchtete St. Petersburg. Heute waren die Kasaner Kathedrale sowie die Erlöserkirche aus einer anderen Perspektive unser Ziel. Danach liefen wir den Newskij Prospekt zurück und warteten während wir ein Bier tranken einen Regenschauer ab. Danach ging es am Hotel noch in eine Bar, wo es nochmals ein Bier sowie einen Wodka gab. Gegen 03:30 waren wir im Hotel, Koffer packen, duschen und gegen 04:45 trafen wir uns in der Lobby. Um 05:00 Ortszeit holte uns ein Taxi ab und chauffierte uns zum Flughafen. Hier schnell eingecheckt, durch die Pass- und Sicherheitskontrolle und dann flogen wir auch schon pünktlich ab und waren um 09:00 Uhr in Tegel. Da mein Auto ja nun am anderen Ende der Stadt stand, fuhr ich mit dem Taxi nach Adlershof, frühstückte dort erst einmal und dann ging es nach Hause, wo ich gegen 14:00 ankam und erst einmal ein kurzes Schläfchen einlegte. Damit endete die Fotoreise, die keine war, nach St. Petersburg.

Foto 5: Metrostation Kirow

Durch Norwegens Fjorde 30.07.-06.08.2016

Die Buchung nahmen wir bereits im Februar 2016 vor, hierzu gab es von Vetter Touristik ein Sonderangebot:
– Kabine mit Fenster (2 Personen) = 2039,00 €
– Kabine mit Balkon (2 Personen) = 2449,00 €
– Innenkabine (ich) = 1449,00 € + 499,00€ Zuschlag.
Unser Schiff – die AIDALuna
Indienststellung 2009 – Länge 252 m – Breite 32 m – Tiefgang 7 m –
Besatzung 607 – Passagiere 2400 Anzahl Decks 13 – Restaurants 7 – Bars 11.

Norwegen 2016 – 1. Tag: Anreise (30. Juli)

Anreise Storkow: Um 07:00 in der Früh ging es für Kirsten und Ingo in Storkow los, zuerst auf die A12 Richtung Berlin, dann auf den Berliner Ring A10 bis zum Dreieck Havelland, danach auf die A24 Richtung Hamburg, kurz vor Hamburg auf die A21 nach Kiel. Es war eine entspannte Fahrt ohne Stau, Ankunft in Kiel gegen 12:00. Das Auto abgegeben bei „Parken und Meer“, dann mit dem Shuttlebus zum Einreiseterminal Ostuferhafen. Dann begann unsere Wartezeit, bis die
2. Reisegruppe (Nachterstedter) eintrafen.
Anreise Aschersleben/Nachterstedt: Start um 07:20 in Aschersleben nach Nachterstedt, kurzer Stopp in der Margaretenstraße, alles eingeladen und weiter ging es in die Mittelstraße. Hier, zu früh angekommen, geklingelt, geöffnet und gestaunt, dass ich schon da bin – die erste Panikwelle brach los. Schnell alles noch fertiggemacht, Koffer eingeladen und um 08:00 Uhr ging es pünktlich Richtung Kiel. Zuerst auf die B6n/A395 Richtung Braunschweig, zügiges fahren, Straßen leer. Abfahrt Salzgitter/Lebenstedt runter zur A39 Richtung Hannover, dann auf die A7 Richtung Hamburg. Bis Höhe Mellendorf verlief alles super, dann gingen die Probleme los, wir fuhren in den ersten ersten Stau, kamen aber noch relativ gut durch. Dann fingen im Radio die Staumeldungen an, Vollsperrung auf der A7 zwischen Dreieck Walsrode und Hamburg, also auf die A27 bis Bremen, erste Pause auf einer Raststätte, schon total voll. Weiter auf die A1 Richtung Hamburg – die Autobahn war schon gut befahren, so dass wir dann über die A261 kurz vor dem Elbtunnel wieder auf die A7 kamen. Hinter dem Elbtunnel gab es dann viele Baustellen bis Kiel, mit einigen Staus.
Wir erreichten unseren Parkplatz in Heikendorf gegen 14:00, übergaben das Auto und der erste kräftige Regenschauer prasselte hernieder. Nachdem uns der Shuttlebus zum Ostuferhafen nach Kiel gebracht hatte, trafen wir gegen 15:00 im Terminal der AIDA unsere Reisgruppe aus Storkow. Endlich – wir hatten es geschafft. Das Einchecken dauerte noch ca. 50 Minuten, dann spazierten wir auf die AIDA. Da mein Zimmer erst ab 16:00 freigegeben wurde, ging ich sogleich auf Deck 9 an die Theaterbar. Hier ein frischgezapftes Radeberger und einen doppelten Wodka „Grey Goose“ – Prost! Und dann kamen auch alle anderen schon zum ersten Umtrunk – so kann der Urlaub starten. Danach beziehen der Innenkabine – sauber funktional und groß genug. 17:00 Seenotrettungsübung für alle auf Deck 5 mit umgelegter Rettungsweste. Einige Engpässe an Rettungswesten aber sonst klappte es einigermaßen – absaufen möchte man trotzdem nicht. Nach unserer Übung verstauten wir die Rettungswesten wieder in unseren Zimmern, dann ging es auf das Sonnendeck wo wir gegen 18:00 das Auslaufen beobachten wollten. Dies verzögerte sich aber um volle 2 Stunden,
da einige Passagiere verspätet noch vom Flieger aus Hamburg eintrafen. Also erst einmal zum Abendessen, mit Müh und Not noch ein Platz bekommen, leider heute getrennt (ist uns danach nicht wieder passiert). Das Essen war aber sehr vielfältig, frisch und lecker, Wein (rot und weiß) gab es auch genug, da wurde die Seewelt langsam bunt. Nach dem Abendessen legten wir endlich mit zwei weiteren AIDA Schiffen, der AIDAvita und AIDAaura, ab. Dies habe ich natürlich bei tiefstehender Sonne in zahlreichen Fotos festgehalten. Zum Ende des Abends ging es noch an die Bar, wo wir uns noch einen Schlummertrunk gönnten (es wurde ja alles über unsere Bordkarte gebucht.man brauchte also erst mal kein Geld). Endlich in die Kabine, noch schnell geduscht und dann in die Waagerechte – und langsam schaukelte das Bett.

