Sankt Petersburg 01.07. – 06.07.2017

Sankt Petersburg 2017 – Anreise Berlin (30. Juni)

Gegen 15:30 ging es in Aschersleben los. Ich fuhr über Egeln/ Magdeburg auf die A2 Richtung Berlin. Hinter mir war die A2 gesperrt, so dass ich entspannt über die A2 und alle Baustellen bis nach Berlin/ Adlershof fahren konnte. Hier parkte ich mein Auto, checkte im Dorint Hotel ein und verbrachte einen ruhigen Freitagabend beim Griechen und an der Hotelbar.

Sankt Petersburg 2017 – 1. Tag: Anreise Sankt Petersburg (01. Juli)

Um 07:00 Frühstück im Hotel, auschecken und dann zu Fuß mit Koffer und Fotorucksack zur S-Bahn Adlershof. Hier ein Kurzticket für 1.70 € gelöst und drei Stationen bis zum Flughafen Schönefeld gefahren. Kurz nach 08:00 am Terminal A angekommen. Der Flug stand noch nicht am Bildschirm, so dass ich in aller Ruhe noch die Menschen am Flughafen beobachten konnte.
Kurz vor halb neun erspähte ich einen Flughafenmitarbeiter, den ich kurzerhand noch dem Schalter zum Einchecken fragte. Ein kurzer Hinweis von ihm und ich stand am Schalter, vor mir erst ein paar Mitreisende. Danach kamen auch schon immer mehr Flugreisende zum Schalter. Gegen 08:30 kam das Personal, fuhr den Rechner hoch und Sankt Petersburg war endlich ausgewiesen. Schnell noch ein Blick auf mein Flugticket und ich musste doch erstaunt feststellen, dass weder Airline, Flugnummer und Flugzeit stimmten. Inzwischen begann das Einchecken. Ein nunmehr intensiver Blick auf mein Flugticket sagte mir, dass mein Flug nicht von Schönefeld sondern von Tegel stattfinden sollte. Dies bestätigte mir auch der Flughafenmitarbeiter auf Nachfrage.
Schnell meinen Koffer geschnappt und zum nächsten Taxistand. Der Taxifahrer meinte nur entspannt: „Kein Problem, schaffen wir“. Abfahrt mit dem Taxi 08:45 in Schönefeld, Abflug ab Tegel 09:55. Gegen 09:12 kamen wir am Terminal C an, ich zahlte schnell die Rechnung 60,00 € mit Trinkgeld und schon ging es zum Abflugschalter. Ein paar Leute standen noch vor mir und schon konnte ich einchecken – nochmal geschafft. Dann gabs auch gleich einen Gutschein über 8,00 €, da der Flieger Verspätung hatte (voraussichtlicher Abflug 12:45). Auf einmal hatte man wieder viel Zeit, also ganz gemütlich durch den Sicherheitscheck, die Passkontrolle und dann erst mal den Gutschein eingelöst. Gegen 13:00 gab es den zweiten Gutschein über 15,00 €, diesen auch noch eingelöst und dann ging es gegen 16:00 endlich nach Sankt Petersburg. Zwischendurch hatte ich noch unseren Reiseveranstalter und einen Mitreisenden getroffen. Wir landeten gegen 18:00 (19:00 russische Zeit), gingen durch die Passkontrolle und warteten noch ca. 45 Minuten auf unsere Koffer. Dann ging es mit dem Taxi zum Hotel, hier checkten wir in einem Mittelklassehotel ein und gingen zum Abendessen, um die anderen Teilnehmer kennenzulernen. Ich aß eine Lammsuppe und trank ein kühles Bierchen dazu – herrlich. Gegen 11:00 bis 01:00 spazierten wir noch durch die Stadt (Newskij Prospekt/ Erlöserkirche/ Newa/ Winterpalais), der Regen hatte aufgehört und wir machten die ersten Aufnahmen (allerdings ohne Stativ). Auf dem Rückweg fuhren wir noch eine Station umsonst mit dem Trolleybus, da der Fahrer keinen 1000 Rubelschein wechseln konnte.
Am Hotel angekommen tranken wir noch einen Absacker und dann gings um 02:30 ins Bett.

