Island – Nordwesten 19.06. – 03.07.2016

Island 2016 – Anreise Storkow (Samstag – 18. Juni)

Anreise über Nachterstedt, mit Tante Margot nach Storkow. Hinter Magdeburg, am ersten Rastplatz, setzte das Auto aus und musste abgeschleppt werden. Kaffee bei Kirsten fiel dann sozusagen aus. Ingo holte uns vom Rastplatz ab und chauffierte uns dann nach Storkow, wo wir Abends gegen 20:15 an kamen. So konnten wir noch grillen und eine Falsche Wein leeren.

Island 2016 – Anreise Island (Sonntag – 19. Juni)

Ingo fuhr mich schnell zum Flieger nach Schönefeld, hier checkte ich problemlos ein und startete mit etwas Verspätung nach Reykjavik. Dort traf ich auf dem Flughafen Peter, den Fotografen sowie 5 andere Teilnehmer. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, trafen wir uns zu nserem ersten Abendessen und besprachen den weiteren Ablauf. Auch Nachts wurde es nicht richtig dunkel.

Island 2016 – Tag 1 (Montag – 20. Juni)

Nach einigenHindernissen (Auto bei Anfahrt liegengeblieben, mit ADAC abgeschleppt) bin ich doch wohlbehalten auf Island eingetroffen. Heute, am Montag 20.06., beschäftigten wir uns bis zum Mittag mit dem Ablauf der Fotoreise, gingen zusammen ein paar Grundlagen der Fotografie durch und dann ging es nach demMittagessen durch Reykjavik. Der Himmel war meistens grau, es wehte ein frischer Wind und die Temperatur war ca. 14°C. Essen und Trinken sind gut, viel frischer Fisch, die Preise sind auch dementsprechend. Morgen früh geht es um 08:00 mit der Rundreise durch den Nordwesten von Island los.

Foto 1: stählernesWikingerschiff in Reykjavik

Island 2016 – Tag 2 (Dienstag – 21. Juni)

Am zweiten Tagsind wir um 08:00 in Reykjavik zu unserer Rundreise in den Nordwestengestartet. Dabei sind wir eine Menge von Fotopoints angesteuert, Landschaft, Wasserfall, Pferde, Langzeitbelichtungen am Fjord, Vulkankrater, eine schwarzeKirche, Verkostung von vergrabenem Hai, … Gegen 22:15 sind wir dann in unserem Hotel gelandet. Nun haben wir bis 01:00 Nachts Pause und dann gehts zum nächsten Wasserfall bei Sonnenaufgang.
Wetter heute – erst grau, dann leichterNieselregen, am Abend Sonne und blauer Himmel.

Foto 2: ein namenloserWasserfall in Langzeitbelichtung

Island 2016 – Tag 3 (Mittwoch – 22. Juni)

Nach einer sehr kurzen Nacht sind wir gegen 01:00 Richtung Kirkjufell aufgebrochen, um einen Wasserfall bei Sonnenaufgang zu fotografieren. Es war ein klarer Himmel, die Temperatur betrug ca. 8°C. Am Wasserfall angekommen fotografierten wir die schöne Morgenstimmung und kehrten dann gegen 04:30 insHotel zurück. Danach ging es für 4,5 Stunden ins Bett und dann ging unsereFototour weiter. Heute standen Inselpferde und viele Landschaftsfotografien auf dem Programm. Zum Abendbrot gab es leckeren Fisch und zum Abschluss ein Glas Rotwein.

