Namibia – Juli 2022

Im Juli 2022 ging es nun, im dritten Anlauf, nach Namibia. Der Flug von Frankfurt nach Windhoek dauerte 10 Stunden. Dort angekommen, starteten wir sofort in unsere 3000 km Rundfahrt durch den Norden Namibias. Eine wunderschöne Landschaft, Sonnenuntergänge, Menschen und viele wilde Tiere sahen und fotografierten wir auf unserer Tour. Mehr dann unter Blog.

Fotoreise Namibia vom 17.07. – 31.07.2022

Endlich, nun ist es doch soweit, nach 2-jähriger Wartezeit, findet die Fotoreise durch den Norden Namibia’s statt. Die Preise sind zwar aufgrund der immer noch herrschenden Coronalage gestiegen – aber, man gönnt sich ja sonst nichts.

Namibia 2022 – Anreise Frankfurt (Sonntag – 17. Juli)

Das Gepäck ist gepackt, Koffer, Fotorucksack und Laptoptasche. Schnell noch der Online Check-In bei Eurowings. Ich habe zum Glück einen Gangplatz (34H) und schon geht’s auf die Autobahn. Am Kirchheimer Dreieck etwas Stau, kurz nach 17:00 bin ich pünktlich im Parkhaus in Kelsterbach. Mit dem Shuttle zum Flughafen und schon wird der Koffer abgegeben. Eine große Schlange vor mir, nach ein paar Minuten läuft ein Mitarbeiter vorbei und fragt wer heute fliegen will. Ich natürlich, alle drehen sich zu mir um, keine Gegenantwort. Also darf ich mitkommen und gleich meinen Koffer abgeben. Dann durch die Sicherheitskontrolle und schon treffe ich Peter unseren Reiseleiter. In Ruhe noch ein Bierchen getrunken, inzwischen sind auch die anderen da. Kurz nach 21:00 ist check in. Ich nehme meinen Platz ein und 10 Stunden Flug liegen vor mir, die ich dösend aber auch mal schlafend rumkriege. Gegen 08:00 landen wir in Windhoek bei Sonnenschein und 0°.

Namibia 2022 – 1. Tag (Montag – 18. Juli)

Das Wetter: 22°C, Sonnenschein und ein frischer Wind.
Am Flughafen durch die Passkontrolle, schnell noch Geld umgetauscht (Namibische Dollar) und schon steht unser Fahrer Lutz vor uns (3. Generation in Namibia) und für düsen 70 km über Schotterpiste Richtung Lodge. Gegen 11:00 sind wir vor Ort beziehen die eiskalten Zimmer (keine Heizung und es ist arschkalt). Gegen 13:00 Uhr Lunch, danach Besprechung der nächsten Tage und dann etwas ausruhen, Kaffeetrinken, Abendessen und um 21:00 ziehe ich mich zurück. Morgen geht’s früh raus.
Lodge: Eningu Clayhouse Lodge, Raum Windhoek
Schritte gesamt: 5650.

Foto 1: Abendstimmung an der Lodge Eningu Clayhouse Lodge

Namibia 2022 – 2. Tag (Dienstag – 19. Juli)

Das Wetter: 22°C, Sonnenschein und ein frischer Wind.
Der Wecker klingelt, es ist 06:00. Ich habe Halsschmerzen und der Appetit fehlt, irgendeine Erkältung. Also Tabletten nehmen. 07:00 Frühstück, ich heute heißen Tee. Gegen 08:00 geht es los zur nächsten Lodge, wir fahren, mit einigen kurzen Zwischenstopps, bis nachmittags 17:00 Uhr. Nur Holperpiste, Straßen gibt es nur wenige, so werden wir mal richtig schön durchgeschüttelt. Das ändert sich auch in den nächsten Tagen nicht. In Solitaire gibt es noch den besten Apfelkuchen mit Streuseln, ich probiere ein paar Happen, meine Erkältung hält mich aber noch in Griff. Einchecken, die Koffer werden gebracht uuuuund ein Klimagerät im Zimmer, gleich auf 25°C eingestellt und schon wird es wohlig warm. Gegen 19:00 geht’s gemeinsam ins Restaurant, leckere Sachen gibt es, u.a. Zebrasteaks, mein Appetit ist noch nicht zurück. Danach aufs Zimmer und nur noch ins Bett, denn um 05:00 Uhr ist Frühstück angesagt, also keine Ruhe. Gefahren sind wir heute viel, gelaufen wenig.
Lodge: Namib Desert Lodge, Solitaire
Schritte gesamt: 3470.