Foto 1: Auslaufen aus Kiel (AIDAaura und AIDAvita)

Norwegen 2016 – 2. Tag: Seetag (31. Juli)

Aktuelle Etappe: 632 Seemeilen (1170 km) bis Bergen.
Nachdem wir die erste Seenacht in unseren Kabinen verbracht hatten, trafen wir uns gegen 08:30 zum Frühstück. Nach einigem Suchen, fanden wir einen Tisch im Restaurant „Weite Welt“ und genossen das gute Angebot. Hier lernten wir auch Juri kennen, einen Philippiner, der uns am Tisch mit Kaffee versorgte. Bis auf den Kaffee war auch alles okay, zwar heiß, aber recht dünn (sogenannter Blümchenkaffee), den es bis ans Ende der Reise gab. Schon beim Frühstück überlegten wir, wie wir wohl den Tag gestalten konnten. Ein Blick in unser AIDA Tagesprogramm gab uns hier einige Hinweise. Also beschlossen wir an dem Erstfahrertreff teilzunehmen.
Dazu gingen wir gegen 10:00 Uhr zum Treffpunkt auf Deck 11. Leider war keiner mehr da, nachdem wir uns aber erkundigt hatten, lotste man uns schnell noch ins Kino. Hier stellten sich unsere Gastgeber kurz vor und dann ging es auch schon in die AIDA Bar, wo es schon die ersten Ausführungen gab. Nach einigen Minuten ging es weiter in Richtung Deck 9 zu den Geschäften. Hier wieder ein kurzer Stopp, dann bogen alle nach links ab, auch Ingo, wir (der Rest) bogen nach rechts ab – war uns zu langweilig. Also den Fotoapparat geholt, auf Deck 12 und fotografiert (das Schiff und die See aus verschiedenen Blickwinkeln), bei Wind, Wolken und etwas Sonne – und auch das Schiff schaukelte etwas – wunderbar. Ein paar Schiffe fuhren auch links und rechts an uns vorbei. Zum Mittag ging es wieder ins Restaurant „Weite Welt“, hier gab es genügend zu Essen
und zu trinken (Wein, zwar leicht aber dafür genug). Dann buchten wir noch jeweils für Dienstag und Donnerstag unserer Tagesausflüge, eine Bus- und Schiffstour. Danach wurde weiter das Schiff erkundet, Kaffee getrunken, Abendbrot gegessen und zum Abschluss des Tages noch ein Cocktail genossen. Dann fuhren wir auch schon in den ersten Fjord Richtung Bergen ein.

Foto 2: Am Heck der AIDAluna bei Wolken und Sonnenschein

Norwegen 2016 – 3. Tag: Bergen (01. August)

Bergen liegt zwischen sieben Bergen im Byfjord und war einmal die Hauptstadt Norwegens. Am Hafen liegt der berühmte Fischmarkt, am alten Handelszentrum Bryggen kann man viele malerische Kaufmannshäuser bewundern. In der zweitgrößten Stadt leben ca. 278000 Menschen.                   
Liegezeit: 09:00 – 18:00 Uhr, nächste Etappe: 137 Seemeilen (254 km) bis Flam.   Nach dem Frühstück ging es auf eigene Tour durch Bergen. Den Ausflug hatten wir schon vorab im Internet gebucht. Da wir den Treffpunkt 10:00 in der AIDA Bar nicht so genau nahmen, war dort natürlich niemand mehr anzutreffen und so begaben wir uns auf Deck 5, zur Rezeption mit angrenzendem Reiseservice. Hier holten wir unsere Tickets für die Floi-Bahn sowie für das Fischbrötchen. Gegen 10:30 verließen wir über Deck 3 unser Schiff und gingen an Land. Sofort mussten wir unseren Regenschirm öffnen, der Wind war auch nicht schlecht. Und es regnete ordentlich. So gingen wir zur Floi-Bahn und stellten uns erstmal in der Schlange an. Aber schon nach ca. 20 Minuten ging es los auf den Berg Floyen. Oben angekommen konnte ich gerade noch einige Bilder schießen und dann gab es nur noch Starkregen, also kehrt und gleich wieder runter nach Bergen. Und der Regen war auf einmal weg – allerdings nur für eine Viertelstunde. Hier bummelten wir durch die nassen Gassen von Bergen, verloren uns kurz, da ich fotografieren musste, fanden uns dann aber vor unserem Fischbrötchen wieder. Schnell sicherten wir uns einen Tisch, bestellten ein Glas Wein oder Bier und verspeisten unser Lachsbrötchen. Endlich mal ein paar Minuten Rast. Danach ging es noch durch ein paar Geschäfte, gekauft wurde nichts und aufgrund des Regens ging es zurück zum Schiff. Ich machte noch einen Abstecher nach Bryggen (ehemaliges Handelskontor), machte noch ein paar Aufnahmen, aber der Regen trieb mich auch aufs Schiff zurück – zu Kaffee und Kuchen. Danach eine kurze Erholungspause und 20:00 (wir stellten uns schon 19:45 an) ging es diesmal ins Marktrestaurant, wo wir herrlich speisten und tranken. Zum Abschluss noch einen Schlummercocktail und unser Schiff war schon auf Reise in den nächsten Fjord nach Flam.

Foto 3: In den Gassen von Bergen

Norwegen 2016 – 4. Tag: Flam (02. August)