Foto 3: Sonnenaufgang am Kirkjefell

Island 2016 – Tag 4 (Donnerstag – 23. Juni)

Hallo Deutschland, nun habe ich endlich wieder eine WLAN Verbindung in die weite Welt.
Am 4. Tag sind wir gegen 09:00 Uhr von unserem Hotel Bjarkalundur in den Westfjords gestartet und ca. 4 Stunden nach Patreksfjördur gefahren. Patreksfjördur ist die nordwestlichst gelegene Stadt Europas (Klasse). Der Himmel war total langweilig, grau verhangen, in höheren Lagen war teilweise Nebel. Wir haben aber, wie immer, das Beste daraus gemacht. Wir fotografierten eine kleine Kirche (am Fähranleger), einen Wasserfall und natürlich die weiten, einsamen Landschaften. Am Abend führte uns unsere Fototour zum Vogelfelsen Latrabjarg, wo wir viele kleine bunte Papageientaucher fotografierten (zwei Tage später probierten wir diese auch – sehr lecker!).
Die Fahrt führte uns 1,5 Stunden über eine holprige Schotterstrecke immer der Küste entlang.
Das Essen am 4. Tag war wie immer super lecker, zum Mittag isländischer Lammeintopf (einfach mal nachkochen), zum Abend Fish & Chips (leckere knusprige Pommes, dazu Backfisch herrlich frisch & saftig).

Foto 4: Papageientaucher am Vogelfelsen Latrabja

Island 2016 – Tag 5 (Freitag – 24. Juni)

Wir starteten nach einem ausgiebigen Frühstück ca. 09:00 Richtung Küste um eine kleine alte und schwarze Kirche in Saurbæjarkirkja in Szene zu setzen. Danach wurde im Fjord Patreksfjördur ein altes Schiffswrack aus verschiedenen Positionen abgelichtet. Mittags waren wir im Hotel, um Fotos für unsere Bildbesprechung auszuwählen und zu bearbeiten. Die Besprechung dauerte ca. 90 Minuten, aber wir hatten alle einigermaßen brauchbare Fotos vorzuweisen, so dass wir unsere Fotoreise beruhigt fortsetzen konnten. 16:20 ging es dann zum zweiten Mal zum Vogelfelsen Latrabjarg. Dort angekommen regnete es so heftig und ein starker Wind pfiff uns um die Nase
(aber immer noch besser als die Hitzewelle in Deutschland!), dass ein fotografieren leider nicht mehr möglich war. Ich warf mich dennoch in den Wind und schoss ein paar Fotos von verregneten Papageientauchern. Danach ging es zum Abendessen mit leckeren Fisch & Chips und dann zum Hotel wo der Koffer für den nächsten Tag gepackt werden musste.

Foto 5: Schiffswrack am Patreksfjördur

Island 2016 – Tag 6 (Samstag – 25. Juni)

Wieder einmal war ein Hotelwechsel angesagt, aber wenn man was erleben und gute Fotos schießen will, schleppt man doch gern den Koffer und die Fotoausrüstung aus dem Hotel.
09:00 Uhr gings los, Start in Patreksfjördur – Richtung Isafjördur (Hauptstadt der Westfjorde), hauptsächlich über holprige Schotterpisten. Gegen 18:30 waren wir dann vor Ort im Hotel. Dazwischen legten wir viele Fotostopps ein, um hauptsächlich grandiose Landschaften und wilde unbezähmbare Wasserfälle in die richtige Szene zu setzen. Und das ist uns auch voll gelungen. Zuerst übten wir an einem kleinen Wasserfall in der Nähe von Bildudalur, wo auch erstmals meine Gummistiefel (12,- €) zum Einsatz kamen. War das ein tolles Gefühl im Wasser zu stehen und der rauen Natur zu trotzen. Kurze Zeit später kam dann der imposante Dynjandi Wasserfall (100 m) hoch, ein einzigartiges Rauschen und viel Gischt, wenn man davor steht). Vom Wetter hatten wir Glück, meisten zwar grau, aber eine klassische, dramatische Struktur im Himmel. Dazu noch die endlose, einsame und einzigartige Landschaft auf Island – einfach fantastisch. Zwischendurch hatten wir noch eine Reifenpanne, aber wir drei Männer hatten das Unglück doch ziemlich schnell in Griff, so dass uns unsere netten Frauen noch zu Kaffee und Kuchen einluden, das kann ruhig öfter mal passieren! Mittag fiel heute leider aus, aber dafür lieber mal ein paar tolle Fotos.
Zum Abendessen gab es aber eine zartes saftiges Steak, mit einem Rotwein (und wie sagt Gunnar immer – ein guter Trinkwein).