Foto 2: Immer wieder machen wir Stopps, um die Landschaft zu fotografieren

Namibia 2022 – 3. Tag (Mittwoch – 20. Juli)

Das Wetter: Sonnig, blauer Himmel, Nachts um die 6°C Tags über 27°C, sehr windig.
04:45, der Wecker klingelt. Recht und schlecht falle ich aus dem Bett, schnappe mein Equipment und stürze zum Frühstück, Obstsalat mit Joghurt, dazu einen Tee. Dann geht es auch schon los, Richtung Wüstenoase Sossusvlei, die nach Sonnenaufgang geöffnet wird. Vorher schnell noch ein heißes Pülverchen gegen meine Erkältung, Lutz unser Guide organisiert alles an einer Tankstelle, schnell getrunken und nach 20 Minuten Wartezeit fahren wir in den Nationalpark, fantastisch, die Lichtstimmung. Nach ca. 30 Minuten steigen wir auf einen offenen Jeep um und fahren bis ins Deadvlei, um abgestorbene Bäume zu fotografieren. Auf dem Rückweg fotografieren wir noch einige Sanddünen (die höchsten der Welt). Gegen 16:00 sind wir im Hotel, schnell frisch gemacht und 40 Minuten später geht es wieder mit einem Jeep durch die Landschaft, um Tiere zu fotografieren. Allerdings treffen wir wenige an, also Landschaftsfotografie bei Sonnenuntergang. Auf einem Viewpoint geniessen wir den Sonnenuntergang, unser Hotelfahrer hat ein kleines Buffet mitgebracht und wir essen und trinken etwas. Der Appetit kehrt zurück, Geschmack auf Gin Tonic habe ich noch nicht – auch das wird sich wieder ändern. Gegen 20:00 gibt es Abendbrot Zucchini Suppe und Hühnchen schmeckt, der Tee noch nicht. Eine Teilnehmerin hat heute Geburtstag und dann gibt das Lodgepersonal ein kleines Ständchen, wunderbar. Danach werden die Sachen gepackt, morgen geht es Richtung Küste und gegen 21:30 liege ich im Bett.
Lodge: Namib Desert Lodge, Solitaire
Schritte gesamt: 12.828.

Foto 3: Baum im Deadvlei

Namibia 2022 – 4. Tag (Donnerstag – 21. Juli)

Das Wetter: Sonnig, blauer Himmel, nachts um die 12°C, Tags zwischen 21°C und 27°C, sehr windig (teilweise kühl).
Frühstück 07:00, heute mit Spiegelei und Wurst, 08:30 geht es Richtung Atlantikküste nach Swakomund, mit ca. 40.000 Einwohnern. Hier stranden wir gegen 17:00, ordentlich durchgeschüttelt und machen in der Namib Wüste viele Fotopoints. Eine karge Landschaft mal mit viel Steppengras und Bäumen, dann wieder eher karg steinig und sandig. Und hier knacken wir auch mal die 30 Grad – endlich Sommer! Nachdem wir noch einige Flamingos abgelichtet haben, landen wir am Hansa Hotel, super im Kolonialstil eingerichtet, der Geschäftsführer (deutsch) begrüßt uns verdreckt und verstaubt wie wir sind und heißt uns herzlich willkommen.
Lodge: Hansa Hotel, Swakopmund
Schritte gesamt: 8207.

Foto 4: Durch die Namib Wüste

Namibia 2022 – 5. Tag (Freitag – 22. Juli)

Das Wetter: Sonnig, blauer Himmel, nachts um die 12°C, Tags zwischen 21°C und 25°C, sehr windig (kühl vom Atlantik).
06:00 klingelt der Wecker, wir machen uns auf zur Seebrücke von Swakopmund, um diese bei Sonnenaufgang abzulichten. Richtung Atlantik gefällt mir nicht so, also wird der orangefarbene Himmel über der Stadt fotografiert. Danach geht’s ins Hotel zum Frühstück, heute schmeckt‘s mir wieder. Danach ein Stadtbummel, wo es noch viele deutsche Eindrücke zu entdecken gibt. Gegen 11:00 ist die erste Fotobesprechung, jeder stellt 10 Fotos, so kann man auch noch von den anderen lernen.
Lunch gibt es im Café Anton, Apfeltasche und ein Glas Weißwein dazu – lecker.
Gegen 14:00 starten wir mit einem Land Rover zu einer vierstündigen Wüstentour, hier zeigt und erklärt uns unser Guide Chantal die Tierwelt der Wüste, (Sandvieper, Geckos,…, sind auf kurze Distanz zu erleben. Zwischendurch wird auch immer die tolle Dünenlandschaft fotografiert und die Fahrt hoch und runter genossen.
Gegen 18:00 sind wir im Hotel und machen uns zum Abendbrot fertig. Heute geht’s ins Brauhaus. Ich bestelle Oryxsteak, super weich, saftig und zart. Den Absacker, Gin Tonic, gibt es an der Hotelbar.
Lodge: Hansa Hotel, Swakopmund
Schritte gesamt: 11632.