Foto 1: Blick vom Newskij Prospekt auf die Fontanka

Sankt Petersburg 2017 – 3. Tag: 2. Stadtführung (02. Juli)

Am Sonntag trafen wir uns nach dem Frühstück gegen 12:00 in der Hotellobby. Hier lernten wir auch unseren Stadtführer kennen, der uns in den nächsten 5 Stunden durch die Stadt führte und diese ausführlich erklärte, allerdings auf Englisch, so dass man nach wenigen Sätzen nicht mehr hinhörte sondern sich Fotomotive suchte. Das Wetter war um die 20°C, bewölkt mit einigen Sonnenstrahlen. Wir schlenderten an der Fontanka entlang, über den Newskij Prospekt, gingen am Ingenieursschloß vorbei, durch einen Park zum Russischen Museum, danach zur Erlöserkirche und von hier aus wanderten wir über das Marsfeld zur Trotzki Brücke. An der Peter-Paul-Festung angelangt, aßen wir gegen 15:30 erst einmal einen Hotdog und gingen dann über die Dvortsoviy Brücke zurück zum Winterpalais. Kurz vorher verabschiedete sich unser Stadtführer und ließ uns im Zentrum von Sankt Petersburg stehen. Auch unser Reiseveranstalter und Fotograf verließen uns hier, so dass wir die Planung für den restlichen Tag selbst in die Hand nahmen. Zurück zum Hotel aßen wir 19:30 Abendbrot. Heute gab es frisches Fladenbrot mit einer Hühnerfleisch Gemüsefüllung, dazu ein kühles Bierchen. Gegen 22:30 fuhren wir mit dem Bus Richtung Zentrum und fotografierten u.a. die Erlöserkirche, die Newa mit den hochgeklappten Brücken, die Peter-Paul-Festung, den Winterpalais, es war wolkenloser Himmel und die Lichtstimmung war perfekt. In der Stadt tobte das Nachtleben und wir waren mittendrin. Gegen 01:00 fuhren wir mit dem Taxi zum Hotel, nahmen noch einen Absacker und waren gegen 02:30 im Bett.

Foto 2: Newa und Eremitage

Sankt Petersburg 2017 – 3. Tag: Modelshooting (03. Juli)

Am Montag starteten wir schon um 11:00 vom Hotel mit einem Taxi Richtung Hafengebiet. Hier hatte unser Fotograf eine alte verlassene Villa gemietet, wo ein Fotoshooting mit zwei russischen Models stattfinden sollte. Wir meldeten uns beim Pförtner, gingen eine alte Treppe hinauf und standen schon in der verlassenen, seit vielen Jahren schon nicht mehr bewohnten Villa. Die Räume, die wir nun betraten ließen den Glanz längst vergangener Zeiten erahnen. Alle Räume waren mit Kronleuchtern geschmückt, die Decken getäfelt, die Wände mit Stuck und Dekor reichlich verziert. Die erste Stunde hatten wir nun Zeit die einzelnen Räume sowie Details zu fotografieren. In der Zwischenzeit kamen auch unsere zwei Models mit ihren Make-Up Artists und Fashionstylist an, wurden geschminkt und zogen verschiedene Kleider an. Gegen 13:00 Uhr ging es dann los. Wir bildeten zwei Gruppen und lichteten die Models in den Räumen in unterschiedlichen Posen ab. Gegen 18:00 verließen wir die alte Villa und fuhren zu unserem Hotel zurück. Gegen 19:30 trafen wir uns zum Essen in einem Steakrestaurant, ich ließ mir ein Filetsteak mit gegrillten Paprikas und Pommes munden. Das Steak war zart und auf den Punkt zubereitet. Dazu gab es ein Bierchen und einen Wodka. Danach ging es wieder auf Fototour zur Blauen Stunde (wie immer organisierten wir den Abend selbständig). Zuerst fotografierten wir wiederum die Erlöserkirche, wo uns ein kurzer und kräftiger Regenschauer überraschte. Schnell flüchteten wir in einen Hauseingang und setzten dann unsere Tour Richtung Marsfeld und Trotzki Brücke fort. Gegen 01:00 machten wir uns auf den Heimweg. Da kein Bus mehr fuhr, versuchten wir ein Taxi zu organisieren. Schließlich hielt neben uns ein alter klappriger Lada, die Beifahrertür flog auf und die laute Musik machte die Verständigung schwer. Ein junger Typ fragte uns wo wir hinwollten und nachdem wir uns einigermaßen verständigt hatten, fuhren wir mit lauter Musik, für 250 Rubel zum Hotel. Zwischendurch meinte er noch ob die Musik gut sei, daraufhin wünschte ich mir russische Rockmusik und mein Wunsch wurde mir erfüllt. Am Hotel gab es dann wie in jeder Nacht noch einen Absacker und dann ging es auch schon wieder gegen 02:30 Uhr ins Bett.