Foto 6: Landschaftsaufnahme auf der Hochebene der Westfjorde

Island 2016 – Tag 7 (Sonntag – 26. Juni)

Heute ist Sonntag, der 7. Tag unserer eindrucksvollen Islandreise. Aaaber, ausschlafen war auch heute nicht. Wir trafen uns gegen 08:00 zu einem gemeinsamen Frühstück und verließen dann gegen 09:00 unser Hotel. Erster Fotopoint war die Bucht von Isafjördur (Hauptstadt der Westfjords). Hier fotografierten wir Spiegelungen, Möven und Landschaften in und um den Fjord. Danach fuhren wir mit unserem VW T5 zum Strand in Skalavik. Am schwarzen Sandstrand und einem orangefarbenen Haus tobten wir uns ca. 1,5 Stunden lang aus. Der scharfe Wind und einzelne Regentropfen, die uns ins Gesicht peitschten, konnten uns aber nicht von den Motiven abhalten. In der Nähe des Strandes fotografierten wir noch die Landschaft des Fjords mit tiefhängenden, markanten Wolken, einen alten Traktor sowie noch verschiedene andere ins Auge fallende Motive. Danach ging es zum Mittagessen nach Bolungarvik (ein Küstenort nördlich Isafjördur), wo wir uns in einem urig eingerichteten Restaurant stärkten und aufwärmten.
Aufgrund der sich stark verschlechterten Wetterlage, ca. 8°C, Dauerregen und Wind, kehrten wir gegen 14:30 Uhr in unser Hotel zurück und – hatten endlich Wochenende. Schnell noch ein paar Bilder hochgeladen und dann aufs Bett, in die Waagerechte – ja so schön kann Urlaub sein.
Abends ging es dann ins Restaurant wo wir asiatische Fischsuppe aßen – ein Hochgenuss (heiß und perfekt gewürzt, mit frischem Fisch und Krabben). Also kochen können die Isländer.

Foto 7: orangenes Haus am schwarzen Sandstrand von Skalavik

Island 2016 – Tag 8 (Montag – 27. Juni)

Heute am 8. Tag unserer Reise sitzen wir in einer isländischen Gaststätte und schauen mit den Einheimischen Fußball. Im Moment steht es 2:1 für Island und alle Isländer sind aus dem Häuschen. Nun, dass zur Einleitung. Kommen wir jetzt aber zu den Höhepunkten dieses Tages. Während heute früh unser Auto getauscht wurde, tauschte ich erst mal einige Euro in isländische Kronen, damit ich mir für die nächsten Tage auch weiterhin das leckere Essen leisten kann. Danach machte ich noch einen 30 minütigen Bummel durch den malerischen Hafen von Isafjördur, um einige Schiffe und Spiegelungen zu fotografieren. Ca. 10:30 starteten wir zu unserem nächsten Ziel in Drangsnes, wo wir jetzt halt beim Fußball sitzen. Die Strecke hierher betrug ca. 230 km und wir bewegten uns mit unserem Auto entlang der malerischen Küstenstraße. Zwischendurch legten wir natürlich wieder einige Fotostopps ein, um Island in all seiner Pracht und Vielfalt, in verschiedenen Lichtstimmungen abzulichten. Dazu gehörte u.a. Küste, Wasser, Fjorde, Wasserfälle, Küstenseeschwalben. Die letzten Kilometer legten wir über die Hochebene zurück, die Landschaft hier oben war flach, mit vielen Steinen sowie einigen Resten von Schneefeldern. Und welch eine Freude ab zu lugte auch mal die Sonne durch die malerische und gut strukturierte Wolkendecke. Zu Mittag aßen wir in einer nostalgischen DDR Kantine (es sah jedenfalls so aus). Da fühlte ich mich doch gleich wieder um Jahrzehnte zurückversetzt. Einfach wunderbar! … und es läuft immer noch das Fußballspiel.