Foto 5: Wanderdünen bei Swakopmund

Namibia 2022 – 6. Tag (Samstag – 23. Juli)

Das Wetter: Sonnig, blauer Himmel, nachts um die 12°C, Tags um die 30°C, warmer Wind.
Noch einmal im Hansa Hotel frühstücken und die Atmosphäre genießen. Gegen 10:00 brechen wir zu unserem nächsten Ort auf. Heute werden wir wieder schön durchgeschüttelt.
Zwischendurch ein paar Fotostopps, z. B. am Erongo Gebirge, zum Mittag ein Hühnchen Sandwiches mit einem Glas Weißwein und so landen wir gegen 16:00 auf der Gästefarm Omandumba, beziehen schnell unsere Zimmer (Zelt mit Bad-Steinanbau). Die Hergbergsmutter gibt eine kurze Einweisung und schon geht es mit dem Chef, Harald (3. Generation) durch sein Schutzgebiet (Höhlenmalerei, Landschaft, Tiere).
Um 18:30 genießen wir bei einem Glas Gin Tonic den Sonnenuntergang, vor uns die grandiose felsige und weite Landschaft Namibias – Wahnsinn. Zum Abendbrot gibt es Oryxgulasch auf der Farm, ein Lagerfeuer brennt langsam durch den Abend und mit einem Glas Weißwein lasse ich den Tag ausklingen. Gegen 22:30 beziehe ich mein Zelt, wo es doch schon merklich kühler ist. Schnell noch die Socken drüber und eine leichte Strickjacke, bei 7°C nachts ist es doch etwas kühl. Ab und zu melden sich manchmal tierische Laute, ansonsten kann ich aber bis 07:00 schlafen. Zum Glück sind wir ja nur eine Nacht hier und etwas mehr Komfort möchte man auch nicht mehr missen.
Lodge: Gästefarm Omandumba, Erongo
Schritte gesamt: 5442.

Foto 6: Sonnenuntergang im Erongogebiet

Namibia 2022 – 7. Tag (Sonntag – 24. Juli)

Das Wetter: Sonnig, blauer Himmel, nachts um die 12°C, Tags um die 30°C, warmer Wind.
Nach dem Frühstück geht es los. Zuerst zu den Sana, einem Buschvolk, die uns mit einer kleinen Wanderung ihre Welt zeigen, wie sie früher gelebt haben, Feuer machen, jagen, Pfeil und Bogen herstellen ,…
Danach zockeln wir wieder einige Stunden durch Namibia, die Schüttelei will überhaupt nicht aufhören. Um 17:00 gelangen wir in unserer neuen Lodge an, gehen in unsere modernen Zimmer, legen unsere Sachen ab und schon geht es auf die Aussichtsterrasse, den Sonnenuntergang genießen, natürlich bei einem Glas Gin Tonic.
Zum Abendbrot gibt es Springbocksteak – Klasse. Dann werden diese Zeilen geschrieben und im Anschluss geht es noch an die Hotelbar, morgen geht es nämlich erst 08:30 los – ätsch!
Lodge: Damara Mopane Lodge, Khorixas
Schritte gesamt: 7343.