Das malerische Dorf am Aurlandsfjord ist umgeben von steil aufragenden Bergwänden, Wasserfällen und grüner Natur. Hier ist es wunderschön, still und harmonisch. Flam ist Heimat von ca. 450 Menschen. Von Flam fährt die berühmte Flambahn durch die spektakuläre Natur, entlang an Wasserfällen, alten Holzkirchen, steilen Felswänden und vielen Tunneln.        
Liegezeit: 07:00 – 17:00, nächste Etappe: 216 Seemeilen (400 km) bis Olden.
Nach dem Frühstück schnappte ich erst mal meine Kamera und schoss vom Schiff die ersten Fotos von Flam und Umgebung. Es war still, klar, die Landschaft imposant mit viele grün und die Sonne schaute durch die Wolkendecke. Gegen 10:30 trafen wir uns wieder auf Deck 3 und verließen das Schiff, außer unser Ingo, den es irrtümlicherweise auf das Sonnendeck verschlug. Wir machten durch Flam einen Spaziergang, genossen das schöne Wetter und die Landschaft, schauten uns in einem Souvenirladen um, probierten Pullover an, kauften aber keinen und waren dann pünktlich zur Mittagszeit auf dem Schiff zurück. Die Mittagspause war heute relativ kurz, da wir uns um 13:00
in der AIDA Bar zu unserem Ausflug trafen. Mit dem Bus ging es nach Stalheim, Undredal und in den Naeroyfjord. Nachdem wir uns bei der Reiseleitung angemeldet hatten verließen wir das Schiff und bestiegen unsere Busse. Da wir aber die letzten waren, musste Vater und Ingo in einen anderen Bus einsteigen, der zudem noch eine andere Route fuhr, so dass wir uns erst wieder zum Abendessen vereinen konnten. Aber wir bekamen im Bus die besten Plätze, ganz vorn – man muss halt auch mal als „Letzter“ der „Erste“ sein. Unser Reiseführer war ein junger Italiener, der noch nicht lange in Norwegen lebte. Jedenfalls quatschte uns der Italiener von Anfang bis Ende richtig schön zu.
Wie versuchten nicht hinzuhören und die Landschaft zu genießen. Schließlich kamen wie an eine Straßenbaustelle und mussten gezwungenermaßen anhalten. Am Straßenrand stand der „Troll“ (ein Straßenarbeiter) mit einer Kelle und gebot uns Halt. Unser Fahrer übersah ihn jedoch, der Troll sprang behände und entsetzt vom Straßenrand zurück und endlich bremste unser Bus.
Alles noch mal gut gegangen. Nach dem kurzen Stopp ging es weiter zu einem Hotel in Stalheim, wo wir einen fantastischen Ausblick auf den Fjord genossen (Kaffee und Kuchen gab es dort auch noch). Nach der Pause ging es durch enge Serpentinen in den nächsten Fjord – 15 Minuten Fotostopp und danach weiter zu unserem letzten Ziel, in das malerische Dörfchen Undedral.
Hier schnell noch ein paar Fotos geschossen und dann mit dem Bus zurück zum Schiff, so dass wir gegen 16:30 zurück waren. Gegen 17:00 verließ unser Schiff auch schon wieder das wunderschöne Flam und nach dem Abendessen gab es noch einen leckeren Cocktail, eine Profunda (sehr alkoholhaltig).

Foto 4: Blick von Stalheim auf die grandiose Natur

Norwegen 2016 – 5. Tag: Olden (03. August)

Fjorde und Gletscher zeichnen die imposante Landschaft rund um die idyllische Hafenstadt Olden aus. Hier leben ca. 500 Einwohner in farbenfrohen Holzhäusern, neben dem spiegelglatten Innvikfjord.
Liegezeit: 08:00 – 16:00, nächste Etappe: 276 Seemeilen (511 km) bis Stavanger.
Nach der Abfahrt von Flam fuhren wir in den Innvikfjord um unser nächstes Ziel, den malerischen Ort Olden anzulaufen. Vom Frühstücksdeck konnte man schon einen Blick auf die wundervolle Landschaft rund um Olden werfen. Das Wetter war angenehm tempereiert, die Sonne schien – herrlich zum Genießen und fotografieren! Also nach dem Frühstück schnell die Kamera geschnappt und die ersten Fotos von der AIDAluna geschossen. Danach ging es wie immer 10:30 über Deck 3 runter vom Schiff. Ingo war diesmal auch dabei, so dass wir alle vollzählig starten konnten.
Die interessanten Reisen waren leider schon ausverkauft, so dass wir auf eigene Faust den Tag gestalten konnten. Direkt vor dem Schiff stand ein alter roter Doppelstockbus, mit dem man die nächste Umgebung von Olden erkunden konnte. Schnell ein paar Bustickets gekauft, wir hatten Glück und fanden auch noch einen Sitzplatz im Bus und dann ging es auch schon los durch die schöne Natur rund um Olden. Wir fuhren an Kirchen, bunten Holzhäusern, Flüssen und Wasserfällen vorbei und kamen nach ca. 30 Minuten an einem klaren See mit einer atemberaubenden Landschaft (Briksdal Gletscher) an. Hier war ein Fotostopp von ca. 20 Minuten vorgesehen. Nachdem ich meine Fotoausrüstung vorbereitet hatte um den See mit der schönen Spiegelung zu fotografieren, warfen die Kinder Steine ins Wasser und die Spiegelung war dahin. Also ein paar Minuten warten und dann konnte ich doch noch einige Bilder schießen. Danach ging es wieder zurück nach Olden, wir verließen im Ort den Bus, die anderen spazierten zum Schiff zurück und ich machte mich auf zur alten Kirche in Olden. Diese lichtete ich aus verschiedenen Perspektiven ab und zog dann weiter. Die Sonne brannte ganz gut vom Himmel, so dass ich mich meiner Jacke entledigen konnte und dann ging es Richtung neuer Kirche, immer entlang einer gut befahrenen Straße (leider ohne Fußweg). Kurz vor der Kirche entdeckte ich vom Straßenrand einen kleinen Fluss, der sich idyllisch durch die Landschaft schlängelte. Also runter von der Straße und dann ein paar hundert Meter am Flussufer entlang bis zu einem Holzsteg, der sich wunderbar in Szene setzte, Nun endlich weiter zur Kirche. Nachdem diese auch abgelichtet war, ging es noch etwa 20 Minuten straff weiter der Straße entlang bis zu einem kleinen Wasserfall direkt neben der Straße (vom Bus am Vormittag aus gesehen). Hier fotografierte ich ca. 30 Minuten und dann im Eiltempo zum Hafen zurück. Auf dem Rückweg wurden noch zahlreiche Fotostopps eingelegt (Landschaft, Olden und Schiff) und dann war ich pünktlich 15:00 wieder „on Board“. Und hier ging es erstmal an die Theaterbar auf Deck 9, wo ich mir einen herrlich eisgekühlten Vitamincocktail (diesmal ohne Alkohol) gönnte – mmh war das herrlich. Danach gab es Kaffee und Kuchen und dann trafen wir uns alle auf der Balkon meiner Eltern und genossen das Auslaufen aus dem Fjord bei herrlichem Sonnenschein. 17:30 genoss ist noch, sozusagen als Aperitif, ein großes Radler mit einem doppelten Wodka „Grey Goose“ und dann gab es auch schon Abendessen. Danach ging es noch an die Bar, wo wir wie jeden Abend, diesen sonnigen Tag mit einem leckeren Cocktail ausklingen ließen.