 Foto 8: Fjordlandschaft mit Bergen und Wolke

Island 2016 – Tag 9 (Dienstag – 28. Juni)

Gestern am 9. Tag gab es wieder mal keine offenes WLAN. Deshalb holen wir den gestrigen Tag heute nach. Sind gerade in unserer neuen Unterkunft angelangt. Unser neunter Tag, der 28. Juni, war ein sehr ungemütlicher, stürmischer und total verregneter Tag. Also so, wie man sich einen grauen, rauen, diesigen und total unangenehmen Tag im hohen Norden vorstellt (eigentlich noch schlimmer). Da wünscht man sich lieber ein warmes und gemütliches Wohnzimmer, mit einem guten und schweren Rotwein. Nichts desto trotz, als Fotograf auf Fotoreise muss man halt auch da mal durch, wir sind ja schließlich nicht aus Zucker. Und mit der richtigen Kleidung ist das doch alles ein Kinderspiel. Also starteten wir nach dem Frühstück gegen 09:30 und fuhren immer der Küstenstraße (mehr Schotterpiste, sehr steinig, kurvenreich, nass und rutschig) unserem heutigen Tagesziel Djupavik entgegen. Hier machten wir eine kurze Rast, tranken einen heißen Kaffee und fuhren dann noch ca. 1 Stunde der Küsten Straße entlang, bis diese zu Ende war. Schnell, im kalten Regen, ein paar Fotos geschossen, dann eine gemütliche Mittagspause mit einer wiederum leckeren Fischsuppe, ging es zurück nach Djupavik. Hier angekommen gingen wir in eine alte verlassene Fischfabrik und machten „Lost Places“ Fotos. Die Fischfabrik war insgesamt nur 10 Jahre in Betrieb, danach wurde sie stillgelegt und verfällt seitdem. Wir hatten somit ein Dach über den Kopf und der Wind störte uns auch nicht mehr beim Fotografieren. Danach ging es zurück in unser Hotel nach Drangsnes, wo es noch einen Hamburger zum Abendbrot gab und dann zogen wir uns zur Fotobearbeitung zurück.

Foto 9: „Lost Places“ Foto aus der verlassenen Fischfabrik

Island 2016 – Tag 10 (Mittwoch – 29. Juni)

Nach unserem morgendlichen Frühstück, checkten wir aus und liefen mit unserer Fotoausrüstung Richtung Pier, um dort ein kleines Boot zu betreten, welches uns 09:00 nach Grimsey Island fuhr. Die See war etwas rau, so dass es auch schön schaukelte. Aber die Sonne schien mal wieder, wir hatten blauen Himmel und klare Sicht – was will man denn mehr an einem Mittwochmorgen auf Island? Wir umrundeten mit unserem Kutter die Insel, auf der nur Vögel zu Hause sind.
Nach unserer abenteuerlichen Anlandung, (ein kleiner wackeliger Steg führte vom Boot, zwischen einer schmalen Felsspalte, an Land) ging es einen kleinen Felsen hinauf zu unseren kleinen bunten Freunden, den Papageientauchern (Puffin). Diese frühstückten gerade Fisch bzw. versorgten ihren Nachwuchs, so dass wir keine Probleme hatten, etliche von ihnen abzuschießen (keine Panik liebe Tierfreunde natürlich nur mit der Kamera). Gegen 12:00 landeten wir wieder in Drangsnes an und fuhren dann zügig mit unserem VW T5 zu unserer neuen Unterkunft nach Hvammstangi (ca. 190 km). Zwischen durch gab es noch Mittag wieder mal eine total leckere Seafood Suppe mit frischem Fisch, Marktgemüse und einer Muschel. Dazu wurde fluffiges weiches Weißbrot gereicht.
Jede Fischsuppe, die wir in Island gegessen haben war anders zubereitet und immer wieder ein Hochgenuss. Danach gab es noch ofenwarmen Rhabarberkuchen mit Schlagsahne und einen doppelten Espresso – mh einfach wunderbar. Danach ging unsere Fahrt weiter, bis wir gegen 17:30 unser neues Hotel erreichten. Hier checkten für eine Nacht in einem Reiterhof ein. Nachdem wir Abendbrot gegessen haben (Süßkartoffelsuppe und Sallatbuffet – endlich mal ein leichtes Essen) ruhen wir uns nun bis 23:00 Uhr aus und dann gehts bis ca. 03:00 in der Früh zum nächsten Hotspot, dem Elefantenfelsen.