Foto 7: Morgenstimmung über der Gästefarm Omandumba, Erongo

Namibia 2022 – 8. Tag (Montag – 25. Juli)

Das Wetter: Sonnig, blauer Himmel, nachts um die 12°C, Tags um die 30°C, warmer Wind.
08:30 starten wir vom Parkplatz und fahren zwei Stunden durch die Landschaft meist Savanne. Den ersten Stopp machen wir bei den „Organ Pipes“ (Steinbildungen wie Orgeln), die wir in einem ausgetrockneten Flussbett fotografieren. Danach geht es weiter zur Twyfenfontaine, wo uns in einer Führung verschiedene Felsmalereien gezeigt werden.
Nach einem kleinen Mittagssnack, den wir uns am Morgen im Supermarkt organisiert haben, geht es nun zur letzten Runde in den versteinerten Wald, hier liegen seit vielen Jahrhunderten alte „versteinerte“ Bäume in der Landschaft – fotografisch nicht so toll. Nun wird getankt, derweil besorgen wir uns an der Tanke eine Büchse Bier (95 cent) und stoßen erst mal an. Pünktlich um 19:00 lassen wir uns das Buffet schmecken.
Lodge: Damara Mopane Lodge, Khorixas
Schritte gesamt: 9770.

Foto 8: Landschaft am „versteinerten“ Wald

Namibia 2022 – 9. Tag (Dienstag – 26. Juli)

Das Wetter: Sonnig, blauer Himmel, nachts um die 12°C, Tags um die 30°C, warmer Wind.
Es ist 10:00 und es geht weiter zur nächsten Unterkunft. Diesmal nur über Asphaltstraßen – ist das eine ruhige Fahrt. Nach ca. 1,5 Stunden ist Pause in Outjo, einem kleinen quirligen Städtchen.
Hier genießen wir einen leckeren Eiscafé, Geheimtipp von Lutz unserem Fahrer. Danach geht es weiter Richtung Lodge, denken wir, wir fahren an der Einfahrt vorbei und landen am Camp.
Erste Befürchtungen Richtung Samstag keimen auf, werden aber nach Bezug der kleinen charmant eingerichteten Bungalows eines Besseren belehrt. Noch mal Glück gehabt. Dafür beträgt die Entfernung vom Restaurant ca. 600 m. Danach fahren wir zur nächsten Buschfamilie, den Himbas. Diese besuchen wir in ihrer ursprünglichen Lebenslage. Der Dorfguide führt uns an die einzelnen Lehmhütten ran, stellt uns den Frauen und Kindern vor und wir können dann in Ruhe Fotos schießen. Naja, wie in einem lebendigen Museum, von den Männern weit und breit keine Spur. Dafür lärmen die Ziegen und Hühner, als ob die wüssten, dass zu Hause besuch ist. Irgendwie sieht’s auch aus wie bei Hempels unterm Sofa. Auf dem Rückweg halten wir noch an einer Köhlerei an (Holzkohle in Betonfässern) und fotografieren die Männer, die im Rauch und Qualm ihre Arbeit verrichten. Hier müsste mal der Arbeitsschutz nach dem Rechten sehen.
Zurück im Camp gibt es dann gleich Abendbrot – Buffet, mir begleitender Musik.
Ich genieße Fisch und Lamm, dazu Gemüse.
Lodge: Etosha Safari Camp, Randgebiet Etosha
Schritte gesamt: 5830.

Foto 9: Himba Mädchen

Namibia 2022 – 10. Tag (Mittwoch – 27. Juli)

Das Wetter: Sonnig, blauer Himmel, nachts um die 12°C, Tags um die 29°C, warmer Wind.
06:00 Uhr Frühstück, es ist noch dunkel und etwas frisch. Danach geht es mit dem Auto in den Etosha Nationalpark, Tiere fotografieren. Wir fahren an ein großes Wasserloch und verbringen dort unsere Zeit mit dem Fotografieren von Springböcken, Zebras, Giraffen, Gnus, Oryxs, Impalas und Kudus.
Gegen 14:00 treibt mich der Hunger ins Restaurant, die Bedienung scheint keine Lust zu haben, also schnell gegenüber in den Konsum, eine Dose Bier und einen Schokoriegel gekauft und schon geht es zurück. Als ich durch den letzten Torbogen gehe, sehe ich wie gerade eine Horde Elefanten das Wasserloch stürmt. Da ist doch erst mal das Bier vergessen. Den Fotoapparat geschnappt und los geht es – 30 Elefanten zählen wir. Gegen 16:00 geht es zurück zum Camp, wo wir uns erst mal einen Gin Tonic gönnen. Danach Abendessen mit Musik und dann aufs Zimmer Fotos schauen und früh ins Bett.
Lodge: Etosha Safari Camp, Randgebiet Etosha
Schritte gesamt: 7422.