Foto 5: Briksdal Gletscher

Norwegen 2016 – 6. Tag: Stavanger (04. August)

Norwegens Ölhauptstadt, mit ca. 128000 Einwohnern hat viel Sehenswertes zu bieten. Gamle Stavanger, das Viertel mit den schmalen Kopfsteinpflastergassen und den rund 170 strahlend weißen Holzhäusern aus dem 18. Und 19. Jahrhundert verzaubert bisher noch jeden. Der hellgrüne Lysefjord, an dem Stavanger liegt, bietet imposante und eindrucksvolle Landschaften, steile Felsen, kleine Inseln und Wasserfälle. 
Liegezeit: 10:00 – 20:00, nächste Etappe: 497 Seemeilen (920 km) bis Kiel.
Unser letzter Ausflug führte uns nun nach Stavanger. Hier liefen wir morgens, während unseres Frühstücks, in den Stadthafen ein. Da unser Tagesausflug in den Lysefjord erst um 15:30 startete, hatten wir also noch etwas Zeit, durch die Stadt zu bummeln. Also, nach dem Frühstück schnell vom Schiff die ersten Fotos geschossen. Vom Sonnendeck aus hatte man einen guten Überblick über den Stadthafen, ein paar Schiffe und der Altstadt. Ab und zu lugte auch mal die Sonne hervor, so dass man die Fotos mit ein paar Lichtspots versehen konnte. Danach ging es wie immer bei unseren Ausflügen um 10:30 über Deck 3 an Land. Wir waren auch gleich mitten im Zentrum von Stavanger. Nach den ersten hundert Metern fing es auch gleich stark an zu regnen, typisch für Norwegen und wir suchten erst mal Schutz vor den Wassermassen. Leider verlor ich die anderen aus den Augen und so zog ich allein durch die Stadt, immer auf der Suche nach den anderen, die ich leider nicht entdecken konnte, da ich rechts zur Altstadt abbog und die anderen nach links ins Zentrum gingen. So schaute ich mir die Altstadt, mit vielen kleinen weißen Holzhäusern allein an, machte ein paar Fotos, überstand noch etliche Regenschauer und ging dann durch das Zentrum von Stavanger, bummelte durch ein paar Geschäfte (kaufte aber nichts) und lief dann am späten Vormittag Kirsten und Ingo über den Weg. Ein kurzer Schwatz und dann verabredeten wir uns zum Mittag auf dem Schiff. Ich war kurz nach 13:00 „on Board“, ging ins Restaurant „Weite Welt“ traf Mutter, Vater und die Tante und stärkte mich erst mal am Buffet, dazu ein leichter Weißwein – lecker. Dann kamen auch schon Kirsten und Ingo. Nach dem Essen kurze Pause und dann ging es auch schon mit einem Schnellboot in den Lysefjord, wir saßen alle in ziemlich schmalen Reihen im Boot, das Wetter war recht windig, grau und regnerisch. Wir sahen etwas von Stavanger, einige graue steile Felswände, legten noch eine Kaffeepause in einer kleinen Bucht ein (Waffeln mit Erdbeermarmelade und saurer Sahne – na ja) und dann fuhren wir auch schon wieder im Eiltempo zurück zur AIDAluna.
Dort gegen 19:00 angekommen gingen wir ins Steakhaus Buffalo (den Tisch hatten wir mittags an der Rezeption bestellt) und aßen leckere Steaks. Ich aß ein Filetsteak mit Hummer mit Knoblauchbrot, dazu einen frischen Salat und ein Glas Rotwein (Rioja). Das Essen war köstlich, alles auf den Punkt gebraten. Dann wie jeden Abend noch ein Cocktail an der Bar und danach ging es in die Kabine zur Nachtruhe.

Foto 6:  Blick auf Stavanger

Norwegen 2016 – 7. Tag: Seetag (05. August)

Unser zweiter und letzter Tag auf See brach an. Natürlich machten wir uns schon vorher Gedanken, wie wir diesen Tag wohl sinnvoll gestalten konnten. Aber zuerst gab es wieder immer gegen 08:30 Frühstück. Heute aß ich nur frisches Obst (Melone, Ananas), da ich zum einen noch vom Vorabend satt war und zum anderen, weil wir uns tags zuvor noch zu einem Kochkurs angemeldet hatten. Hier starteten wir gegen 11:00 im Buffalo Steakhaus. Wir waren 12 Personen und dazu noch unserer Köchin vom Gourmet-Restaurant Rossini. Nach der Anmeldung gab es erst mal ein gut gekühltes Glas Sekt (da noch einige übrig waren, tranken Kirsten und ich auch gleich noch ein zweites). Das hob die Stimmung aufs Kochen. Unsere Köchin erklärte uns erst mal, was wir zusammen zubereiten wollten (das meiste machte sie, alle schrieben, ein paar halfen mit, Kirsten rührte fleißig das Risotto und ich fotografierte). Und hier unser 3-Gang Menü:
– Vorspeise: weiße Tomatenessence,
– Hauptgang: Limettenrisotto mit Parmesan, dazu Hummer in Butter und Knoblauch geschwenkt mit eingefärbter Fischsauce,
– Dessert: Schwarzbrotpudding mit Beerenragout und Vanilleeis.
Die Teller hierfür garnierten wir selber, dann ließen wir uns jeden Gang schmecken. Dazu genossen wir reichlich Wein, alles war ganz lecker. Nach 2 Stunden waren wir durch, man konnte sich noch ein Kochbuch der AIDA mitnehmen und dann machte ich erst mal Mittagsruhe bis zum Kaffee.
Nach dem Kaffee ging es zur Bildversteigerung auf Deck 9. Hier wurden mehrere Bilder verschiedener Künstler versteigert. Drei Bilder wurden als sogenannte „Blind Dates“ versteigert. Diese Bilder waren verhangen, so dass man nichts erkennen konnte und alle drei fanden auch einen Käufer. An diesem letzten Abend ging es 20:00 in Marktrestaurant, wo wir uns das Abendessen das Letzte mal schmecken ließen. Dann noch auf Deck 12 ein Gruppenfoto gemacht und zum Schluss des Abends genehmigte ich mir noch ein Glas Sekt. Damit endete der letzte Abend auf der AIDAluna.