Foto 3: Erlöserkirche in der blauen Stunde

Sankt Petersburg 2017 – 4. Tag: 2. Stadtführung (04. Juli)

Am Dienstag trafen wir uns nach dem Frühstück gegen 12:00 in der Hotellobby. Heute nun geht es zu unserer nächsten Stadtführung (als Fototour kann man dies leider nicht bezeichnen). Zuerst geht es über ein paar Hinterhöfe, die ausführlich in Englisch erklärt werden. Ein paar Fotos entstehen dann auch dort, man ist ja schließlich zum Fotografieren in der Stadt. Dann geht es am Fluss Fontanka entlang zum Lomonossow Platz. Hier schnell das Puschkin Theater abgelichtet und schon bewegen wir uns Richtung der Märkte. Kurz vorher kommt es zu einem heftigen Disput zwischen der Reiseleitung und dem Fotografen auf der einen Seite sowie der Reisegruppe auf der anderen Seite. Hintergrund ist die weitere Planung des letzten Tages. Laut Ablaufplan sollte noch die Dostojewski Tour sowie eine Fahrrad Tour in der Reiseleistung enthalten sein. Da dies unser Stadtführer wohl nicht auf den Schirm hatte wurde nun als Option eine nächtliche zweistündige Bootsfahrt für 50,00 € angeboten, von der man auch gut mit Stativ fotografieren kann (sagte man uns). Wie das geht bzw. ging hat sich mir aber nicht richtig erschlossen (es wurde dann mit kleiner Blendenzahl und hoher ISO fotografiert, erfuhren wir am nächsten Tag). Nach ein paar heftigen Diskussionen wurde dann die Bootsfahrt kostenlos angeboten und die zwei anderen Tagestouren gestrichen. Eine Teilnehmerin und ich entschieden uns dann nicht für die Bootsfahrt. Wir machten dann dafür lieber Langzeitbelichtungen vom Land aus. Nachdem sich alle wieder beruhigt hatten, ging es in ein Kaufhaus, wo wir in der oberen Etage eine Galerie fotografierten. Dann über die Straße auf den ersten Markt, wo alles was das Herz begehrte angeboten wurde. Den Fotoapparat unter die Jacke, da hier nicht fotografiert werden sollte und man sich auch vor Diebstahl schützen musste. Danach ging es durch einige weitere Straßen über einen großen Lebensmittelmarkt (Obst, Gemüse, Fleisch, …). Hier schossen wir noch schnell einige Fotos, bevor es dann Richtung Neu Holland (kleine Insel im Zentrum) ging. Hier konnten wir uns endlich stärken. Danach schlenderten wir, nun ohne Stadtführer und Reiseleitung entspannt an der Newa entlang, besichtigten von außen die Isaak Kathedrale und fuhren mit dem Taxi zum Hotel. Hier zahlten wir den höchsten Preis, nämlich 1850 Rubel. Im Hotel die Fotoausrüstung gepackt und schon ging es weiter, erst mal ins Frikadelki (Nähe Erlöserkirche), wo wie in einem Self Service Restaurant zu Abend aßen, modern eingerichtet und viele leckere, frisch zubereitete Speisen. Nach dem Essen lösten wir ein Ticket und bewunderten die Wand- und Deckengemälde in der Erlöserkirche. Unsere Stative mussten wir abgeben und so fotografierten wir die Deckengemälde, in Mitte der Kirche, auf dem Rücken liegend. Danach ging es über das Marsfeld, an der Newa entlang Richtung Börse, wo wir mit Stativ viele Langzeitbelichtungen und Detailaufnahmen schossen (Peter-Paul-Festung, Rostra Säulen, Börse, Eremitage, …). Hier entstanden mit die schönsten Fotos der Reise. Nach 01:00 suchten wir uns ein Taxi, fuhren Richtung Hotel (diesmal nur für 500 Rubel) und suchten uns noch eine Bar, der Absacker wollte ja noch weggetrunken werden. Wir bestellten zwei Bier, verstanden „German Bier“ und dann mal Prost. Igitt, war es doch kein „German Bier“ sondern „Cherry Bier“. Das Bier stehen gelassen, zwei neue bestellt (belgisches diesmal und der Barkeeper schaute etwas erstaunt) und dazu einen Wodka – ganz lecker! Gegen 03:00 war dann auch dieser Tag geschafft und man freute sich schon auf den nächsten Tag.

Foto 4: Peter-Paul-Festung

Sankt Petersburg 2017 – 5.+6. Tag: Stadtbummel und Rückflug (05.+06. Juli)