Foto 10: Im Etosha Nationalpark

Namibia 2022 – 11. Tag (Donnerstag – 28. Juli)

Das Wetter: Sonnig, blauer Himmel, nachts um die 12°C, Tags um die 29°C, warmer Wind.
06:00 Uhr Frühstück, es ist noch dunkel und etwas frisch. Höre ich schon richtig um diese Uhrzeit?
Jo mei, ist denn heit scho Weihnachten? Im Restaurant läuft tatsächlich Weihnachtsmusik. Bei dem Ohrwurm „Feliz Navidad“ muss man immer mitsummen, das geht den halben Tag so.
Danach geht es mit einem offenen Auto in den Etosha Nationalpark, Tiere fotografieren. Es zieht mächtig, aber man ist ja warm angezogen und hat eine Mütze auf dem Kopf.
Und dann fahren wir 8 Stunden durch den Park, halten, wenn ein oder mehrere Tiere in Sicht sind und fotografieren, Nashörner, Elefanten, Giraffen, Gnus, Strauße, Sekretär Vögel, Zebras, Schakale, … Mittagszeit ist wieder am Wasserloch vom Vortag, alle haben ein Lunchpaket bekommen mit Sandwich, Gemüsetasche, Schnitzel, Obst, Chips, Müsli und Getränke. Und dann stapfen gemächlich 42 Elefanten den Hügel herunter und erfreuen sich am Wasserloch – unbeschreibbar.
Gegen 17:00 sind wir wieder im Camp und gönnen uns erst mal ein Feierabendbier, wie immer Tafel Lager.
Lodge: Etosha Safari Camp, Randgebiet Etosha
Schritte gesamt: 8105.

Foto 11: Im Etosha Nationalpark

Namibia 2022 – 12. Tag (Freitag – 29. Juli)

Das Wetter: Sonnig, blauer Himmel, nachts um die 10°C, Tags um die 23°C, warmer Wind.
07:15 Frühstück, heute nur 10°C, wir sitzen draußen, zum Glück warm eingekleidet.
Gegen 09:00 geht es ca. 400 km Richtung Windhoek, wir fahren heute aber nur Asphaltstraße, um Windhoek sogar ein paar km Autobahn. Es läuft so vor sich hin. Zwischendurch ein kleiner Imbiss, dann noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Windhoek, Kirche, Bahnhof und schon geht es weiter Richtung Moonraker Lodge eher mehr Camp. Na ja, die letzte Nach überstehen wir auch noch. Es wird nochmal kalt die Nacht, kein Klimagerät. Beim Abendbrot wärmen wir uns am Kamin, danach geht es in die ausgekühlte Lodge. Das Wasser beim Duschen ist erst herrlich warm, plötzlich kommt nur noch kaltes – da muss man sich halt beeilen und Wasser sparen.
Lodge: Moonraker Lodge, Raum Windhoek
Schritte gesamt: 5585.

Foto 12: Windhoek – Bahnhof

Namibia 2022 – 13. Tag Abreise (Samstag – 30. Juli)

Das Wetter: 22°C, blauer Himmel, Sonnenschein und ein kühles Lüftchen.
07:30 geht’s aus dem Bett, in der Lodge ist es eiskalt, aber die zwei Decken haben mich nicht frieren lassen. Um 08:00 treffen wir uns zum Frühstück, der Raum ist geheizt – wunderbar. Danach trennen wir uns. Unser Fahrer fährt mit 5 Leuten (ich dabei) nach Windhoek rein, wo wir noch bis zum Mittag durch die Stadt schlendern und das ein oder andere Bild schießen. Zum Abschluss gibt es noch warmen Käsekuchen im Hotel Heinitzburg, wo wir einen herrlichen Blick über die Stadt haben.
Gegen 13:00 geht es zur Lodge zurück, die letzte Bildbesprechung, danach werden die Koffer verstaut und wir brechen Richtung Flughafen auf. Eine herzliche Verabschiedung von unserem Fahrer und dann geht es auch schon zum Check-in und die Sicherheitskontrolle. Nun haben wir nach 90 Minuten Wartezeit, werden aber kurz vor dem Flug nochmals gecheckt?
Der Flieger geht pünktlich 19:00 und nach 10 Stunden landen wir gegen 05:00 früh in Frankfurt.
Das Auto geholt und gegen ca. 11:00 bin ich wieder in ASL.
Schritte gesamt: 8218.