Foto 7: Blick von der AIDAluna auf die Ostsee

Norwegen 2016 – 8. Tag: Abreise (06. August)

Das letzte Mal zum Frühstück ins Restaurant „Weite Welt“. Heute trafen wir uns schon gegen 08:00, da wir spätestens 09:00 Uhr die Kabinen verlassen müssen. Trotz der Abreise bekommen wir sofort einen Tisch für alle und schlagen noch einmal richtig zu. Dann schnell nochmal in die Kabine, den Koffer geschnappt und den langen Gang entlang Richtung Deck 5. Am Ausgang staut es sich ordentlich, aber trotz der vielen Menschen gelangen wir nach ca. 15 Minuten vom Schiff. Ein letztes Mal die Bordkarte zum Auschecken vorzeigen und runter vom Schiff, durch die große Einreisehalle, Richtung Shuttlebus der uns zum Parkplatz nach Heikendorf zurückbringt. Da ich als erster draußen war, wartete ich in der Nähe unseres Shuttlebusses, leider kam keiner von den anderen. So verging bestimmt ein halbe Stunde und dann lüftete sich das Geheimnis des Ausbleibens der anderen. Tante Margot hatte nach dem Auschecken bemerkt, dass sie ihre Handtasche in der Kabine zurückgelassen hatte – also erst mal Panik. Kirsten schleuste sich wieder an Bord, ging in die Kabine, schnappte sich die Handtasche und verließ fluchtartig das Schiff. Nun konnten wir zum Parkplatz fahren. In Heikendorf angekommen, bestiegen wir unser Auto und fuhren Richtung Heimat. Kirsten und Ingo machten noch einen Abstecher nach Laboe und fuhren danach ohne größere Zwischenfälle nach Hause. Wir fuhren diesmal auch direkt ohne Stau nach Hause, machten unterwegs noch ein kurze Snackpause und waren gegen 14:30 wieder in der Heimat. Damit endet unsere Schiffsreise durch die Fjords, schöne Städte und die imposante Natur Norwegens.

Foto 8: Sonnenuntergang auf der Ostsee

Island – Nordwesten 19.06. – 03.07.2016

Island 2016 – Anreise Storkow (Samstag – 18. Juni)

Anreise über Nachterstedt, mit Tante Margot nach Storkow. Hinter Magdeburg, am ersten Rastplatz, setzte das Auto aus und musste abgeschleppt werden. Kaffee bei Kirsten fiel dann sozusagen aus. Ingo holte uns vom Rastplatz ab und chauffierte uns dann nach Storkow, wo wir Abends gegen 20:15 an kamen. So konnten wir noch grillen und eine Falsche Wein leeren.

Island 2016 – Anreise Island (Sonntag – 19. Juni)

Ingo fuhr mich schnell zum Flieger nach Schönefeld, hier checkte ich problemlos ein und startete mit etwas Verspätung nach Reykjavik. Dort traf ich auf dem Flughafen Peter, den Fotografen sowie 5 andere Teilnehmer. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, trafen wir uns zu nserem ersten Abendessen und besprachen den weiteren Ablauf. Auch Nachts wurde es nicht richtig dunkel.

Island 2016 – Tag 1 (Montag – 20. Juni)

Nach einigenHindernissen (Auto bei Anfahrt liegengeblieben, mit ADAC abgeschleppt) bin ich doch wohlbehalten auf Island eingetroffen. Heute, am Montag 20.06., beschäftigten wir uns bis zum Mittag mit dem Ablauf der Fotoreise, gingen zusammen ein paar Grundlagen der Fotografie durch und dann ging es nach demMittagessen durch Reykjavik. Der Himmel war meistens grau, es wehte ein frischer Wind und die Temperatur war ca. 14°C. Essen und Trinken sind gut, viel frischer Fisch, die Preise sind auch dementsprechend. Morgen früh geht es um 08:00 mit der Rundreise durch den Nordwesten von Island los.

Foto 1: stählernesWikingerschiff in Reykjavik

Island 2016 – Tag 2 (Dienstag – 21. Juni)

Am zweiten Tagsind wir um 08:00 in Reykjavik zu unserer Rundreise in den Nordwestengestartet. Dabei sind wir eine Menge von Fotopoints angesteuert, Landschaft, Wasserfall, Pferde, Langzeitbelichtungen am Fjord, Vulkankrater, eine schwarzeKirche, Verkostung von vergrabenem Hai, … Gegen 22:15 sind wir dann in unserem Hotel gelandet. Nun haben wir bis 01:00 Nachts Pause und dann gehts zum nächsten Wasserfall bei Sonnenaufgang.
Wetter heute – erst grau, dann leichterNieselregen, am Abend Sonne und blauer Himmel.

Foto 2: ein namenloserWasserfall in Langzeitbelichtung

Island 2016 – Tag 3 (Mittwoch – 22. Juni)

Nach einer sehr kurzen Nacht sind wir gegen 01:00 Richtung Kirkjufell aufgebrochen, um einen Wasserfall bei Sonnenaufgang zu fotografieren. Es war ein klarer Himmel, die Temperatur betrug ca. 8°C. Am Wasserfall angekommen fotografierten wir die schöne Morgenstimmung und kehrten dann gegen 04:30 insHotel zurück. Danach ging es für 4,5 Stunden ins Bett und dann ging unsereFototour weiter. Heute standen Inselpferde und viele Landschaftsfotografien auf dem Programm. Zum Abendbrot gab es leckeren Fisch und zum Abschluss ein Glas Rotwein.

Foto 3: Sonnenaufgang am Kirkjefell

Island 2016 – Tag 4 (Donnerstag – 23. Juni)

Hallo Deutschland, nun habe ich endlich wieder eine WLAN Verbindung in die weite Welt.
Am 4. Tag sind wir gegen 09:00 Uhr von unserem Hotel Bjarkalundur in den Westfjords gestartet und ca. 4 Stunden nach Patreksfjördur gefahren. Patreksfjördur ist die nordwestlichst gelegene Stadt Europas (Klasse). Der Himmel war total langweilig, grau verhangen, in höheren Lagen war teilweise Nebel. Wir haben aber, wie immer, das Beste daraus gemacht. Wir fotografierten eine kleine Kirche (am Fähranleger), einen Wasserfall und natürlich die weiten, einsamen Landschaften. Am Abend führte uns unsere Fototour zum Vogelfelsen Latrabjarg, wo wir viele kleine bunte Papageientaucher fotografierten (zwei Tage später probierten wir diese auch – sehr lecker!).
Die Fahrt führte uns 1,5 Stunden über eine holprige Schotterstrecke immer der Küste entlang.
Das Essen am 4. Tag war wie immer super lecker, zum Mittag isländischer Lammeintopf (einfach mal nachkochen), zum Abend Fish & Chips (leckere knusprige Pommes, dazu Backfisch herrlich frisch & saftig).