Mittwoch, der letzte Tag in Sankt Petersburg. Der heutige Tag steht zur freien Verfügung. Da ich vorher schon in meinen Reiseführer geschaut habe, steht die Tagestour auch schnell fest. Zu fünft schlendern wir durch Sankt Petersburg. Treffpunkt ist gegen 11:00 in der Lobby und schon geht’s los Richtung Metro.        Als erstes müssen wir mit unseren Fotorucksäcken durch die Kontrolle (wie am Flughafen). Dann ein Ticket für 45 Rubel gekauft und schon geht es die Rolltreppe abwärts in den Untergrund, die Fahrt wollte kein Ende nehmen. Wir fahren mit der Linie 1 Richtung Süden und steigen an folgenden Stationen aus. Puschkin – Baltischer – Narwskaja – Kirow – Awtowo (schönste). Diese wurden in den 1950er Jahren erbaut und haben noch den Charme des Monumentalen aus der Stalinzeit. Auf der Narwskaja verbot uns eine resolute Bahnmitarbeiterin das Fotografieren, dafür ließ man uns auf den anderen Stationen in Ruhe gewähren. Nachdem wir fertig waren, fuhren wir zurück zur Tschernyschewskaja und dann ging es mit der Rolltreppe wieder ans Tageslicht.
Oben angekommen fragte ich ein russisches Mütterchen wo denn der Smolny sei, es erfolgte eine lange Erklärung in Russisch, wobei ich zu mindestens die Richtung verstand und dass es ein langer Weg sei. Aber, wir hatten ja genügend Zeit und schlenderten also durch den Taurischen Garten zum Smolny. Hier überraschte uns ein kurzer aber kräftiger Regenschauer, so dass wir schnell noch einen Kaffee tranken. Nun schauten wir uns noch die Fotos von einem Teilnehmer auf seiner Kamera an, die dieser während der nächtlichen Bootsfahrt geschossen hatte. Naja??? Und schon waren wir durch die nächsten Straßen am Smolny angelangt. Eine eher große Parkanlage, mittendrin der Smolny und davor eine Leninstatue. Dies abgelichtet, hinein durfte man nicht und dann weiter zum Smolnykloster mit einer wunderschönen weiß blauen Kirche. Diese in Langzeitbelichtung fotografiert, wegen der Wolken (natürlich mit Stativ). Dabei verloren wir drei unserer Fotofreunde und so machten wir uns nur noch zu zweit auf den Rückweg. Da wir nicht den langen Weg zur Metro laufen wollten, beschlossen wir mit dem Bus zu fahren. Aber mit welcher Linie denn? Direkt am Smolnykloster befand sich ein Infostand, während wir noch überlegten hier mal nachzufragen, ging auf einmal die Tür auf und eine junge Frau fragte nach, wonach wir suchten.         Auf unsere Frage, diesmal in Englisch, erklärte Sie uns, dass wir mit der Linie 76 (kleiner Bus) direkt bis zur Metro fahren können. Wir also zur nächsten, nein es war die übernächste Busstation hin und warteten dort geduldig auf die 76. Der nunmehr dritte Bus war auch schon wieder die 136, wir also rein und welch ein Zufall, saß dort doch schon die junge Frau vom Infostand. Auch gut, so konnte Sie uns wenigstens nach drei Stationen aus dem Bus leiten, so dass wir nur noch einen kurzen Weg bis zur Metro hatten. Zwischendurch kamen wir noch an einem urigen russischen Restaurant vorbei und aßen schnell noch eine Soljanka. Dann ging es mit der Metro zurück zum Hotel. Hier gegen 18:00 angekommen war erst mal zwei Stunden Ruhe. Gegen 20:30 traf sich die gesamte Gruppe mit Veranstalter und Fotograf in einem Fischrestaurant zum Essen. Nachdem wir alle anwesend waren und bestellt hatten, ich aß Pasta mit frischem Fisch, sehr lecker zubereitet, zog unser Fotograf Fazit und malte die Reise in einem wunderbaren Licht. Daraufhin kam es zu einem lauten Disput zwischen einer Teilnehmerin und dem Veranstalter und dem Fotografen. Hatte ich bis dahin auch noch nicht so erlebt. Gegen 22:30 zogen wir dann wieder, wie jeden Abend, zu zweit, das letzte Mal durch das nächtlich beleuchtete St. Petersburg. Heute waren die Kasaner Kathedrale sowie die Erlöserkirche aus einer anderen Perspektive unser Ziel. Danach liefen wir den Newskij Prospekt zurück und warteten während wir ein Bier tranken einen Regenschauer ab. Danach ging es am Hotel noch in eine Bar, wo es nochmals ein Bier sowie einen Wodka gab. Gegen 03:30 waren wir im Hotel, Koffer packen, duschen und gegen 04:45 trafen wir uns in der Lobby. Um 05:00 Ortszeit holte uns ein Taxi ab und chauffierte uns zum Flughafen. Hier schnell eingecheckt, durch die Pass- und Sicherheitskontrolle und dann flogen wir auch schon pünktlich ab und waren um 09:00 Uhr in Tegel. Da mein Auto ja nun am anderen Ende der Stadt stand, fuhr ich mit dem Taxi nach Adlershof, frühstückte dort erst einmal und dann ging es nach Hause, wo ich gegen 14:00 ankam und erst einmal ein kurzes Schläfchen einlegte. Damit endete die Fotoreise, die keine war, nach St. Petersburg.

Foto 5: Metrostation Kirow

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