Foto 13: Windhoek – Kirche

Fazit
Namibia – Norden, endlich im dritten Anlauf geschafft. Trotz meiner Erkältung war es doch sehr eindrucksvoll. Viel Staub, Sand und Trockenheit. Atemberaubende Landschaft, tolle Sonnenuntergänge und viele Tiere. Besonders mit den Elefanten hatten wir ein Riesenglück. Wir sind ca. 3000 km durch das Land gereist. Die Deutsche Schutzmacht musste sich zwar schon 1915 zurückziehen, Einfluss, System und Ordnung sind aber selbst nach mehr als hundert Jahren noch erkennbar und vorhanden. Essen nichts für Veganer, viel leckeres Fleisch, aber auch Gemüse. Bier wird dort nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut – lecker. Die Straßen meist staubige Schotterpisten, aber auch sehr gute Asphaltstraßen, mit sehr wenig Verkehr. Windhoek mit 300000 Einwohnern recht überschaubar.
Die Truppe war gut drauf und wir haben uns alle gut verstanden. Und viele Sachen, vor allem im Süden haben wir leider nicht sehen können. Aber, vielleicht geht es ja irgendwann nochmal dahin? Wer weiß?

Lost Places

Lost Places – überall auf der Welt und auch in Deutschland gibt es eine Menge von Lost Places Locations. Verlassene und verfallene Hotels, Militäranlagen, Krankenhäuser, Fabriken, …, geben hervorragende und morbide Motive an vielen Orten ab.
Die ersten Fotos von einem Lost Places habe ich 2016 in einer verlassenen Fischfabrik auf Island versucht in Szenen zu setzen. Seitdem sind andere Orte hinzugekommen und es macht mit jedem Mal mehr Spaß, hier die unterschiedlichsten Places und Details abzulichten.

Flugplatz Rangsdorf

Im Frühjahr 2022 besuchte ich den alten verlassenen Flugplatz in Rangsdorf. Viele alte und verfallene Hangars, Hallen und technische Gebäude galt es auf dieser Lost Place Tour zu entdecken und in Szene zu setzen. Die Sowjetarmee betrieb diesen Flugplatz als Insstandsetzungsobjekt für ihre Flugzeuge und Hubschrauber. Viele Details erinnern noch an diese Nutzung

Wünsdorf

Eine Fototour durch den ehemaligen Hauptsitz des Oberkommandos der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Große verlassene Gebäude an denen der Zahn der Zeit nagt, lange Flure, Säle, Treppenhäuser, Schwimmhalle, …
Einige Wandmalereien sind ebenfalls noch gut sichtbar erhalten.
Und mitten auf dem Platz eine große Leninstatue.

RAW Halle

Hinter dem Hauptbahnhof in Halle/ Saale befindet sich das ehemalige RAW (Reichsbahnausbesserungswerk) „Ernst Thälmann“. Hier wurden in DDR Zeiten Loks jeglicher Art repariert. Heute kann man den Ort als Lost Place besuchen und das ein oder andere Motiv längst vergangener Zeiten entdecken und in Szene setzen.

Colosseum Berlin

Auf ins Kino. Im Sommer 2021 geht es in die Schönhauser Alle, in das ehemalige Kino Colosseum. Seit einem Jahr nun schon, ist die Vorführung von Filmen vorbei. Das Kino steht still sozusagen. Im Innern herrscht eine total ruhige Atmosphäre. Die Einrichtung ist noch komplette vorhanden. Es scheint, als ob gestern erst der letzte Vorhang fiel. Und so geht es auf in die Kinosäle, in den Empfangsbereich, über Flure und Treppen, bis zu den Verkaufsständen für Getränke und Popcorn.

Waldsanatorium Schwarzeck

Und wieder mal geht es los. Im Spätsommer 2020 geht es nach Thüringen in das ehemalige Waldsanatorium Schwarzeck. Das Gebäude steht seit 2004 leer und ist im Lauf der Zeit schon sehr runtergekommen und verfallen. Fotografiert werden Behandlungszimmer, Flure, Treppen, Klassenzimmer und viele Details.

Fürstenhof Eisenach

Im Sommer 2020 stand mal wieder ein Lost Place auf dem Programm. Diesmal ging es nach Eisenach in ein verlassenes Hotel. Der Fürstenhof stand nun schon viele Jahre leer, teilweise waren manche Abschnitte des ehemaligen Hotels schon eingestürzt, das meiste war aber noch in einem gut zu erkundenden Zustand. Und so ging es mehrere Stunden durch Flure, Zimmer, einen großen Saal, Treppenhäuser, Keller, …