Foto 4: Papageientaucher am Vogelfelsen Latrabja

Island 2016 – Tag 5 (Freitag – 24. Juni)

Wir starteten nach einem ausgiebigen Frühstück ca. 09:00 Richtung Küste um eine kleine alte und schwarze Kirche in Saurbæjarkirkja in Szene zu setzen. Danach wurde im Fjord Patreksfjördur ein altes Schiffswrack aus verschiedenen Positionen abgelichtet. Mittags waren wir im Hotel, um Fotos für unsere Bildbesprechung auszuwählen und zu bearbeiten. Die Besprechung dauerte ca. 90 Minuten, aber wir hatten alle einigermaßen brauchbare Fotos vorzuweisen, so dass wir unsere Fotoreise beruhigt fortsetzen konnten. 16:20 ging es dann zum zweiten Mal zum Vogelfelsen Latrabjarg. Dort angekommen regnete es so heftig und ein starker Wind pfiff uns um die Nase
(aber immer noch besser als die Hitzewelle in Deutschland!), dass ein fotografieren leider nicht mehr möglich war. Ich warf mich dennoch in den Wind und schoss ein paar Fotos von verregneten Papageientauchern. Danach ging es zum Abendessen mit leckeren Fisch & Chips und dann zum Hotel wo der Koffer für den nächsten Tag gepackt werden musste.

Foto 5: Schiffswrack am Patreksfjördur

Island 2016 – Tag 6 (Samstag – 25. Juni)

Wieder einmal war ein Hotelwechsel angesagt, aber wenn man was erleben und gute Fotos schießen will, schleppt man doch gern den Koffer und die Fotoausrüstung aus dem Hotel.
09:00 Uhr gings los, Start in Patreksfjördur – Richtung Isafjördur (Hauptstadt der Westfjorde), hauptsächlich über holprige Schotterpisten. Gegen 18:30 waren wir dann vor Ort im Hotel. Dazwischen legten wir viele Fotostopps ein, um hauptsächlich grandiose Landschaften und wilde unbezähmbare Wasserfälle in die richtige Szene zu setzen. Und das ist uns auch voll gelungen. Zuerst übten wir an einem kleinen Wasserfall in der Nähe von Bildudalur, wo auch erstmals meine Gummistiefel (12,- €) zum Einsatz kamen. War das ein tolles Gefühl im Wasser zu stehen und der rauen Natur zu trotzen. Kurze Zeit später kam dann der imposante Dynjandi Wasserfall (100 m) hoch, ein einzigartiges Rauschen und viel Gischt, wenn man davor steht). Vom Wetter hatten wir Glück, meisten zwar grau, aber eine klassische, dramatische Struktur im Himmel. Dazu noch die endlose, einsame und einzigartige Landschaft auf Island – einfach fantastisch. Zwischendurch hatten wir noch eine Reifenpanne, aber wir drei Männer hatten das Unglück doch ziemlich schnell in Griff, so dass uns unsere netten Frauen noch zu Kaffee und Kuchen einluden, das kann ruhig öfter mal passieren! Mittag fiel heute leider aus, aber dafür lieber mal ein paar tolle Fotos.
Zum Abendessen gab es aber eine zartes saftiges Steak, mit einem Rotwein (und wie sagt Gunnar immer – ein guter Trinkwein).

Foto 6: Landschaftsaufnahme auf der Hochebene der Westfjorde

Island 2016 – Tag 7 (Sonntag – 26. Juni)

Heute ist Sonntag, der 7. Tag unserer eindrucksvollen Islandreise. Aaaber, ausschlafen war auch heute nicht. Wir trafen uns gegen 08:00 zu einem gemeinsamen Frühstück und verließen dann gegen 09:00 unser Hotel. Erster Fotopoint war die Bucht von Isafjördur (Hauptstadt der Westfjords). Hier fotografierten wir Spiegelungen, Möven und Landschaften in und um den Fjord. Danach fuhren wir mit unserem VW T5 zum Strand in Skalavik. Am schwarzen Sandstrand und einem orangefarbenen Haus tobten wir uns ca. 1,5 Stunden lang aus. Der scharfe Wind und einzelne Regentropfen, die uns ins Gesicht peitschten, konnten uns aber nicht von den Motiven abhalten. In der Nähe des Strandes fotografierten wir noch die Landschaft des Fjords mit tiefhängenden, markanten Wolken, einen alten Traktor sowie noch verschiedene andere ins Auge fallende Motive. Danach ging es zum Mittagessen nach Bolungarvik (ein Küstenort nördlich Isafjördur), wo wir uns in einem urig eingerichteten Restaurant stärkten und aufwärmten.
Aufgrund der sich stark verschlechterten Wetterlage, ca. 8°C, Dauerregen und Wind, kehrten wir gegen 14:30 Uhr in unser Hotel zurück und – hatten endlich Wochenende. Schnell noch ein paar Bilder hochgeladen und dann aufs Bett, in die Waagerechte – ja so schön kann Urlaub sein.
Abends ging es dann ins Restaurant wo wir asiatische Fischsuppe aßen – ein Hochgenuss (heiß und perfekt gewürzt, mit frischem Fisch und Krabben). Also kochen können die Isländer.