Foto 10: Papageientaucher (Puffin) beim Frühstück

Island 2016 – Tag 11 (Donnerstag – 30. Juni)

Der 30. Juni – 11. Tag – unserer Islandreise war einer der längsten Tage. Wir standen ja bereits seit 00:00 Uhr an der Küste und versuchten unser fotografisches Geschick an einem Elefanten (leider keinen echten, sondern einen Basaltelefanten, den der Wind und das Wasser seit Jahrtausenden geformt hatte – siehe Foto 11). Es war relativ kühl und ein frischer Wind pfiff uns um die Ohren. Nachdem wir uns 2 Stunden bemüht hatten eine einigermaßen brauchbare Langzeitbelichtung im Kasten zu haben, fuhren wir in unser Hotel zurück und fielen erschöpft um 02:30 ins Bett. Gegen 07:30 klingelte auch schon wieder der Wecker, wir frühstückten und dann ging es pünktlich 09:00 Richtung Hochland. Zuerst hatten wir noch graues, diesiges und kühles Wetter, aber so nach und nach kam die Sonne durch die Wolkendecke und wir sahen heute auch blauen Himmel und viele schön strukturierte Wolken. Zum Fotografieren gab’s eine Menge im Hochland. Die karge und teilweise schroffe Landschaft, zum Teil noch schneebedeckte Berge, Wasserfälle (darunter den wohl bekanntesten, den Gullfoss), Flusslandschaften und Hochlandstraßen (meist schmale Schotterpisten, wo wir in unserem Auto kräftig durchgeschüttelt wurden). Das Essen fiel heute etwas sparsam aus, da wir ja wenig Zeit hatten. Es gab zweimal Suppe. Zum Mittag eine Hühnersuppe (wenn man die Brühe weggelassen hätte = Frikassee) und zum Abendbrot Lammsuppe. Beide Suppen waren aber sehr heiß und köstlich. Nach einem anstrengenden Foto Tag erreichten wir gegen 21:00 nun endlich unser modernes Hotel in Selfoss, wo wir den Tag noch mit einem Glas Rotwein ausklangen ließen.

Foto 11: Ein Elefant an der isländischen Küste

Island 2016 – Tag 12 (Freitag – 01. Juli)

Der vorletzte Tag, der 01. Juli startete wie immer mit einem ausgiebigen Frühstück. Danach, um 09:00 isländischer Zeit (Deutschland + 2 Stunden) ging es zum nächsten Wasserfall, zum Háifoss. Dort angekommen trafen wir auf eine zerklüftete, raue, grandiose Landschaft. Uns eröffnete sich ein gewaltiges Panorama mit zwei Wasserfällen, die mehrere hundert Meter in die Tiefe stürzten. Wir standen ungefähr 1 bis 2 m vom Abgrund, um auch ja so viel wie möglich mit der Kamera zu erfassen. Natürlich fotografierten wir vom Stativ aus, mussten dieses aber mit den Händen festhalten da uns von hinten, aber auch seitlich scharfe Windböen attackierten. Wir blieben ca. 1,5 Stunden an diesem herrlichen Panorama und schossen eine Vielzahl von Fotos aus verschiedenen Perspektiven. Ausgesucht habe ich ein Foto wo allerdings nur ein Wasserfall zu sehen ist, der zweite befindet sich rechts daneben. Danach machten wir eine kurze Mittagspause, ich aß heute mal nur einen Hamburger, bestehend aus vielen Industriefetten, aber dafür gab’s zum Abendbrot etwas kulinarisches (frisches isländisches Lammfilet mit Grillgemüse, dazu ein Glas Rotwein und als Dessert Vanilleeis mit Beerenfrüchten und Skirschlagsahne – einfach traumhaft wie das Dessert langsam im Mund zerfloss und sich die Geschmacksaromen voll entfalteten). Danach fuhren wir nach Keldur zu einer kleinen Kirche, mit einigen alten Torfhütten, die wir ebenfalls in verschiedene Szenen setzten, dazu noch eine grüne Landschaft mit Bergen in der Ferne und ein paar muhende Kühe vor uns – halt typisch isländisch. Den Vulkan Heklan fotografierten wir immer wieder bei verschiedenen Stopps. Und so endete unser vorletzter Tag in Island. Morgen gehts dann zurück in die Hauptstadt – Reykjavik.

Foto 12: Wasserfall Háifoss

Island 2016 – Tag 13 (Samstag – 02. Juli) und Abreise am Sonntag

So, nun bin ich wieder in Deutschland zurück. Aber der letzte Tag, der 02.07., fehlt ja noch.
Am letzten Tag unserer Fotoreise, starteten wir pünktlich um 07:30 mit gepackten Koffern vom Hotel in Selfoss. Zuerst fuhren wir nach Strokkur um einen Geysir zu fotografieren. Wir standen ca. 1,5 Stunden am Geysir und warteten auf den Ausbruch und dann natürlich auf das richtige Bild. Danach war erst mal Kaffeepause und der heiße Kaffee tat richtig gut. Danach ging es weiter zum nächsten Wasserfall, dem Bruarfoss. Hier kamen mal wieder unsere Gummistiefel zu Einsatz, so dass wir aus dem Wasser heraus die besten Fotos schießen konnten. Nachdem wir uns auch hier ausreichend ausgetobt hatten und das ganze Wasser wegfotografierten, gab es einen Hot Dog zum Mittag, um dann ging es weiter nach Thingvellir. Hier treffen die Kontinentalplatten von Amerika und Eurasien aufeinander. Jährlich driften die Platten hier um ca. 2 cm auseinander.
Der Spalt ist sehr gut erkennbar und ein Besuchermagnet. Danach ging es dann zügig weiter nach Reykjavik. Und hier schloss sich der Kreise, an dem wir am Dienstag, 21. Juni gestartet sind.
Wir checkten wieder gegen 15:30 im Hotel Centrum ein, suchten noch 10 Bilder für die letzte Bildbesprechung heraus und beendeten den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen. Es gab Fisch & Chips mit einem kühlen Glas Weißwein (Pinot Grigio) – wie immer sehr frisch und lecker. Dann ging es noch zum Public Viewing – Deutschland gegen Italien. Es war ziemlich frisch, aber wir hielten bis zum Schluss durch und wie man sah auch nicht umsonst. Gegen 02:15, am 03.07, wurde ich vom Hotel abgeholt, zum Flughafen gefahren und flog mit WOW Air gegen 07:00 Uhr Richtung Berlin-Schönefeld. Dort den leihwagen übernommen und zurück nach ASL gefahren.

Foto 13: Wasserfall Bruarfos

Fazit: Island eine wunderschöne raue, von Vulkanen geformte, zerklüftete Insellandschaft – etwas für Naturliebhaber und Fotofreunde. Das Wetter war sehr wechselhaft, oft mit kühlen Winden und kurzen Regenschauern, mit spannenden Wolken und kurzen Lichtspots, aber mit der richtigen Kleidung kein Problem. Das Essen und der Alkohol sehr teuer, aber sehr gut. Die Unterkünfte sehr angenehm sowie das Personal. Also Island ist auf jeden Fall eine Reise wert und vielleicht auch mal im Winter, um eine ganz andere Atmosphäre und Landschaft zu genießen. Und jetzt heißt es Fotos bearbeiten.

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