Foto 7: orangenes Haus am schwarzen Sandstrand von Skalavik

Island 2016 – Tag 8 (Montag – 27. Juni)

Heute am 8. Tag unserer Reise sitzen wir in einer isländischen Gaststätte und schauen mit den Einheimischen Fußball. Im Moment steht es 2:1 für Island und alle Isländer sind aus dem Häuschen. Nun, dass zur Einleitung. Kommen wir jetzt aber zu den Höhepunkten dieses Tages. Während heute früh unser Auto getauscht wurde, tauschte ich erst mal einige Euro in isländische Kronen, damit ich mir für die nächsten Tage auch weiterhin das leckere Essen leisten kann. Danach machte ich noch einen 30 minütigen Bummel durch den malerischen Hafen von Isafjördur, um einige Schiffe und Spiegelungen zu fotografieren. Ca. 10:30 starteten wir zu unserem nächsten Ziel in Drangsnes, wo wir jetzt halt beim Fußball sitzen. Die Strecke hierher betrug ca. 230 km und wir bewegten uns mit unserem Auto entlang der malerischen Küstenstraße. Zwischendurch legten wir natürlich wieder einige Fotostopps ein, um Island in all seiner Pracht und Vielfalt, in verschiedenen Lichtstimmungen abzulichten. Dazu gehörte u.a. Küste, Wasser, Fjorde, Wasserfälle, Küstenseeschwalben. Die letzten Kilometer legten wir über die Hochebene zurück, die Landschaft hier oben war flach, mit vielen Steinen sowie einigen Resten von Schneefeldern. Und welch eine Freude ab zu lugte auch mal die Sonne durch die malerische und gut strukturierte Wolkendecke. Zu Mittag aßen wir in einer nostalgischen DDR Kantine (es sah jedenfalls so aus). Da fühlte ich mich doch gleich wieder um Jahrzehnte zurückversetzt. Einfach wunderbar! … und es läuft immer noch das Fußballspiel.

 Foto 8: Fjordlandschaft mit Bergen und Wolke

Island 2016 – Tag 9 (Dienstag – 28. Juni)

Gestern am 9. Tag gab es wieder mal keine offenes WLAN. Deshalb holen wir den gestrigen Tag heute nach. Sind gerade in unserer neuen Unterkunft angelangt. Unser neunter Tag, der 28. Juni, war ein sehr ungemütlicher, stürmischer und total verregneter Tag. Also so, wie man sich einen grauen, rauen, diesigen und total unangenehmen Tag im hohen Norden vorstellt (eigentlich noch schlimmer). Da wünscht man sich lieber ein warmes und gemütliches Wohnzimmer, mit einem guten und schweren Rotwein. Nichts desto trotz, als Fotograf auf Fotoreise muss man halt auch da mal durch, wir sind ja schließlich nicht aus Zucker. Und mit der richtigen Kleidung ist das doch alles ein Kinderspiel. Also starteten wir nach dem Frühstück gegen 09:30 und fuhren immer der Küstenstraße (mehr Schotterpiste, sehr steinig, kurvenreich, nass und rutschig) unserem heutigen Tagesziel Djupavik entgegen. Hier machten wir eine kurze Rast, tranken einen heißen Kaffee und fuhren dann noch ca. 1 Stunde der Küsten Straße entlang, bis diese zu Ende war. Schnell, im kalten Regen, ein paar Fotos geschossen, dann eine gemütliche Mittagspause mit einer wiederum leckeren Fischsuppe, ging es zurück nach Djupavik. Hier angekommen gingen wir in eine alte verlassene Fischfabrik und machten „Lost Places“ Fotos. Die Fischfabrik war insgesamt nur 10 Jahre in Betrieb, danach wurde sie stillgelegt und verfällt seitdem. Wir hatten somit ein Dach über den Kopf und der Wind störte uns auch nicht mehr beim Fotografieren. Danach ging es zurück in unser Hotel nach Drangsnes, wo es noch einen Hamburger zum Abendbrot gab und dann zogen wir uns zur Fotobearbeitung zurück.

Foto 9: „Lost Places“ Foto aus der verlassenen Fischfabrik

Island 2016 – Tag 10 (Mittwoch – 29. Juni)

Nach unserem morgendlichen Frühstück, checkten wir aus und liefen mit unserer Fotoausrüstung Richtung Pier, um dort ein kleines Boot zu betreten, welches uns 09:00 nach Grimsey Island fuhr. Die See war etwas rau, so dass es auch schön schaukelte. Aber die Sonne schien mal wieder, wir hatten blauen Himmel und klare Sicht – was will man denn mehr an einem Mittwochmorgen auf Island? Wir umrundeten mit unserem Kutter die Insel, auf der nur Vögel zu Hause sind.
Nach unserer abenteuerlichen Anlandung, (ein kleiner wackeliger Steg führte vom Boot, zwischen einer schmalen Felsspalte, an Land) ging es einen kleinen Felsen hinauf zu unseren kleinen bunten Freunden, den Papageientauchern (Puffin). Diese frühstückten gerade Fisch bzw. versorgten ihren Nachwuchs, so dass wir keine Probleme hatten, etliche von ihnen abzuschießen (keine Panik liebe Tierfreunde natürlich nur mit der Kamera). Gegen 12:00 landeten wir wieder in Drangsnes an und fuhren dann zügig mit unserem VW T5 zu unserer neuen Unterkunft nach Hvammstangi (ca. 190 km). Zwischen durch gab es noch Mittag wieder mal eine total leckere Seafood Suppe mit frischem Fisch, Marktgemüse und einer Muschel. Dazu wurde fluffiges weiches Weißbrot gereicht.
Jede Fischsuppe, die wir in Island gegessen haben war anders zubereitet und immer wieder ein Hochgenuss. Danach gab es noch ofenwarmen Rhabarberkuchen mit Schlagsahne und einen doppelten Espresso – mh einfach wunderbar. Danach ging unsere Fahrt weiter, bis wir gegen 17:30 unser neues Hotel erreichten. Hier checkten für eine Nacht in einem Reiterhof ein. Nachdem wir Abendbrot gegessen haben (Süßkartoffelsuppe und Sallatbuffet – endlich mal ein leichtes Essen) ruhen wir uns nun bis 23:00 Uhr aus und dann gehts bis ca. 03:00 in der Früh zum nächsten Hotspot, dem Elefantenfelsen.

Foto 10: Papageientaucher (Puffin) beim Frühstück

Island 2016 – Tag 11 (Donnerstag – 30. Juni)

Der 30. Juni – 11. Tag – unserer Islandreise war einer der längsten Tage. Wir standen ja bereits seit 00:00 Uhr an der Küste und versuchten unser fotografisches Geschick an einem Elefanten (leider keinen echten, sondern einen Basaltelefanten, den der Wind und das Wasser seit Jahrtausenden geformt hatte – siehe Foto 11). Es war relativ kühl und ein frischer Wind pfiff uns um die Ohren. Nachdem wir uns 2 Stunden bemüht hatten eine einigermaßen brauchbare Langzeitbelichtung im Kasten zu haben, fuhren wir in unser Hotel zurück und fielen erschöpft um 02:30 ins Bett. Gegen 07:30 klingelte auch schon wieder der Wecker, wir frühstückten und dann ging es pünktlich 09:00 Richtung Hochland. Zuerst hatten wir noch graues, diesiges und kühles Wetter, aber so nach und nach kam die Sonne durch die Wolkendecke und wir sahen heute auch blauen Himmel und viele schön strukturierte Wolken. Zum Fotografieren gab’s eine Menge im Hochland. Die karge und teilweise schroffe Landschaft, zum Teil noch schneebedeckte Berge, Wasserfälle (darunter den wohl bekanntesten, den Gullfoss), Flusslandschaften und Hochlandstraßen (meist schmale Schotterpisten, wo wir in unserem Auto kräftig durchgeschüttelt wurden). Das Essen fiel heute etwas sparsam aus, da wir ja wenig Zeit hatten. Es gab zweimal Suppe. Zum Mittag eine Hühnersuppe (wenn man die Brühe weggelassen hätte = Frikassee) und zum Abendbrot Lammsuppe. Beide Suppen waren aber sehr heiß und köstlich. Nach einem anstrengenden Foto Tag erreichten wir gegen 21:00 nun endlich unser modernes Hotel in Selfoss, wo wir den Tag noch mit einem Glas Rotwein ausklangen ließen.

Foto 11: Ein Elefant an der isländischen Küste

Island 2016 – Tag 12 (Freitag – 01. Juli)

Der vorletzte Tag, der 01. Juli startete wie immer mit einem ausgiebigen Frühstück. Danach, um 09:00 isländischer Zeit (Deutschland + 2 Stunden) ging es zum nächsten Wasserfall, zum Háifoss. Dort angekommen trafen wir auf eine zerklüftete, raue, grandiose Landschaft. Uns eröffnete sich ein gewaltiges Panorama mit zwei Wasserfällen, die mehrere hundert Meter in die Tiefe stürzten. Wir standen ungefähr 1 bis 2 m vom Abgrund, um auch ja so viel wie möglich mit der Kamera zu erfassen. Natürlich fotografierten wir vom Stativ aus, mussten dieses aber mit den Händen festhalten da uns von hinten, aber auch seitlich scharfe Windböen attackierten. Wir blieben ca. 1,5 Stunden an diesem herrlichen Panorama und schossen eine Vielzahl von Fotos aus verschiedenen Perspektiven. Ausgesucht habe ich ein Foto wo allerdings nur ein Wasserfall zu sehen ist, der zweite befindet sich rechts daneben. Danach machten wir eine kurze Mittagspause, ich aß heute mal nur einen Hamburger, bestehend aus vielen Industriefetten, aber dafür gab’s zum Abendbrot etwas kulinarisches (frisches isländisches Lammfilet mit Grillgemüse, dazu ein Glas Rotwein und als Dessert Vanilleeis mit Beerenfrüchten und Skirschlagsahne – einfach traumhaft wie das Dessert langsam im Mund zerfloss und sich die Geschmacksaromen voll entfalteten). Danach fuhren wir nach Keldur zu einer kleinen Kirche, mit einigen alten Torfhütten, die wir ebenfalls in verschiedene Szenen setzten, dazu noch eine grüne Landschaft mit Bergen in der Ferne und ein paar muhende Kühe vor uns – halt typisch isländisch. Den Vulkan Heklan fotografierten wir immer wieder bei verschiedenen Stopps. Und so endete unser vorletzter Tag in Island. Morgen gehts dann zurück in die Hauptstadt – Reykjavik.

Foto 12: Wasserfall Háifoss

Island 2016 – Tag 13 (Samstag – 02. Juli) und Abreise am Sonntag

So, nun bin ich wieder in Deutschland zurück. Aber der letzte Tag, der 02.07., fehlt ja noch.
Am letzten Tag unserer Fotoreise, starteten wir pünktlich um 07:30 mit gepackten Koffern vom Hotel in Selfoss. Zuerst fuhren wir nach Strokkur um einen Geysir zu fotografieren. Wir standen ca. 1,5 Stunden am Geysir und warteten auf den Ausbruch und dann natürlich auf das richtige Bild. Danach war erst mal Kaffeepause und der heiße Kaffee tat richtig gut. Danach ging es weiter zum nächsten Wasserfall, dem Bruarfoss. Hier kamen mal wieder unsere Gummistiefel zu Einsatz, so dass wir aus dem Wasser heraus die besten Fotos schießen konnten. Nachdem wir uns auch hier ausreichend ausgetobt hatten und das ganze Wasser wegfotografierten, gab es einen Hot Dog zum Mittag, um dann ging es weiter nach Thingvellir. Hier treffen die Kontinentalplatten von Amerika und Eurasien aufeinander. Jährlich driften die Platten hier um ca. 2 cm auseinander.
Der Spalt ist sehr gut erkennbar und ein Besuchermagnet. Danach ging es dann zügig weiter nach Reykjavik. Und hier schloss sich der Kreise, an dem wir am Dienstag, 21. Juni gestartet sind.
Wir checkten wieder gegen 15:30 im Hotel Centrum ein, suchten noch 10 Bilder für die letzte Bildbesprechung heraus und beendeten den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen. Es gab Fisch & Chips mit einem kühlen Glas Weißwein (Pinot Grigio) – wie immer sehr frisch und lecker. Dann ging es noch zum Public Viewing – Deutschland gegen Italien. Es war ziemlich frisch, aber wir hielten bis zum Schluss durch und wie man sah auch nicht umsonst. Gegen 02:15, am 03.07, wurde ich vom Hotel abgeholt, zum Flughafen gefahren und flog mit WOW Air gegen 07:00 Uhr Richtung Berlin-Schönefeld. Dort den leihwagen übernommen und zurück nach ASL gefahren.

Foto 13: Wasserfall Bruarfos

Fazit: Island eine wunderschöne raue, von Vulkanen geformte, zerklüftete Insellandschaft – etwas für Naturliebhaber und Fotofreunde. Das Wetter war sehr wechselhaft, oft mit kühlen Winden und kurzen Regenschauern, mit spannenden Wolken und kurzen Lichtspots, aber mit der richtigen Kleidung kein Problem. Das Essen und der Alkohol sehr teuer, aber sehr gut. Die Unterkünfte sehr angenehm sowie das Personal. Also Island ist auf jeden Fall eine Reise wert und vielleicht auch mal im Winter, um eine ganz andere Atmosphäre und Landschaft zu genießen. Und jetzt heißt es Fotos bearbeiten.